Ob mit Mascarpone, Schlagsahne oder Vanilleeis: Selbst gepflückt schmecken Erdbeeren gleich dreimal so gut. Das Beste daran: Was direkt in den Mund wandert, wird hinterher beim Wiegen nicht abgerechnet.

Erdbeer-Plantagen in der Nähe finden

Wann die Pflücker-Saison startet, hängt vom Wetter ab. Meist geht es Ende Mai, Anfang Juni los. Wer seine Lieblings-Plantage noch nicht gefunden hat, der findet im Internet auf der Seite selbst-pfluecken Adressen von hunderten Erdbeer-Höfen - nach Postleitzahl sortiert. Selbst Großstädter müssen sich nicht mit Supermarkt-Beeren zufrieden geben: In München, Dresden und Hamburg gibt es teilweise gleich mehrere Erdbeerfelder im Stadtgebiet. Auch in Berlin und Brandenburg gibt es viele Adressen zum selber pflücken.

Erdbeer-Karte: Auf einen Blick

Die Betreiberin des Food-Blogs "Fool for Food" hat sich die Mühe gemacht und bei Google Maps eine eigene Erdbeer-Karte gebastelt. Auf einen Blick finden Sie hier Plantagen in Ihrer Region.

Je später der Sommer, desto günstiger die Preise

Etwa zwei Euro kostet das Kilo Erdbeeren, wenn man selber erntet. Auf Biohöfen sind es meist um die drei Euro. Dabei schwanken die Preise im Laufe des Jahres: Zu Beginn des Sommers sind die roten Früchtchen mit vier bis fünf Euro am teuersten. Später wird es günstiger, denn bevor das Obst nach einem langen heißen Sommer auf den Feldern verdirbt, verkaufen die Bauern es lieber billiger. Jetzt lohnt sich das Selbstpflücken sogar zum Marmeladekochen. Sparfüchse pflücken unter der Woche, denn dann ist es bei einigen Höfen billiger. Am besten telefonisch anfragen!

Tipps für die Erdbeer-Ernte

  • Wählen Sie ein Feld, dass weitab von verkehrsreichen Straßen liegt. So ist die Schadstoff-Belastung am geringsten.
  • Reife Früchte sind gleichmäßig rot, glänzend und fest. Stiel und Kelchblatt sind kräftig grün.
  • Die beste Ernte-Zeit ist früh morgens, dann sind die Beeren am frischsten.
  • Pflücken Sie den Stiel und die Blättchen drumherum mit ab. So verhindern Sie, dass der Saft ausläuft.
  • Nicht direkt nach dem Regen pflücken: Nass geerntete Erdbeeren verlieren viel von ihrem Aroma.
  • Übertreiben Sie es nicht beim Pflücken: Schon nach drei Tagen verlieren die Früchte an Geschmack. Kommen sie lieber noch einmal.
  • Schlagen Sie sich beim Pflücken nicht zu sehr den Bauch voll. Das ist unfair dem Bauern gegenüber.

Warum selber pflücken?

Klar: Bei allem Spaß ist die Pflückerei auch mühsam. Doch einiges spricht dafür, die Erdbeerernte selbst in die Hand zu nehmen.

  • Supermarkt-Erdbeeren sind oft vor der optimalen Reife gepflückt worden, damit sie nicht zermatscht beim Kunden ankommen. Doch Erdbeeren reifen nach der Ernte nicht nach - wie beispielsweise Äpfel oder Bananen.
  • Wer selber pflückt, bei dem landen nur dir besten Frückte im Körbchen.
  • Für Kinder ist das gemeinsame Pflücken auf dem Feld nicht nur lecker, sondern auch lehrreich.
  • Der beste Grund: Es macht einfach Spaß!
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