Exploratorium Potsdam – Naturwissenschaft als Spaßfaktor

In dem Artikel geht es um das ,,Exploratorium Potsdam", eine Einrichtung, in der Jung und Alt naturwissenschaftlichen Interessen nachgehen kann.

Wir alle erinnern uns beziehungsweise erleben es jeden Tag: den Schulalltag. Den meisten schaudert es allein schon bei dem Gedanken an naturwissenschaftliche Themen. Die Unverständlichkeit der physikalischen Formeln, komplizierte chemische Reaktionen oder langweilige biologische Prozesse. So oder so ähnlich stellt sich jeder Naturwissenschaft in der Schule vor. Doch es gibt auch einen anderen Weg sich ein gewisses Verständnis für naturwissenschaftliche Sachen anzueignen: Das Exploratorium Potsdam. Es bietet Abwechslung, viele interessante Experimente, zum Teil auch zum Selbst-Ausprobieren, kompetente ,,Tutoren“, welche bereit sind, viel Zeit und Begeisterung für die Beantwortung von Fragen zu verwenden und natürlich Spaß beim Lernen, was das Wichtigste ist.

Ein Besuch im Exploratorium

Die Besucher (überwiegend Grundschüler in Begleitung der Eltern) können im Exploratorium zum Beispiel physikalische Experimente in der Theorie kennenlernen und kurze Zeit später in der Praxis durchführen. Das hilft den meisten Interessenten, sich auf das Kommende einzustellen und die ,,das-ist-doch-langweilig"-Einstellung abzulegen. Auf diese Weise wird die Naturwissenschaft in ein neues, besseres Licht gerückt.

Der kleine Haken

Doch so gut der Gedanke und so gut die Organisation und Durchführung des Projekts Exploratorium auch sein mag, ein wortwörtlich kleines Problem besteht: Es herrscht Platzmangel. Die Halle, in der das Exploratorium zurzeit haust, bietet bei weitem nicht genug Platz für die Quantität der Experimente. Da die im Exploratorium angestellten Tutoren und zum Teil auch Doktoren viele neue Ideen für Experimente haben, kann man das Platzproblem als großes Hindernis für die Qualität des Exploratoriums sehen, was man jedoch nicht den Betreibern anrechnen sollte. Dieses Platzproblem könnte auf Dauer zu einem sehr lästigen werden, da eine wichtige Zielgruppe sich zu wenig angesprochen fühlt: Die Potsdamer Jugend. Das liegt nicht daran, dass das Exploratorium es nicht will, sondern daran, dass das Exploratorium wegen der beschriebenen Platz-Lage nicht kann. Sponsoren und selbst die Stadt halten sich mit Spenden beziehungsweise Hilfsgeldern leider zurück. Viele Jugendliche fühlten sich gestört durch die Grundschüler, da diese meistens etwas lauter sind als sich ein Gymnasiast wünscht.

Die Lösung des Problems

Durch eine größere Halle könnte man verschiedene Bereiche eröffnen, die jeweils für Schüler der Sekundarstufen oder für Grundschüler geeignet wären. So würde sich auch die Vielfalt der Experimente erhöhen. Doch aufgrund der schwierigen finanziellen Lage (kaum Profit, auf Spenden angewiesen) kann ein Umzug nicht ohne Weiteres vollzogen werden. Doch auch in der ,,kleinen“ Halle ist eine große Fülle von Experimenten zu finden und auch wenn es an einigen Tagen etwas voller ist, so lohnt sich der Besuch im Exploratorium für Wissenshungrige und interessierte Menschen, die sich fortbilden wollen, allemal.