
- Feijoada ist das brasilianische Nationalgericht - K.Aldenhoff
Das brasilianische Nationalgericht klingt exotisch, dabei ist das Rezept für eine Feijoada einfach und das Essen schmeckt köstlich - brasilianische Küche ist einfach gut. Gekochte schwarze Bohnen sind die Grundlage für eine Feijoada, dazu unterschiedliche Sorten von Fleisch und Wurst sowie eine „Molho de pimenta“, scharfe Pfeffersoße. Zu einer typischen brasilianischen Feijoada wird gekochter Reis gereicht und verschiedenes Kohlgemüse. Brasiliens beste Küche ist die in Bahia und hier ist es beliebt, den Eintopf noch mit "Farofa" zu verfeinern - ein absoluter Geheimtipp: geröstetes Maniokmehl mit leicht nussigem Geschmack. In der ehemaligen Hauptstadt Salvador de Bahia haben sich einige Restaurants auf das beliebte Nationalgericht spezialisiert.
Das Geheimnis der brasilianischen Feijoada
Jeder Landstrich von Brasilien hat seine eigene Variante von Feijoada. Überwiegend ist es ein gutes und kostengünstiges Essen, in großen Städten wie Rio de Janeiro, etwa an der Copacabana, liegen die Preise etwas höher. Die Zutaten variieren, vor allem das Fleisch. Das Geheimnis des brasilianischen Bohneneintopfs liegt darin, dass die Fleischsorten vielfältig sind: vom Rind und vom Schwein, gekocht, geräuchert, gepökelt, dazu verschiedene Wurstsorten - Räucherwürstchen, Bauchspeck, Schweineohren und Schweinsfüße. Eine Feijoada ist ein Gericht, das nicht mal eben fix zubereitet wird, sondern es braucht schon Zeit und Muße. In Brasilien versüßt man sich diese Zeit schon einmal gern mit einem eisgekühlten Bier, mit dem beliebten brasilianischen Erfrischungsgetränk aus der Urwaldpflanze Guarná oder auch mit der ein oder anderen frischen Caipirinha.
Feijoada – ein einfaches Rezept für ein exotisches Gericht
Wer eine Feijoada nachkochen will und vielleicht auch seine Gäste mit einem exotischen Gericht aus Brasilien überraschen möchte, für den gibt es hier ein ganz einfaches Rezept. Auch wenn nicht alle Zutaten original wie in Brasilien zu bekommen sind wie etwa das beliebte „Farofa“ oder auch „Carne de Sol“ - getrocknetes und stark gesalzenes Fleisch -, so kann die deutsche Variante doch sehr gut schmecken. Für 6 bis 10 Personen braucht man 1 kg schwarze Bohnen, 500 g Kassler und durchwachsenen Räucherspeck, 500 g würzige Rauchwurst, 500 g Schweineohren und –füße, 300 g Rindfleisch, eventuell Schweinerippchen, 6 Knoblauchzehen, 2-3 große Zwiebeln, Kreuzkümmel (Kumin), 1 Bund Koriander, Lorbeerblätter, Saft von ½ Limette, Salz, Pfeffer, Orangenscheiben, Kokosmilch, etwas Zimt und Pflanzenöl.
Geheimtipp: Schwarze Bohnen mit einem Schuss Cachaca
Am Abend vor dem geplanten Essen beginnen die ersten Vorbereitungen. Die gewaschenen Bohnen, gesalzenes Fleisch und Wurst über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen und mit mindestens 1 Liter frischem Wasser zusammen mit den Schweinsohren und –füßen 1 Stunde lang kochen, bis die Bohnen weich sind.
Knoblauch und Zwiebeln kleinschneiden und in Öl anbraten. Das übrige Fleisch, Speck und Wurst würfeln, dazugeben und mit anbraten. Dann die Bohnen und die Schweineteile mit dazugeben und mit Lorbeerblättern, Salz, Pfeffer und Kumin abschmecken. Bei geringer Hitze muss die Feijoada eine gute Stunde lang köcheln, bis sich das Fleisch vom Knochen löst. Zum Schluss die Knochen entfernen, dann wird noch einmal mit gehackten Korianderblättern, Limettensaft, Kokosmilch oder brasilianischem kalorienarmem "Agua de Coco" und nach Geschmack mit einem Schuß Cachaca nachgewürzt. Man kann außerdem Orangenscheiben mit etwas Zimt zugegeben, das soll das fette Essen etwas bekömmlicher machen. Dazu passt kühles Bier und natürlich auch Caipirinha.
Wer eine Feijoada direkt in Brasilien probieren möchte, sollte auf die beste Reisezeit für den brasilianischen Urlaub achten. Diese hängt auch vom Klima ab und mit etwas Geschick gelingt es, einen kostengünstigen Urlaub in dem exotischen Land zu verbringen - wenn man nicht unbedingt den brasilianischen Karneval miterleben möchte, wo die insgesamt moderaten Preise in die Höhe schießen. Wer sich die köstliche Küche in Bahia nicht entgehen lassen möchte, kann mit etwas Glück auch Faultiere in freier Natur erleben und die exotischen Früchte direkt wild im Regenwald, der Mata Atlantica, wachsen sehen: vom beliebten Schlankmacher Papaya bis zum natürlichen Potenzmittel Acai. Die gesunden Avocados wachsen bei den Brasilianern sogar in vielen Hausgärten.
