Das Immunsystem hat die Aufgabe, alle "Feinde“ abzuwehren, egal, ob es sich dabei um Bakterien, Viren, Karzinogene oder andere Fremdstoffe handelt, die in den Körper eingedrungen sind. Um diese vielfältige Aufgabe zu meistern, braucht das Immunsystem Enzyme. Deren Wirkdauer ist allerdings begrenzt, daher müssen sie regelmäßig erneuert werden. Ist das Immunsystem geschwächt, ist auch die Enzymaktivität vermindert oder sogar defekt.
Tumorpatienten und Thrombosen
Das Interesse an Enzymen begann mit der Entdeckung, dass viele Tumorpatienten zu Thrombosen neigen. Zwischenzeitlich ist bekannt, dass diesen Patienten drei Enzyme fehlen. Zwei dieser Enzyme lösen Gerinnsel auf, das dritte Enzym stimuliert die Makrophagen, deren Aufgabe es ist, Blutfaserstoffe aufzuspalten. Wie wir bei Krebserkrankungen herausgefunden haben, wachsen Zellen besonders unkontrolliert unter einer schützenden Fibrinschicht. Wird diese Fibrinschicht jedoch aufgelöst und entfernt, können die Killerzellen des Immunsystems das Krebsgewebe zerstören.
Zellen entarten überall
Entartete Zellen sind bösartige Zellen. Aus ihnen kann sich eine Krebsgeschwulst entwickeln. Das muss aber nicht sein. Im Gegenteil, es ist sogar durchaus normal, dass unser Körper täglich zwischen 100 und 10.000 entartete Zellen bildet. Doch die werden von enzymgesteuerten Antikörpern und aktiven Immunzellen rasch vernichtet. Wenn aber unser Immunsystem geschwächt ist, können entartete Zellen an einem Organ andocken und festkleben. Dabei bilden sie die bereits erwähnte Fibrinschicht und sie sind nun vor den Angriffen des Immunsystems geschützt. Jetzt können sie unkontrolliert wachsen, womit ernste Probleme beginnen. Menschen mit einem starken Immunsystem bekommen erfahrungsgemäß keinen Krebs. In einem gesunden Körper kann kein Krebs wachsen.
Enzyme steigern die Immunkräfte um 700 Prozent!
Wie der Privatdozent Dr. A.E. Leskovar in München beweisen konnte, steigert die regelmäßige Einnahme von Enzymen in kürzester Zeit die Anzahl der Makrophagen um 700 Prozent. Die Anzahl der Killerzellen stieg sogar um 1300 Prozent. Da sowohl die Makrophagen als auch die Killerzellen bei der Krebsbekämpfung außerordentlich wichtig sind, lassen sich mit Enzymen bei Krebs in allen Stadien beachtliche Therapieerfolge erzielen.
Enzyme können zu einem beachtlichen Prozentsatz verhindern, dass ein Tumor weiter wächst. Vorzugsweise werden die Enzyme als Injektionen direkt in den Tumor gespritzt. Falls ein krankes Organ nicht durch Injektionen erreicht werden kann, hilft die orale Zufuhr, das heißt, der Patient nimmt seine Enzyme in Form von Tabletten zu sich.
Enzymtherapie statt Chemotherapie?
In Studien, die ihre Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip auswählten, wurden Tumorpatienten verglichen, die unterschiedlich behandelt wurden. Bei den Patienten, die Enzyme einnahmen, wurde eine Sterblichkeit von 23 Prozent ermittelt. Die gleiche Rate wurde auch für diejenigen Patienten errechnet, die herkömmliche Chemo- und Bestrahlungstherapien erhalten hatten. Allerdings mußten diese Patienten massive Nebenwirkungen in Kauf nehmen, die ihre Lebensqualität minderte. Werden nun Enzyme als Begleittherapie zur Chemo und zu den Bestrahlungen gegeben, sprechen die Patienten eher auf die Therapie an und haben weniger Nebenwirkungen. Das deutet auf die große Bedeutung der Enzymtherapie in der Krebsheilkunde hin.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
Studien zu Enzyme erhalten Sie auf Anfrage bei der Autorin.
