Das Wort „Drama“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Handlung“. Das geschlossene Drama, das aristotelische Theater, oder auch Klassisches Theater genannt, entstand im 5. Jh. vor Christus. Es ging aus einem kultischen Fest um den griechischen Gott Dionysos (Gott des Weines, der Ekstase und des Rausches) hervor.

Ein Drama war ursprünglich ein Theaterstück mit Textgrundlage. Während Dramen heute oft nur noch gelesen werden, gab es damals viel mehr Aufführungen. Der Besuch solcher Aufführungen war oftmals nur der höheren Bevölkerungsschicht vorbehalten.

Der griechische Philosoph Aristoteles begründete ca. 350 v. Chr. den Beginn des Dramas. Heutige Dramen unterscheiden sich aber in der Regel stark von den damaligen Dramen. Berthold Brecht entwickelte das Epische Theater ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Dionysien – Entstehung des aristotelischen Teaters

Festspiele, die zu Ehren dieses Gottes abgehalten wurden, nannte man Dionysien. Sie waren Wettbewerbe unter Dichtern und dauerten 6 Tage. Bei den Dionysien traten 3 Dichter an und gaben jeweils drei Tragödien und ein Satyrspiel, zum Besten. Die Satyrspiele waren heitere Vorträge, die eine befreiende Wirkung, nach den vorgetragenen Tragödien, hatten. Behandelt wurden hier größtenteils Inhalte aus Mythen und Sagen.

Bei diesem festlichen Anlass, der jährlich im März oder April stattfand, gab es zudem noch Umzüge, Opfer und Komödien.

Die Entstehung der antiken Tragödie fand hier ihren Ursprung, in dem Chöre zusammen mit Schauspielern, Heldengeschichten und Mythen, zum Besten gaben. Dramen setzten sich oft mit politischen Problemen, kombiniert mit Mythen auseinander. Themen waren Gegensätzliches, wie beispielsweise, Mensch und Gott, Schuld und Sühne. Typisch war der von den Göttern vorgesehene Konflikt und die daraus resultierende ausweglose Situation der betreffenden Person. Egal was sie tat, sie machte sich schuldig.

Sophokles – bekanntester Dichter seiner Zeit

Einer der bekanntesten Dichter dieser Zeit war Sophokles. Er schrieb 123 Dramen, von denen heute nur noch etwa 7 erhalten sind. Sein bekanntestes Werk ist „Antigone“. Außerdem gewann er 18 mal die Dionysien. Schauspieler hatten im antiken Griechenland ein sehr hohes Ansehen und im Laufe der Zeit erhöhte sich die Zahl, der an einem Stück beteiligten Schauspieler, von einst einer Person, auf drei. Die Darsteller waren durchweg männlich, trugen hohen Kopfschmuck, zudem eindrucksvolle Masken und erhöhte Stiefel.

Drama - eine literarische Grundgattung

Das Drama gehört neben der Epik und der Lyrik zu den drei literarischen Grundgattungen. Ein Drama ist ein Theaterstück mit Textgrundlage, welches für die Aufführung auf Bühnen gedacht ist. Ein Drama besteht aus 5 Akten und beliebig vielen Szenen. Die Szenen beinhalten Dialoge und teilweise Monologe.

Quelle: vdeutsch.eduhi.at

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