
- Internationale Erfahrung mit Erasmus - Gerd Altmann / PIXELIO.de
Erasmus ist ein Programm der Europäischen Union, das Studierende dabei unterstützt, ein oder zwei Semester lang im europäischen Ausland und in weiteren Ländern (etwa der Türkei) zu studieren. Alternativ können sie dort auch ein Praktikum absolvieren. Dabei sammeln sie wertvolle Auslandserfahrungen.
Wozu dient ein Auslandssemester?
Die Gründe für ein Studium im Ausland sind zahlreich – hier nur ein paar Beispiele: Zukünftige Arbeitgeber legen oft Wert auf internationale Erfahrungen oder Kenntnisse von Fremdsprachen, die im Ausland erworben wurden. Dazu kommt das eigene Interesse, neue Sprachen und Kulturen kennen zu lernen und nicht zuletzt der Wunsch nach Abwechslung und neuen Herausforderungen. Warum jedoch nicht gleich in die USA gehen oder nach Australien? Im Vergleich zu Studienaufenthalten in Übersee sind Aufenthalte in Europa auch für den schmaleren Geldbeutel erschwinglich. Nicht nur bei den Flugtickets lässt sich hier sparen, sondern auch bei Kosten für Einreisebestimmungen, ganz abgesehen von den Studiengebühren. Studierende des Erasmus-Programms sind von den Studiengebühren an der Gasthochschule befreit. Sie tragen lediglich die Studiengebühren für die Hochschule, in der sie im Heimatland eingeschrieben sind.
Die Organisation des Studiensemesters
Durch die Organisation des Studiensemesters über die eigene Hochschule geschieht eine bestmögliche Anerkennung der Studienleistung, die an der Gasthochschule erbracht wird. So können Studierende ihr Auslandssemester in ihren Studienablauf integrieren und es ist nicht erforderlich, das Studium deswegen zu verlängern oder zu unterbrechen. Zusätzlich zur Befreiung von den Studiengebühren an der Gasthochschule erhalten Stipendiaten monatliche Zuschüsse, die dabei helfen, die entstehenden Kosten durch den Aufenthalt im Ausland zu finanzieren. Außerdem können Studierende zusätzlich zum Erasmus-Stipendium BAföG beziehen. Die Gasthochschulen sind oft schon auf Erasmusstudenten vorbereitet: So bieten sie zum Teil extra Vorlesungen an, die den Bedürfnissen der Studenten aus dem Ausland entsprechen, helfen bei der Wohnungssuche, organisieren Ausflüge oder spezielle Sprachkurse, die schon vor Beginn eines Semesters vor Ort besucht werden können.
Die Bewerbung und Vorbereitung für das Erasmus-Programm
Bewerben können sich Interessenten über ihre Hochschule, sofern diese Teilnehmer des Erasmus-Programmes ist. Dort bekommen sie auch genauere Informationen über den Ablauf und Inhalt der Bewerbung. Hier gibt es Ansprechpartner dazu, sogenannte Hochschulkoordinatoren. Zu beachten ist, dass die Hochschulen zumeist eine begrenzte Anzahl von Stipendien anbieten, die nach unterschiedlichen Kriterien (zum Beispiel Notenspiegel) vergeben werden. Außerdem gilt es Bewerbungsfristen einzuhalten und rechtzeitig mit den Vorbereitungen zu beginnen. Dazu gehört das Erlernen oder Vertiefen der Sprache des Gastlandes genauso, wie sich kümmern um Versicherungen, Flugtickets, Wohnungssuche und vieles mehr.
Ganz sicher gibt es selbst bei guter Planung und Vorbereitung manches Unvorhersehbare, das ein Leben in einer fremden Kultur mit sich bringt. Doch wer bereit ist, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, wird sicher das ein oder andere unvergessliche Erlebnis mit nach Hause bringen.
