Elizabeth George im Porträt

Die Krimiautorin schuf mit Inspektor Lynley eine Kultfigur

Elizabeth George - Debra Hurford Brown
Elizabeth George - Debra Hurford Brown
Sie gilt als Meisterin des Kriminalromans. Statt Blut findet man in den Romane von Elizabeth George lebhafte Figuren mit einer tiefen Psyche.

Als Bestseller-Autorin im Krimigenre bekannt, hat Elizabeth George mittlerweile 14 ihrer Inspector-Lynley-Romane veröffentlicht. „Talent, ein leidenschaftlicher Drang zum Schreiben und Disziplin“ machen laut Elizabeth George einen erfolgreichen Autor aus.

Leben von Elizabeth George

Susan Elizabeth George wurde 1949 in Warren, Ohio geboren. Nachdem ihre Familie ein Jahr später nach San Fransisco zog, wuchs sie in der US-Metropole Kalifornien auf, wo sie Englisch studierte und neben ihrer Tätigkeit als Englisch- und Literaturlehrerin einen Abschluss in Psychologie machte. Noch heute gibt sie Seminare zum Thema „Creative Writing“. Bevor sie ihren heutigen Ehemann heiratete, war ihr erster Mann derjenige, der ihr ihren Computer kaufte und somit den Stein des Schreibens ins Rollen brachte.

Werke und das Schreiben

1983 schrieb Elizabeth George ihren ersten Kriminalroman. „A Great Deliverance“ (Gott schütze dieses Haus) wurde 1988 veröffentlicht und gewann direkt ein Jahr später den Agatha Award und den Anthony Award für das beste Erstlingswerk. Seitdem erscheinen fast jährlich neue Inspector-Lynley-Romane. Neben ihren kriminalistischen Büchern verfasste Elizabeth George ebenso einen Ratgeber für Autoren „Wort für Wort“ und war 2002 die Herausgeberin von „Crime from the Mind of a Woman“.

Inspector Lynley und Barbara Havers

Nicht zuletzt wegen ihres Abschlusses in Psychologie findet man in Romanen von George nur wenige Bluttaten. Viel mehr eröffnet sich dem Leser die Psyche der fein gezeichneten Figuren. Im Mittelpunkt stehen stets Inspector Lynley, ein Lord, der sich stets ausgezeichnet auszudrücken weiß und seine Kollegin Barbara Havers, die aus einem Leben in der Mittelschicht zu Scotland Yard kam und sich lange Zeit um ihre geistig verwirrte Mutter kümmert.

Die Geschichten um Havers und Lynley, die neben der Aufklärung eines Falles auch stets das private Leben beinhalten, spielen in England, ein Land, das George schon von klein auf an begeisterte und faszinierte. Neben ihrem Sitz in Kalifornien besitzt die Autorin ein Wohnung in London, um für weitere Romane zu recherchieren. So lässt sie beispielsweise Lynleys Vergangenheit in einem englischen Elite-Internat spielen. Die Liebe zum Detail ist es, die Georges Leser stets fesselt und ein stimmungsvolles und atmosphärisches Bild von England vermittelt.

Die Meisterin des Kriminalromans

Gerne wird Elizabeth George mit Dorothy Sayers, eine berühmte Kriminalautorin des frühen 20. Jahrhunderts, verglichen. Georges Romane, die stets aus verschiedenen Handlungssträngen bestehen, die sich nach und nach zu einem Ganzen verknüpfen, gehen tief in die Psyche der Figuren. So schafft es George, dem Leser immer wieder einen Einblick in das Denken von Mördern und Angehörigen zu gewähren, ohne dabei Klischees oder überzeichnete Charaktere zu nutzen. Glaubt man, dass der Mörder stets der Gärtner war, liegt man bei George falsch. Immer wieder überrascht George mit genialen und zugleich authentisch wirkenden Fällen.

Deutsche Internetpräsenz von Elizabeth George.

Judith Binias, Judith Binias

Judith Binias - Judith Binias, Jahrgang 1985 freiberufl. Autorin/Regisseurin Kurzvita Abitur: 2005 Regiearbeiten: 2009: J. Binias: "Das ...

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