
- Entspannung finden beim Stricken - Andrea Fettweis
Wer beruflich oder familiär stark beansprucht wird und abends oft erschöpft auf die Couch sinkt, wird nicht selten feststellen, dass es mit dem Abschalten nicht so leicht klappt. Man fühlt sich zwar müde und ausgepowert, aber das Gehirn läuft noch auf Hochtouren. Die Geschehnisse des Alltags beschäftigen die Gedanken meist noch eine ganze Weile, bevor sie endlich zur Ruhe kommen können. Eine gute Möglichkeit, sich auszubalancieren, ist sportliche Aktivität, doch nicht jeder mag körperliche Anstrengung am Abend. Vor allem, wenn es spät geworden ist, kann sie darüber hinaus das Einschlafen verzögern. Eine stille Beschäftigung wie Malen, Basteln oder Stricken kommt dem Bedürfnis nach einer beruhigenden Tätigkeit am ehesten entgegen.
Meditatives Malen zur Entspannung
Wer gern mit Pinsel und Farben umgeht, hat ein ideales Medium, um den Alltag abzuschütteln und sich wieder auf sich selbst zu besinnen. Einsteiger sollten sich zunächst einfache Motive aussuchen, um nicht unter Stress zu geraten, denn es geht ja in erster Linie darum, sich zu lockern. Gut geeignet sind Acrylfarben, da sie unkompliziert zu verarbeiten sind und schnell trocknen. Bevor Sie zum Pinsel greifen, setzen Sie sich einen Moment still hin und betrachten nur die Farben, die Sie vor sich liegen haben. Am einfachsten ist es, wenn Sie sich auf die zwei Farben beschränken, nach denen Ihnen zumute ist. Versuchen Sie, damit den Malgrund zu füllen, egal in welcher Art und Weise. Ob Sie abstrakte Formen oder reale Gegenstände gestalten: Wichtig ist, dass Ihnen die Gestaltung Spaß macht! Probieren Sie auch mal den Spachtel für einen ungezwungenen Farbauftrag oder benutzen Sie die Finger. Sinnlicher geht es kaum!
Einfach zauberhaft: Gestalten mit Papier
Schon aus einem einfachen Quadrat aus Papier lässt sich eine Vielzahl an Formen schaffen, die immer wieder faszinieren und inspirieren: Mit Origami, der traditionellen Faltkunst aus Ostasien, können Sie nicht nur ein preiswertes, sondern auch äußerst beruhigendes Hobby entdecken. Sie brauchen dafür weder Schere noch Klebstoff und können dieser Beschäftigung jederzeit nachgehen, daher ist sie sogar eine ideale Entspannungsform für die Mittagspause im Büro! Beginnen Sie zunächst mit einfachen Formen, für die es auch Vorlagen im Internet gibt. Wer sich an anspruchsvollere Modelle heranwagen möchte, findet in vielen Büchern traditionelle und moderne Formen zum Nacharbeiten. Fertig zusammengestellte Boxen mit Papier und Handbuch ermöglichen den sofortigen Einstieg in die Kunst des Origami.
Stricken und Chillen: Wellness mit Wolle
Es muss ja nicht gleich ein Pullover sein: Wer noch nicht so viel Übung im Stricken hat, ist auf jeden Fall mit einem einfachen Modell wie einem Schal oder einer Kissenhülle bestens beraten. Durch die neuen Wollsorten wirken selbst schlichte Teile raffiniert und effektvoll. Im Wesentlichen kommt es ja darauf an, dass Sie sich bei Ihrem Hobby wohl fühlen und loslassen können. Wenn Ihnen Ihr erstes Werk nicht so gut gelingen sollte, können Sie es immer noch in die Waschmaschine geben: Aus dem verfilzten Strickteil lassen sich viele nette Accessoires, zum Beispiel Stulpen oder Armbänder, oder sogar eine kleine Tasche herstellen. Erfahrene Stricker können sich an die neuesten Sockenmodelle oder an Wohnaccessoires heranwagen. Sogar Ideen für Schmuck lassen sich mit Wolle verwirklichen.
Basics für die kreative Entspannung
Für welche kreative Beschäftigung Sie sich auch entscheiden: Sorgen Sie für eine behagliche Atmosphäre und lassen Sie sich nicht stören! Besonders wenn man beruflich mit vielen Menschen zu tun hat, braucht man am Abend oder auch in der Mittagspause einen Rückzugsort, an dem man sich ungestört fühlt. Seien Sie für eine Weile nicht erreichbar und stellen notfalls das Telefon und die Türklingel ab! Hilfreich kann dagegen leise Musik sein, die Sie im Hintergrund laufen lassen, oder ein kleiner Tischbrunnen, der durch sein Wasserplätschern zusätzlich entspannt.
