
- Karies am Kindergebiss - zahnarzt-peterke.de/nav/1/9/3/gallery/karies
Im Mundraum auftretende Erkrankungen sind meist sehr unangenehm und eventuell sehr schmerzhaft. In einigen Fällen kann nur der ärztliche Eingriff helfen, bei einigen Erkrankungen reicht es, lediglich die Ursachen zu behandeln. Schlimme Erkrankungen, wie beispielsweise die Glossitis gummosa müssen in ihrer zugrunde liegenden Krankheit behandelt werden, da im schlimmsten Fall der Tod eintreten kann.
Karies
Karies, die Zahnfäule, ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit der Zähne. Verschiedene Bakterien der Mundhöhle leben von den Kohlenhydraten aus unserer Nahrung und wandeln sie in Säuren um. Diese Säuren greifen den Zahn an und entkalken ihn, zunächst den äußeren Zahnschmelz und dann das Zahnbein (Dentin). Wenn der Säureangriff immer wieder an derselben Stelle stattfindet, entsteht durch die Entkalkung ein regelrechtes Loch im Zahn. Eine Tüte Süßigkeiten, die innerhalb einer Stunde aufgegessen wird, schadet den Zähnen weniger als der Verzehr der gleichen Menge Süßigkeiten über den ganzen Tag verteilt. Die Kariesbakterien können dann den ganzen Tag die Säuren produzieren, die den Zahn entkalken. Die Reparaturmechanismen im Speichel, die eine beginnende Entkalkung wieder auffüllen können, haben bei dauerndem Zuckernachschub nicht genug Zeit, den Speichel zu neutralisieren und so den Säureangriff zu stoppen. Unter Umständen spürt man das Loch im Zahn erst, wenn die Karies schon das Innere des Zahns erreicht hat. Oft ist von außen nur eine kleine Verfärbung zu sehen, während die Zerstörung im Inneren des Zahns schon so tief reicht, dass er als lebender Zahn nicht mehr zu erhalten ist. Karies kann allein der Zahnarzt behandeln, aber man kann natürlich durch verschiedene Maßnahmen der Karies vorbeugen.
Kariesprophylaxe - Vorbeugung
- Regelmäßige Reinigung der Zähne von Speiseresten nach jeder Mahlzeit
- Entfernung des bakteriellen Zahnbelags (Plaque) durch gründliches Zähneputzen mit Zahnpasta
- Einschränkung des Konsums von Süßigkeiten. Kann man dem Naschen nicht widerstehen, sofort danach die Zähne putzen
- Härtung des Zahnschmelzes durch Fluoredierung (Zahnpasta mit Fluorid verwenden)
- Zähne können im Jugendalter mit flüssigem Kunststoff versiegelt werden, diese Methode reduziert die Karieshäufigkeit um 50 - 90%
Stomatitis - Entzündung der Mundschleimhaut
Ursachen:
Die Ursachen der Stomatitis sind mangelhafte Mund- und Zahnhygiene, entzündliche Veränderungen der Mundschleimhaut durch Magen- und Darmerkrankungen, eine Bläschenbildung im Mund durch Giftstoffe in der Nahrung, schwere Abwehrschwäche und Infektionskrankheiten, Kontaktallergien gegen Metalle oder Kunststoff (Zahnspangen, Füllungen, Kronen, Brücken), Verletzungen und Druckstellen (hervorgerufen durch scharfkantige Zähne, Füllungen, Prothesen), Mangelernährung (Vitaminmangel), Mundtrockenheit (Speicheldrüsenstörung, Arzneimittelnebenwirkung, Strahlentherapie, Stress, Depression, Zuckerkrankheit, hohes Alter), Herpesinfektion und Pilzbefall.
Das Krankheitsbild zeigt sich in Berührungsschmerz bei der Nahrungsaufnahme und erschwertem Kauen.
Das Diätprinzip besteht in dem Vermeiden von mechanischen, chemischen und thermischen Reizen durch die Nahrung. Die Diätbehandlung bei einer Stomatitis ist relativ einfach durchzuführen und kann prinzipiell wie der Kostaufbau bei einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür erfolgen.
Empfohlen:
- reizlose, weiche, vorwiegend gekochte, mundwarme Kost
- Tee, evtl. mit Traubenzucker, Schleimsuppen mit Milch und Butterzusatz
- milde Breie aus Sago oder Grieß, angereichert mit Sahne, Butter, Eigelb
- Reisgerichte, Teigwaren, Kartoffelbrei, sehr weiche Backwaren, zartes, evtl. passiertes Fleisch, Geflügelfleisch, Kochfisch, milde Quarkspeisen
- später Zugabe von zartem, gekochtem Gemüse
Zu meiden:
- gesalzene, gepfefferte, saure, stark gesüßte Speisen und Getränke
- rohes Obst
- Alkohol und Nikotin
Weitere entzündliche Mundhöhlenerkrankungen sind beispielsweise die Glossitis (Entzündung der Zunge), die Glossitis dissecans (tiefe, schmerzhafte Einrisse auf der Zunge), die Glossitis gummosa (3. Stadium der Syphilis - chronische Geschlechtskrankheit, verläuft in 3 Stadien, kann ohne Behandlung alle Organe befallen und zum Tod führen), die Parodontitis (chronische Infektionskrankheit des Zahnhalteapparates - Parodontium, beginnt als Entzündung des Zahnfleischs), das Plummer-Vinson-Syndrom (Trockenheit und Schmerz im Rachen und Kehlkopf durch Schleimhautatrophie - Rückbildung von Gewebe, bzw. Gewebeverlust) und die Dysphagie (Störung des Schluckaktes, meist mit einer Passagebehinderung in der Speiseröhre).
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
