Englische Traumhochzeit: Keine Kleider-Konkurrenz für Kate

Endlich verheiratet: William und Kate - NDR/Mario Testino
Endlich verheiratet: William und Kate - NDR/Mario Testino
Zur Traumhochzeit von William und Kate kamen viele schöne Prinzessinnen. Kleider-Konkurrenz gab es nicht. Maxima und Co. setzten in der Kirche auf Dezentes.

Bei der englischen Traumhochzeit von Prinz William und Kate liefen am 29. April 2011 viele königliche Gäste über den roten Teppich der Westminster Abbey in London. Dabei setzten Maxima und Co. auf dezente Farben und schlichte Schnitte. Die modische Devise an diesem großen Tag hieß: Nur keine Konkurrenz für die Braut.

Die Brautmutter kam in zartem Hellblau, die Stiefmutter in kühlem Mint

Brautmutter Carole Middleton trug zur Hochzeit ihrer Tochter optimistisches Hellblau. Der Mantel ihres Ensembles war aus leichtem Woll-Crepe mit Satin-Paspeln. Das Kleid darunter aus edler Wildseide (Shantung) mit kurzen plissierten Ärmeln und Taschen. Camilla Parker Bowles, Stiefmutter von Prinz William, entschied sich für einen zweifarbigen Mantel - das Oberteil in kühlem Mint, der Rock mit vielen tiefen Falten in Apricot. Der Schnitt erinnerte an ihr eigenes Brautkleid, das sie bei der Hochzeit (9. April 2005) mit Prinz Charles trug. Es hatte einen schmeichelnden kleinen Stehkragen, war ebenso tailliert, aber natürlich nicht bodenlang.

Die europäischen Prinzessinnen setzten auf dezente Farben

Am Vorabend der Hochzeit hatte die Queen alle royalen Gäste zum großen Dinner ins feine Mandarin Oriental Hotel geladen. Zu diesem Anlass wählten die Gäste für ihre Roben noch kräftige Farben: Victoria von Schweden und Königin Sonja von Norwegen trugen Knallrot, Mathilde von Belgien kam in Orange. Nur Prinzessin Letitzia erschien in traurigem Grau mit viel Spitze. Am Tag der Trauung waren dann bei allen dezente Farben angesagt. Prinzessin Victoria trug ein apricotfarbenes Kleid mit tiefem Dekolleté. Hochgeschlossen erschienen Prinzessin Letizia in Blassrosa und Prinzessin Maxima in Altrosa. Die nächste Braut in diesem Jahr, Charlene Wittstock (Hochzeit mit Fürst Albert von Monaco am 2. Juli 2011), kam ganz unscheinbar in einem beigefarbenem Mantel.

Das Kleid des Tages: Ein Traum mit viel Spitze

Der Augenblick wurde am Hochzeitstag mit Hochspannung erwartet, die Überraschung war nicht sehr groß. Als Kate Middleton um 11.50 Uhr vor der Westminster Abbey im Brautkleid aus dem Rolls Royce kletterte und die Stoffberge ihres wunderbaren Kleides endlich sortiert waren, stand fest: Kate blieb auch an ihrem größten Tag vor allem ihrem klassischen Stil treu statt die neuesten Brautkleid-Trends mitzumachen.

Das Brautkleid wurde von Sarah Burton entworfen, strahlte nicht Knallweiß sondern war dezent elfenbeinfarben, es hat einen schmalen V-Ausschnitt, lange Ärmel aus aufwändiger Spitze, eine schmale Korsage und einen weiten Rock mit langer Schleppe (2,70 Meter).

Die Designerin Sarah Burton (36) ist Kreativdirektorin des englischen Modehauses Alexander McQueen. Sie hat das Brautkleid in enger Abstimmung mit Kate Middleton entworfen. Die Braut wollte Klassisches (Schnitt und Seidenstoff) mit Modernem (Stickerei mit ungewöhnlichen Blumenmotiven wie Kleeblatt, Distel, Osterglocke) kombinieren und unbedingt Kunsthandwerker aus England beauftragen.

Quellen: The Royal wedding, ARD-Live-Übertragung am 29. April 2011

Elisabeth Hilde, Hilde

Elisabeth Hilde - Freie Autorin für Zeitschriften und Sachbuch-Verlage Schwerpunkt-Themen: Gesunde Ernährung, Diäten, Psychologie, ...

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