Erster deutscher Tourismus-Krimi

Selfkant-Krimi von Baeumer und Becker verbindet Realität und Fiktion

Mercator, Mord un Möhren - Selkant-Verlag
Mercator, Mord un Möhren - Selkant-Verlag
Der Krimi von Albert Baeumer und Alfred Bekker ist Ende 2007 erschienen und verbindet in einem originellen Konzept Tourismus, Business und die Region Selfkant.

Der laut Verlag erste deutsche Tourismuskrimi "Mercator, Mord und Möhren" findet seinen Schauplatz im äußersten Westen Deutschlands, in der Euregio Maas-Rhein. Die Region Selfkant mit den drei Gemeinden Gangelt, Waldfeucht und Selfkant wird damit zur Krimi-Location. Der Selkant gehört zu den so genannten Zipfelgemeinden Deutschlands, die jeweils am weitesten im Norden, Süden, Westen und Osten der Bundesrepublik liegen.

Symbiose zwischen Fiktion und Realität

Der aus Gangelt stammende Autor Albert Baeumer hat sich für diesen Kriminalroman mit dem bekannten Krimischreiber Alfred Bekker zusammengetan. Das Autorenduo nimmt ein historisches Verbrechen aus dem Mittelalter als Anlass für den Roman, der bis in die Gegenwart reicht und auch von Morden in unserer Zeit erzählt Die Umsetzung einer Symbiose zwischen Fiktion und Wirklichkeit mit realen Personen und Schauplätzen ist eine interessante Form, den Lesestoff darzubieten. Die Autoren lassen Georg Schmitz, den bekannten „rasenden Reporter“ der Region, einige Abenteuer im Stil des investigativen Journalismus bestehen. In der Story steckt viel Dynamik und Bewegung sowie einige Überraschungsmomente. Der erste deutsche Tourismusrimi stellt lokale Protagonisten und einen Kriminalfall an Schauplätzen in den Mittelpunkt, die für Einheimische, Touristen und Kulturinteressierte real zu erleben und aufzusuchen sind. Dadurch entsteht für die Leser ein Wiedererkennungswert und die Möglichkeit, die Story besonders realitätsnah zu erleben.

Überwiegend authentische Personen

Der Selfkant-Krimi unterscheidet sich also im Wesentlichen von anderen Romanen dadurch, dass überwiegend reale Persönlichkeiten aus der Selfkantregion mit von der Partie sind. Außer Täter und Opfer sind alle Beteiligten quick-lebendig. Dieser Krimi wartet aber auch mit einer weiteren Besonderheit auf. Ein Novum auf dem deutschen Buchmarkt dürfte die Integration von realen Personen, aktivem Tourismus und einem Gutschein­­konzept sein. Dadurch sollen Geschäftsleben und Tourismus in der westlichsten Region Deutschlands, dem Selfkant, verstärkt aktiviert werden.

Integration von Freizeitgutscheinen

Die Kombination aus Business und Tourismus hat zum Ziel, auch überregional interessierte Entdecker auf die Selfkantregion neugierig zu machen. Mit 28 Freizeitgutscheinen aus dem Bereich Tourismus wird für die Attraktivität des Selfkants geworben. Weiterhin ist dem Kriminalroman eine regionale Tourismus­karte mit den Highlights des Selfkants beigefügt. So ist gewährleistet, dass der Leser die attraktiven Örtlichkeiten wie zum Beispiel die neuen Erzählcafés und Gastronomieunter­nehmen besuchen und die Gutscheine einlösen kann. Die spezielle Landkarte der Selfkantregion zeigt auch Knotenpunkte für Wanderer und Radfahrer auf und ist mit den entsprechenden GPS-Koordinaten der beteiligen Kooperationspartner ausgestattet.

Entdeckung einer Region

In diesem Sinne ist der Tourismuskrimi eine Einladung an neugierige Leser, die touristisch interessante Region im äußersten Westen Deutschlands zu erschließen oder auch neu zu entdecken.

Albert Baeumer, Alfred Bekker: Mercator, Mord und Möhren - Hetzjagd durch den Selfkant. Selfkant-Verlag 2007. Broschiert, 215 Seiten. Euro 19,90.

Hartmut Hermanns - Dipl.-Kaufmann (FH), BWL-Studium an der Fachhochschule Aachen/Fachbereich Wirtschaft. Berufliche Stationen waren nach einer 8-jährigen ...

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