Elsässischer Klassiker für fröhliche Feste: Flammkuchen

Elsässischer Klassiker - Daniel Rennen / pixelio.de
Elsässischer Klassiker - Daniel Rennen / pixelio.de
Flammkuchen ist ein herzhafter Snack für Stehparties und Spieleabende. Warm als auch kalt passt er hervorragend zu Bier und Wein und ist schnell gemacht.

Kennen Sie das auch, dass Ihre Freunde oder Nachbarn kurzfristig auf ein Glas Wein vorbeikommen oder ein Spieleabend bevorsteht und Sie mal etwas Anderes als Chips oder Tortillas anbieten möchten? Ein Flammkuchen ist schnell gemacht, kann sowohl heiß, lauwarm als auch kalt gegessen werden und das beste ist: Sie können ihn einfrieren und schnell wieder aufwärmen.

Bevorstehende Festivitäten

Egal, ob Sie nur einen gemütlichen Videoabend mit der Familie oder eine Karaokeparty mit Ihren Freunden feiern, Sie brauchen nicht nur Getränke, sondern auch etwas Herzhaftes zu essen. Salate sind unpraktisch, Chips und Knabberzeug sowieso immer dabei und alles zum Dippen wird problematisch. Da der Februar bevorsteht, planen Sie vielleicht eine Faschingsparty. Auf einer Faschingsparty wollen die Leute feiern, tanzen, herumalbern und Alkohol trinken.Für solche Gelegenheiten - und immer, wenn es schnell gehen soll - eignet sich ein Flammkuchen hervorragend.

Dies sind die Zutaten, die Sie benötigen:

Die folgenden Mengenangaben sind für ein normal großes Backblech berechnet und ergeben einen Flammkuchen, der für 8 bis 10 Portionen reicht. Sie können aber problemlos zwei Bleche gleichzeitig in den Backofen schieben.

  • 250 g Mehl
  • 20 g Hefe
  • Zucker
  • Salz
  • 4 Esslöffel Öl (möglichst kein Olivenöl)
  • 150 g durchwachsener Speck
  • 200 g Zwiebeln
  • 200 g Crème Fraîche
  • 150 ml Schlagsahne
  • Pfeffer aus der Pfeffermühle
  • Muskatnuss
  • Fett für das Backblech (aber Backpapier geht auch)
  • 2 Esslöffel Schnittlauch (in kleingeschnittenen Röllchen)

Die Teigzubereitung ist wichtig

Sie sollten das Mehl zunächst in eine Schüssel sieben, damit es schön fein wird und nicht so leicht klumpt. Sie werden den Unterschied merken. Dann geben Sie die Hefe mit einer Prise Zucker (einmal kräftig mit den Fingern in den Zucker greifen und über die Hefe streuen) und 1/8 l lauwarmen Wasser in die Mitte des Mehls und verrühren die Zutaten. Sie können hier die Zutaten zunächst noch mit der Hand kurz durchkneten. Dann geben Sie eine Prise Salz und 2 Esslöffel Öl zum Mehl hinzu. Alle Zutaten anschließend mit den Knethaken des Mixers gut durcharbeiten und zu einem glatten Teig verkneten. Lassen Sie den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gut 30 Minuten gehen. Dieser Teil ist wichtig, weil der Teig gut aufgehen soll.

Die Wartezeit nutzen sie am besten für den Belag

In der Zwischenzeit, bis der Teig gut aufgegangen ist, bleiben Ihnen also 30 Minuten für den Belag. Schneiden Sie den Speck in feine Streifen. Anchließend pellen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in dünne Ringe. Den Speck braten Sie in 2 Esslöffel Öl knusprig und heben ihn dann mit einer Schaumkelle aus der Pfanne heraus. Lassen Sie ihn auf etwas Küchenpapier gut abtropfen. In derselben Pfanne und dem noch heißen Speckfett, dünsten Sie die Zwiebeln an bis sie glasig sind, dann von der Platte nehmen. Lassen Sie den Speck und die Zwiebeln kurz ruhen.

