
- Elizabeth Taylor - Lukesch/Repro
Elizabeth Taylor – mit diesem Namen verbinden sich Filme wie „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (1958), „Cleopatra“ (1962) oder „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ (1966). Sie erhielt zwei Oscars und drei Oscarnominierungen. Sie wurde mit Preisen und Ehrungen überhäuft. Auch in ihrem Privatleben machte sie von sich reden und war in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren eines der beliebtesten Objekte der Boulevardpresse. Die Grande Dame des amerikanischen Films lebte in Bel Air, Kalifornien. Elizabeth Taylor war die letzte große Diva des alten Hollywood. Am 23. März 2011 starb die große Schauspielerin an Herzversagen. Hollywood trauert.
Kindheit des Stars Liz Taylor
Elizabeth Taylor wurde am 27. Februar 1932 in Hampstead/London in England geboren. Ihre Familie gehörte der oberen Mittelschicht an. Elizabeth erhielt schon früh Ballett- und Reitunterricht und besuchte eine Privatschule. Nach Beginn des zweiten Weltkrieges wanderte die Familie nach Kalifornien aus und ließ sich in Beverly Hills nieder. Hier war die Filmszene präsent und auf Drängen der Eltern stand Taylor bereits als Neunjährige vor der Kamera – zunächst jedoch ohne Erfolg. Als Elizabeth jdoch 1942 in „Lassie“ mitspielte und die Kinokassen klingelten, bekam sie ihren ersten Studiovertrag bei MGM. Mit zwölf Jahren spielte sie bereits ihre erste Hauptrolle und MGM baute sie systematisch zum Star auf. Sehr hilfreich war dabei die natürliche Schönheit von Liz Taylor, die schon als Kind sichtbar war. Zwischen 1946 und 1949 spielte sie in mehreren Teenagerrollen, wechselte dann von 1949 bis 1955 in das Fach der „Leading Lady“. Den größten Erfolg hatte sie mit dem Film „Vater der Braut“(1950) und dessen Sequel „Ein Geschenk des Himmels“ (1952), den sie mit dem großen Star Spencer Tracy drehte.
Erste Ehe der Taylor und schnelle Scheidung
1950 heiratete Liz Taylor den Hotelerben Nicky Hilton – den ersten von insgesamt acht Ehemännern. Elizabeth Taylor hatte zu ihrer Zeit mit großen Konkurrentinnen auf der Leinwand zu kämpfen: Marilyn Monroe, Ava Gardner, Audrey Hepburn, Grace Kelly. Als sie sich nur ein Jahr nach der Hochzeit von Nicky Hilton wieder scheiden ließ, wurde sie von der Presse attackiert. Damals begann Liz Taylors spektakulärer Hang zu ausschweifendem Luxus, der ihr die Aura von Luxuriosität verlieh, eine Ausstrahlung, die die Studiobosse auch gerne in ihren Filmen vermarkteten. Auch zeigte sich Taylor keineswegs prüde und hatte häufig wechselnde Liebesbeziehungen. Die On-Off-Beziehung mit ihrem fünften und sechsten Ehemann Richard Burton (geb. 1925, gest. 1984) ist die berühmteste von allen. 1952 heiratete Liz Taylor Michael Wilding, mit dem sie zwei Söhne (Michael jr. geb. 1953, Christopher geb.1956) hatte.
Liz Taylors große Rollen
Ab 1955 wechselte Liz Taylors in das Charakterfach. Sie spielte neben Rock Hudson und James Dean in „Giganten“ (1956), neben Montgomery Clift in „Land des Regenbaumes. Mit „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ an der Seite von Paul Newman holte sie mit einer großen darstellerischen Leistung ihre erste Oscarnominierung. Während der Dreharbeiten zu diesem Film starb ihr dritter Ehemann, der Filmproduzent Michael Todd bei einem Flugzeugabsturz. Mit ihm hatte Liz die Tochter Liza Francis, geboren 1957. Bald nach Todds Tod begann Taylor eine Affäre mit Eddie Fisher, dem Ehemann von Debbie Reynolds. Die Affäre war ein Skandal, zumal sich Fisher scheiden ließ, Taylor ihm zuliebe zum jüdischen Glauben konvertierte und ihn 1959 heiratete. 1960 kam der Film „Telefon Butterfield 8“ in die Kinos und brachte Elizabeth Taylor 1961 den ersten Oscar nach drei Nominierungen 1958, 1959 und 1960 ein.
