Elizabeth Taylor verstorben (1932 - †2011)

Elizabeth Taylor, J. Randy Taraborrelli - Grand Central Publishing
Elizabeth Taylor, J. Randy Taraborrelli - Grand Central Publishing
In den Morgenstunden des 23. März 2011 starb die Film-Diva und 3fache OSCAR-Preisträgerin in Los Angeles im Alter von 79 Jahren aufgrund eines Herzleidens.

Die englische Hollywood-Schauspielerin, 3fache OSCAR-Preisträgerin („Telefon Butterfield 8“, „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“) - 1993 zeichnete man sie für den Kampf gegen Aids mit dem Ehren-OSCAR aus - verstarb im Alter von 79 Jahren, so ihre Agentin Sally Morrison zu ABC News. Im Februar wurde Taylor aufgrund ihrer Herzprobleme ins Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles eingewiesen, wo sie unter ärztlicher Aufsicht bis zu ihrem Tod bleiben musste. Liz Taylor litt an einer Stauungs-Insuffizienz (Blut-Stauung sich in der Herzkammer). Sie verstarb umgeben von ihren Kindern Michael Wilding, Christopher Wilding, Liza Todd und Maria Burton. Die letzte Diva des großen alten Hollywood spielte in ihrer 50-jährigen Karriere in über 50 Filmen, darunter „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ und „Cleopatra“. Insgesamt war Taylor achtmal verheiratet, zweimal allein mit Richard Burton, und galt lange Zeit als Inbegriff der Schönheit.

Durchbruch 1956 in „Giganten“ an der Seite von James Dean

Nachdem die Kinderdarstellerin („Heimweh“, „Kleines Mädchen, großes Herz“) als Teenager-Darstellerin überzeugte („Cynthia“, „Wirbel um Judy“) und zur Teenager-Queen aufstieg, der alle Mädchen nacheiferten, wurde sie beim einflussreichen Life-Magazin öfters abgebildet, als jemals ein anderer Star. Ihre bisher anspruchsvollste Rolle verkörperte Taylor in „Giganten“ (1956). Die Rolle der Leslie spielte sie in großer Altersspanne hinweg (21-45 Jahre) neben Rock Hudson und James Dean. „Giganten“ spielte in den amerikanischen Kinos 14 Millionen Dollar ein und war der Durchbruch für Liz Taylor. „Das Land des Regenbaums“, „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, „Telefon Butterfield 8“ machten sie zur Film-Ikone.

„Cleopatra“ - durch überhöhte Produktionskosten ein Film-Flop

Die Dreharbeiten zu „Cleopatra“ begannen 1960 in London, nach sehr langen und komplizierten Produktionsvorbereitungen. Es kam zu langen Unterbrechungen (Taylor erkrankte zweimal schwer, Drehbuch und Deko wurden nicht termingerecht fertig). Die Produktionskosten von zwei Millionen Dollar stiegen am Ende auf mehr als 37 Millionen Dollar! Während der Dreharbeiten in Rom erregte die Liebesbeziehung, die sich bei den Dreharbeiten zwischen Liz Taylor und Richard Burton entwickelte, öffentlichen Anstoß. Papst Johannes XXIII. kritisierte, so dass eine Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses sich (erfolglos) dafür einsetzte, Elizabeth Taylor und Richard Burton 1962 die Wiedereinreise in die USA zu verwehren. Seitdem wurde das Paar von Paparazzi belagert. Die beiden drehten bis 1973 zehn Filme zusammen (darunter Shakespears „Der Widerspenstigen Zähmung“, „Hotel International“, „... die alles begehren“).

Liz Taylor 40jährig: Rückzug aus Filmbranche. Scheidungen, Krankheiten.

Elizabeths zweiter OSCAR für „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ war der Todeskuss für ihre Karriere, denn sie spielte nur noch die keifende Xanthippe. Die 40jährige Elizabeth Taylor zog sich 1972 aus dem Filmgeschäft zurück, nahm Fernsehrollen an („Seine Scheidung, ihre Scheidung“). Spätere Kinofilme („Mord im Spiegel“, „Flintstones - Die Familie Feuerstein“) wurden kaum mehr beachtet. Nach acht Scheidungen folgten schwerwiegende, gesundheitliche Probleme, sie bekam zwei neue Hüften, musste sich mehreren Operationen an ihrem Rücken unterziehen und Hautkrebs sowie einen Gehirntumor besiegen. Einen letzten TV-Auftritt Liz Taylors sah man bei Michael Jacksons Beerdigung, mit dem sie eine tiefe Freundschaft verband. 2009 wurde Taylor am Herzen operiert, nachdem sie einen Schlaganfall überstand. Am 23. März 2011 entschlief die letzte Diva des alten Hollywood in Los Angeles friedlich.

Elizabeth Taylor im TV

Die ARD strahlt am 24. März 2011 um 01:05 Uhr "Die alles begehren" (ebenfalls auf WDR am 25.03. um 23:15 Uhr), und um 11:15 Uhr die Dokumentation "Elizabeth Taylor und Richard Burton" (Whg am 26.03., EinsFestival, 0:15 Uhr) aus, sowie am 26. März 2011 um 12:03 Uhr "Heimweh" .

Am 26.03., sendet WDR um 15:10 Uhr "Mord im Spiegel". BR zeigt am 27. März um 23:45 Uhr "Telefon Butterfield 8" (ebenfalls auf RBB, 26.03., 23:15 Uhr, sowie bei EinsFestival, am 25.03., 22:30 Uhr) und am 29. März 2011 um 23:30 Uhr "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?". Am 31. März 2011, ARD, um 0:35 Uhr "Die Katze auf dem heißen Blechdach".

Döringer, Martin, (c) Marlonski

Martin Döringer - Martin schreibt nicht nur Online-Reviews, sondern moderierte/interviewte live bei Radio-ALEX und stellte TV-Clips her, diente dabei ...

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