Jetzt verrühren Sie das Crème Fraîche mit der Sahne in einer Schüssel und würzen es nach Ihrem Geschmack mit Salz, Pfeffer und Muskat. Wenn die Mischung bzw. der Geschmack stimmt, geben Sie die Zwiebeln und den Speck hinzu und rühren beides vorsichtig unter. Noch einmal abschmecken - und vermutlich nachwürzen.

Der Teig ist fertig

Vermutlich haben Sie genau die 30 Minuten, die der Teig ruhen muss, für all die Arbeiten für den Belag gebraucht. Gutes Timing ist alles! Lassen Sie nun die Sahnemasse mit Speck und Zwiebeln eine Weile durchziehen und widmen Sie sich dem Teig noch einmal gründlich. Stellen Sie zuvor aber den Backofen zum Vorheizen auf 250 Grad (Gas Stufe 5, Umluft 20 Min 225 Grad). Sie müssen ihn noch einmal wirklich gut durchkneten und auf einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegten Backblech dünn ausrollen. Selbstverständlich können Sie auch mehrere Tarte-Formen oder Tortenboden-Kuchenformen nehmen und den Teig auf kleiner Formen als ein Backblech verteilen. Wichtig ist dabei, dass der Boden dünn ausgerollt wird, denn darin unterscheidet sich der klassische, echte Flammkuchen von einem gewöhnlichen Zwiebelkuchen: der Boden ist fest, das Hauptaugenmerk liegt auf dem Belag. Beim Zwiebelkuchen essen Sie meistens mehr Boden als Belag. Wenn Sie also nun den Boden gut ausgerollt und auf dem Blech passend ausgelegt haben, wird der Speckguss gleichmäßig darauf verstrichen. Den Rest erledigt der Backofen.

Lassen Sie Ihren Flammkuchen 25 bis 30 Minuten direkt auf dem Backofenboden backen, aber behalten Sie ihn im Auge, denn jeder Backofen ist anders und der dünne Teig wird schnell fest.

Bis der Flammkuchen fertig ist

Am besten passt natürlich ein Weißwein aus dem Elsass zu diesem klassischen Gericht. Stellen Sie den Wein aber nicht zu so lange kühl. Und bis der Flammkuchen fertig ist, können Sie ihn bereits in eine schöne Karaffe umfüllen. Zum Flammkuchen serviert man am besten einen leckeren, frischen grünen Salat, den Sie nun anrichten können und der auch als Vorspeise gegessen werden kann.

Wenn die Backzeit herum ist, holen Sie den Flammkuchen aus dem Ofen, schneiden ihn in Stücke und bestreuen ihn mit den Schnittlauchstücken. Servieren Sie ihn sofort, dann schmeckt er am besten.

Wenn Sie vorgebacken haben, um reichlich zubereiten zu können, dann lässt sich der Flammkuchen im Ofen bei 50 bis 75 Grad wunderbar aufwärmen und auch warmhalten. So können Sie im Laufe des Abends immer wieder Nachschub holen. Am Ende werden Ihre Gäste vermutlich ohnehin alle in der Küche sein, wie das immer so ist. Sollten Sie Portionen übrig behalten, lassen diese sich hervorragend einfrieren oder in Frischhalteboxen im Kühlschrank bis zum nächsten Tag aufbewahren. Sie können ihn dann kalt essen oder einfach noch einmal im Backofen aufwärmen.

Bon Appetit! Und viel Erfolg für Ihre Party!

E.R.M, ©Elisabeth R. Meier

Elisabeth R. Meier - Elisabeth R. Meier ist Architekturfotografin und Autorin/Bloggerin mit Bachelor in Betriebswirtschaft und 10 Jahren Berufserfahrung im ...

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