
- exotische Gewürze sind beliebt und gesund - Marion Trost
Wenn kalte Wintertage Einzug halten, ist man mit Zimt, Ingwer, Kardamom, Chili und Anis gut gewappnet. Diese exotischen Gewürze sorgen nicht nur für innere Wärme, sondern sind darüber hinaus auch noch gesund.
Zimt - aus der Lorbeer-Familie
Mit seinem süß-holzigen Geschmack landet Zimt häufig in heißen Getränken wie Tee oder Punsch. Es verfeinert nicht nur Gebäck, sondern eignet sich auch gut für Fleisch - und Currygerichte. Zimt regt den Appetit an, hilft gegen Blähungen und fördert die Verdauung. Dennoch sollte man zu einer sparsamen Verwendung übergehen, da Zimt manchmal zu große Mengen Cumarin enthält, was der Leber schaden kann.
Ingwer, um den Kreislauf anzukurbeln
Ingwer findet man am häufigsten in Gemüsegerichten und in Mahlzeiten nach japanischer Art. Die Knolle ist außerdem dazu in der Lage, Gebäck und süße Getränke zu verfeinern. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist Ingwer nicht mehr wegzudenken. Auch hierzulande wird er immer beliebter. Es ist ratsam, Ingwer möglichst frisch zu verwenden. Er hilft gegen Übelkeit und Erbrechen und bringt den Kreislauf auf Trapp.
Kardamom - aus der Ingwer - Familie
Kardamom steckt vor allem in Lebkuchen, Tee und Glühwein. Aber auch zu Herzhaftem wie Fleisch-, oder Fischgerichten können die kleinen Fruchtkapseln gut verwendet werden. Kardamom beruhigt Magen und Darm, verbessert die Verdauung. Dieses Gewürz gibt es als ganze Fruchtkapsel oder gemahlen zu kaufen.
Chili - für gute Laune
Jeder, der schon einmal in direktem Kontakt mit einer Chili-Schote gestanden hat, weiß, dass dieses kleine Früchtchen einem den Schweiß auf die Stirn treiben kann. Bekannt sind ungefähr zweihundert Chili-Arten mit unterschiedlichen Schärfegraden. Man findet das Chili-Gewürz in zahlreichen Lebensmitteln. Dazu gehören auch Wurst, Eintöpfe, Fisch und Schokolade. Chili ist nicht nur dazu imstande, den Kreislauf und die Durchblutung anzukurbeln, sondern kann stimmungsaufhellend wirken, denn beim Verzehr wird Endorphin freigesetzt. Ratsam ist es, nach dem Würzen unverzüglich die Finger/Hände zu waschen.
Anis - befreit die Atemwege
In Lebkuchen, Plätzchen oder Bonbons entdeckt man das süßliche lakritzähnliche Anisaroma und den meisten wird es nicht unbekannt sein. Auch einige Fisch - und Gemüsegerichte werden damit verfeinert. Das in Anis enthaltene ätherische Öl löst ein wohlig-warmes Gefühl aus, welches bei Blähungen krampflösend wirkt. Bei Infektionen der oberen Atemwege beeinflusst es das Schleimlösen positiv. Anis gibt es als ganze Samen oder gemahlen. Allerdings verblassen die Würzkraft und das für die Heilwirkung benötigte Ätherische Öl im gemahlenen Zustand recht schnell. Darum ist es vorteilhaft, die Samen nach Bedarf selbst zu zermalmen. Dazu kann ein Mörser verwendet werden. Das Gewürz sollte in einer fest verschlossenen Dose aufbewahrt werden.
Quelle:
- AOK PLUS "Bleib gesund" Heft 6/2011