„Cleopatra“ brachte Elizabeth Taylor und Richard Burton zusammen
Im Sommer 1960 begannen in London die Dreharbeiten zum damals teuersten Film aller Zeiten „Cleopatra“, der auf zwei Millionen Dollar veranschlagt war, jedoch wegen vieler Probleme – unter anderem erkrankte die Taylor zweimal ernstlich – 37 Millionen kostete. Taylor bekam die Rekordgage von einer Million Dollar. Während der Dreharbeiten verliebten sich Richard Burton, der den Marc Aurel spielte, und Liz Taylor leidenschaftlich. Die Öffentlichkeit verurteilte die Liaison, da beide noch verheiratet waren. Sogar der Vatikan sparte nicht mit Kritik. Im April 1962 wurde die Romanze öffentlich. Sie waren die begehrtesten Objekte der Paparazzi. 1964 heiratete das Skandalpaar Taylor/Burton zum ersten Mal. Ihre Aufs und Abs in der Ehe waren ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse. Burton schenkte seiner schönen Frau, die Edelsteine liebte, die wertvollste Juwelensammlung der Welt. 1964 adoptierte Liz Taylor das kleine Mädchen Maria (geboren 1961).
Liz Taylor hatte Alkoholprobleme und nahm Medikamente
Das Ehepaar drehte einige mehr oder weniger erfolgreiche Filme miteinander. Der bekannteste und beeindruckendste ist „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“, in dem die Taylor erstmals eine hässliche und auch bedeutend ältere Frau spielt. In den kommenden Jahren machte Liz Taylor vor allem durch Luxus-Exzesse, durch Ehestreitereien, durch ihre zunehmende Körperfülle und ihr ausschweifendes Leben von sich reden. Die Ehe Taylor/Burton wurde 1974 geschieden. 1975 heirateten die beiden erneut, die Scheidung folgte 1976. Danach hörte man im Filmgeschäft nicht mehr viel von Liz Taylor. Sie trat vereinzelt in Kinofilmen auf, zum Beispiel in „Die Flintstones“. Interessanter für die Öffentlichkeit war ihre siebte Heirat mit dem republikanischen Politiker John Warner 1978. 1982 ließ sie sich von Warner scheiden. Taylor hatte seit der Beziehung zu Burton Probleme mit Alkoholkonsum und Medikamentenmissbrauch. 1983 und 1988 ging sie zum Entzug in die Betty-Ford-Klinik und machte daraus kein Geheimnis. 1991 heiratete sie ihren achten Ehemann, den Bauarbeiter Larry Fortensky, von dem sie sich 1994 wieder trennte. In Film und Fernsehen trat sie nur sehr selten auf, sie war jedoch gern gesehener Gast bei Talk-Shows.
Das Engagement von Liz Taylor im Kampf gegen Aids
Liz Taylor war sehr eng mit Michael Jackson, Montgomery Clift, Roddy Mac Dowell und Rock Hudson befreundet. Ihr Engagement galt in all den Jahren der Hilfe der Aids-Kranken. Ihre Filmkarriere dauerte 52 Jahre, sie spielte in 55 Kinofilmen und 11 Fernsehfilmen und Serien. Sie erhielt zwei Oscars: 1962 für „Telefon Butterfield 8“ sowie 1968 für „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“. Dreimal wurde sie für den Oscar nominiert. Sie errang vier Golden Globes und fünf Golden-Globe-Nominierungen. Im Mai 2000 wurde Elizabeth Taylor von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben und durfte sich von da an „Dame Elizabeth Rosemond Taylor“ nennen.
