Eurovision Song Contest 2011: Überraschungen im ersten Halbfinale

Eurovision Song Contest: Stella Mwangi - Haba Haba - Ernst Vikne
Eurovision Song Contest: Stella Mwangi - Haba Haba - Ernst Vikne
Im 1. Halbfinale des Eurovision Song Contest 2011 gab es am 09.05.2011 einige Überraschungen. So sind Norwegen, die Türkei und Armenien ausgeschieden.

Düsseldorf - Während Stefan Raab und Anke Engelke versuchten mit Französisch und Klamauk die TV-Zuschauer in ganz Europa auf ihre Seite zu ziehen und die Moderatoren Peter Urban und Steven Gätjen über eine halbe Stunde aufgrund von Tonproblemen über das Telefon moderierten, überstrahlte Judith Rakers alles, was das deutsche Fernsehen zum ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest 2011 aufgefahren hatte. Die Tagesschau-Sprecherin präsentierte sich nicht nur als das schönste deutsche TV-Gesicht des Abends, sondern moderierte souverän gemeinsam mit Raab und Engelke das erste Halbfinale in Düsseldorf. Aus 19 Halbfinalisten wurden die ersten 10 Finalisten für den 14. Mai 2011 gesucht. Die sogenannten "Big Five" Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien sind automatisch für den Samstag qualifiziert.

"Haba Haba" und "Boom Boom" blieben im Halbfinale von Düsseldorf auf der Strecke

Die 16.000 Zuschauer in der Düsseldorfer Arena erlebten neben einer tollen Bühnenshow mit spektakulären Lasereffekten echte Grand-Prix-Atmosphäre - ein toller Vorgeschmack auf das Finale des Eurovision Song Contest 2011. Anke Engelke, geboren in Montreal (Kanada), beeindruckte auf der Bühne mit ihrer Dreisprachigkeit und war aufgrund dieser Fähigkeit ein wichtiger Baustein des Moderatorentrios. Nach den Prognosen im Vorfeld waren die Fans in der Arena und die heimischen TV-Zuschauer vor allem auf Emmy aus Armenien und Stella Mwangi aus Norwegen gespannt. Beide wurden im Vorfeld mindestens für die Top Ten im Finale gehandelt. Doch mit "Boom Boom" und "Haba Haba" trällerten die beiden an dem Musikgeschmack der Europäer vorbei und schieden überraschend im Halbfinale von Düsseldorf aus. Ebenfalls überraschend mussten Yüksek Yadakat aus der Türkei mit "Live it up" die Segel streichen. Die Mischung aus den Scorpions und Tarkan kam ebenfalls nicht wirklich bei den Europäern an.

Heimlicher Star des Abends war der finnische Vertreter beim Eurovision Song Contest 2011, Paradise Oskar, dessen Auftritt ein wenig an "Ein bisschen Frieden" von Nicole aus dem Jahr 1984 erinnert. Mit einer Gitarre stand der kleine Finne allein vor einer riesigen Weltkugel und präsentierte den "Bessere-Welt-Song" "Da Da Dam" und traf damit den Nerv der Zuschauer. Er zog ebenfalls in das große Finale ein, wie die Vertreter Aserbaidschans Ell & Niki mit "Running Scared", die sich im ersten Halbfinale als Kandidaten für die vorderen Plätze herauskristallisierten.

Eurovision Song Contest 2011: Diese zehn Länder sind im Finale

Neben den "Big Five" qualifizierten sich im ersten Halbfinale Aserbaidschan, Georgien, die Schweiz, Ungarn, Serbien, Litauen, Griechenland, Finnland, Island und Russland für das Finale des Eurovision Song Contest 2011. Ausgeschieden sind hingegen Norwegen, Polen, Armenien, Portugal, Albanien, San Marino, Kroatien, Malta und die Türkei. Das zweite Halbfinale wird am Donnerstag, den 12. Mai 2011, live ab 21:00 Uhr in der ARD übertragen, im Rahmen der großen Eurovision-Song-Contest-TV-Woche.

Stephan Schulz, (c) Stephan Schulz

Stephan Schulz - Stephan Schulz schreibt seit Jahren erfolgreich für diverse Printmedien (unter anderem die Fachzeitschrift "Computer" und die ...

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