
- Ziel ist die Eisenbahnhochbrücke - eonhanse
Seit 2001 findet alljährlich auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) in Schleswig-Holstein das härteste und längste Rennen der Welt im Ruder-Marathon statt. Hier messen alljährlich die besten Ruder-Mannschaften der Welt ihre Kräfte. Auch 2011 starten unmittelbar nach den Ruder-Weltmeisterschaften in Bled (Slowenien) die Achter verschiedener Nationalmannschaften über die ungeheuer lange und kräftezehrende Strecke über 12,7 Kilometer von Breiholz bis zur Ziellinie unter der Eisenbahnhochbrücke mit Schwebefähre in Rendsburg. Die Schwebefähre soll Unesco-Weltkulturerbe werden. Selbst der Schiffsverkehr auf der meist befahrenen Wasserstraße der Welt wird auf dieses Rennen Rücksicht nehmen. Die Sportler selbst werden aber keinen Blick für „die großen Pötte“, die Traumschiffe und die Sehenswürdigkeiten links und rechts der Strecke haben.
Die Teilnehmer
Start ist am 11. September gegen 12.00 Uhr auf dem NOK in Breiholz. Auch in diesem Jahr wird sich wieder die Weltelite auf den Kanal-Kilometern 50 bis 62,725 ein hartes Rennen liefern. Besonders erfreulich ist, dass die USA es sich am zehnten Jahrestag von „nine-eleven“ nicht nehmen lassen, mit ihrer Top-Besetzung zu starten. Großbritannien verzichtet aber auf einen Start. Wie intern verlautet, sind der Druck und die Erwartungshaltung ein Jahr vor den Olympischen Spielen 2012 in London zu groß, um den Trainingsaufbau des britischen Achters für dieses Rennen zu unterbrechen. Erstmals dabei ist Australien, der Bronzemedaillengewinner bei den Weltmeisterschaften 2010. Natürlich ist auch der Deutschland-Achter am Start. Er ist nunmehr seit 30 Rennen ungeschlagen und gewann jüngst am 1. September in Bled/Slowenien zum dritten Mal in Folge die Ruderweltmeisterschaft, in diesem Jahr vor Großbritannien und Kanada. Das Feld wird vervollständigt durch den starken Achter der Niederlande, der in Bled Sechster wurde.
Die bisherigen Sieger
Auch an den Siegern und Platzierten vergangener Jahre lässt sich der internationale Wert dieser inzwischen international bedeutenden Veranstaltung ablesen. In den ersten vier Jahren seit der Einführung des Ruder-Marathons gewann jeweils der Deutschland-Achter den „Kanal-Cup“, wie er früher hieß. Im Jahr 2005 gewann der erstmals teilnehmende Cambridge-Achter vor Deutschland, den USA, den Niederlanden und Großbritannien.
2006 siegten die USA vor Deutschland. Cambridge wurde nur den Fünfter.2007 siegte Deutschland vor den USA und den Niederlanden.2008 gewann Deutschland vor Olympiasieger Kanada. 2009 siegte Deutschland vor Kanada, den USA und Großbritannien.2010 siegte Großbritannien 2 vor Deutschland, Großbritannien 1, dem deutschen U23-Achter und den USA.
Das Rahmenprogramm
Am Fuße der Eisenbahnhochbrücke, auch "Eiserne Lady" genannt, sorgt der Titelsponsor der Veranstaltung zusammen mit dem Veranstalter, der Canal-Cup Projekt GmbH, bei der über drei Tage vom 9. bis 11. September dauernden Veranstaltung mit einem bunten Rahmenprogramm für volksfestähnliche Stimmung durch tatkräftige Unterstützung des NDR. Dafür wird in der Nähe des Ziels direkt am Kanal unmittelbar neben der großen Video-Wand, über die das gesamte Rennen verfolgt werden kann, die NDR-Bühne aufgebaut. Dort treten zum Beispiel am 9. September die Münchner Freiheit und am 10. September Liedermacher Michy Reincke auf. Auf dem Wasser steht im Rahmenprogramm Rudersport für alle mit Fun-Rennen, Drachenbootrennen, Promirudern sowie Open Ship im Kreishafen im Vordergrund.
Wenn am 11. September sich gegen 12.00 Uhr die Fallschirmspringer aus einer Transall stürzen und mit den Flaggen der am Achter-Ruder-Marathon-Rennen beteiligten Nationen einschweben, dann fällt der Startschuss für den sportlichen Ernst des Ruder-Marathons.
Quellen: Eon-Hanse, eonhansecup.de
