
- Der TSV 1860 München trauert um Karl-Heinz Wildmos - sabine koriath / pixelio.de
Ganz Fußballdeutschland trauert um Karl-Heinz Wildmoser. Der Ex-Präsident des Fußballzweitligisten TSV 1860 München ist am Mittwochmorgen, dem 28. Juli 2010 um 08:35 Uhr an den Folgen einer Schädeloperation im Klinikum "Rechts der Isar" in München verstorben. Karl-Heinz Wildmoser wurde 71 Jahre alt.
Sein Schwiegersohn Werner Kasper bestätigte den Tod gegenüber der "BILD: "Wir sind total geschockt, weil es so überraschend kam. Ich hatte ihn noch am Montag besucht, da war er so zuversichtlich. Er hatte schon wieder den Wiesn-Aufbau geplant und vieles mehr. Am Dienstag wollte er aufstehen und brach aber plötzlich zusammen. Heute starb er. Die Ärzte versuchten alles, doch vergebens.“
Auch der Sportdirektor von 1860 München Miroslav Stevic hat den Tod von Karl-Heinz Wildmoser bestätigt
Der Sportdirektor des Zweitligisten Miroslav Stevic hat den Tod von Wildmoser gegenüber der Münchener "Abendzeitung" bestätigt. Karl-Heinz Wildmoser wurde vor 12 Tagen in die Münchener Klinik "Rechts der Isar" gebracht, nachdem der 71-Jährige einen Schwächeanfall beim Zahnarzt erlitten hatte.
In der letzten Woche musste sich Karl-Heinz Wildmoser einer Schädeloperation unterziehen, da die Ärzte im Krankenhaus eine - nach Analysen - gutartige Geschwulst in seinem Kopf feststellten. Wildmoser starb an einem Herzstillstand nach einer Lungenembolie. Der TSV 1860 München trauert um seinen Ex-Präsidenten, der den Verein ganz nach oben geführt hatte.
Zwei Tage vor seinem Tod hatte Wildmoser noch Scherze gemacht und zuversichtlich über seine baldige Entlassung aus dem Krankenhaus gesprochen. Nun trauert ganz Fußballdeutschland um den Wiesn-Wirt. Auch in diversen Internetforen trauern die Fußballfans und vor allem die Fans des TSV 1860 München um Karl-Heinz Wildmoser, einen der schillerndsten Präsidenten, den die Fußballbundesliga je erlebt hat.
Karl-Heinz Wildmoser führte den TSV 1860 München in die 1. Fußballbundesliga
Karl-Heinz Wildmoser, der am 5. Mai 1939 in München-Pasing geboren wurde, war vom 17. Mai 1992 bis zum 15. März 2004 Präsident des Fußballvereins TSV 1860 München. Unter seiner Leitung stiegen die Münchener Löwen von der Bayernliga bis in die 1. Fußballbundesliga auf. Die Löwen schafften es unter seiner Führung sogar bis in den Uefa-Cup.
Karl-Heinz Wildmoser holte Weltstars wie Abédi Pelé nach München, der von 1996 bis 1998 Jahre im himmelblauen Trikot des TSV 1860 München spielte, wobei sich hartnäckig das Gerücht hält, Pelé habe bis zuletzt gedacht, er würde zum Lokalrivalen der Löwen, dem FC Bayern München wechseln.
Am 14. Mai 2001 wurde Karl-Heinz Wildmoser das Bundesverdienstkreuz verliehen und er war maßgeblich am Bau der Münchener "Allianz Arena" beteiligt. Im Zusammenhang mit diesem Stadionbau wurde Wildmoser 2004 wegen des Verdachts der Untreue und des Betruges von der Münchener Staatsanwaltschaft angeklagt.
Das Strafverfahren gegen Karl-Heinz Wildmoser wurde später mangels Tatverdacht eingestellt, doch als Folge dieses Verfahrens trat Karl-Heinz Wildmoser am 15. März 2004 als Präsident des TSV 1860 München zurück. Sein Sohn Karl-Heinz Wildmoser junior, gegen den ebenfalls ermittelt wurde, wurde hingegen wegen Untreue und Bestechlichkeit zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt.
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