Facebook und Twitter mit Bebbl ergänzen und gemeinsam diskutieren

Art Tevs, Entwickler  - Art Tevs, Christian Müller
Art Tevs, Entwickler - Art Tevs, Christian Müller
Doktoranden der Saar-Uni stellen 2011 die Plattform Bebbl für Onlinediskussionen vor, die von den Nutzern mit Facebook und Twitter verknüpft werden kann.

Die Plattformen Facebook und Twitter werden darum geschätzt und genutzt, weil ihre Nutzer mit ihrer Hilfe schnell und weltweit Informationen austauschen oder zu einem Event einladen können. Sie sind Favoriten bei der schnellen Kommunikation im Internet. Trotz aller Begeisterung stellen viele Nutzer bei der Anwendung fest, dass Gespräche auf Kurzmitteilungen beschränkt werden, weil bei der Texteingabe nur eine vorgeschriebene Zahl von Zeichen zur Verfügung steht.

Wenn sich das Gespräch vom bloßen Austausch von Infos zu einer Diskussion erweitert oder erweitern soll, stoßen Facebook und Twitter unumstößlich an ihre Grenzen. Art Tevs und Christian Müller vom Max-Planck-Institut für Informatik (MPI) der Universität des Saarlandes entwickelten Ende 2010 die Internetplattform Bebbl.com, die in den Sprachen Englisch und Deutsch mit Facebook und Twitter einen Schulterschluss bilden soll. Mit Bebbl, das bei Facebook und Twitter eingebunden werden kann, sind nicht öffentliche, persönliche Diskussionen möglich, zu denen andere Nutzer eingeladen werden können.

Das ist und kann Bebbl.com

Oft verwirklichen Menschen, die offensichtlich keine Zeit haben, neben ihrer Hauptarbeit Projekte, deren Ergebnisse sie dringend für die weitere Arbeit benötigen. So kam zum Beispiel das Projekt Google von Sergey Brin und Larry Page ins Leben. Im Jahr 2011 übernahm Larry Page wieder den Chefsessel im Unternehmen Google.

Ansatzweise hatten die Doktoranden Art Tevs und Christian Müller bei ihrer Arbeit eine ähnliche Situation. Gerade in der „heißen Phase“ ihrer Doktorarbeit stellten sie eine für sie lästige Beschränkung bei den Internetplattformen Facebook und Twitter fest. Dort gelingt es zwar, Neuigkeiten und Infos in die Welt zu posten, den beiden kam es aber so vor, als verhallten ihre Fragen oder Informationen ungehört. Kurzerhand entwickelten sie mit der Plattform Bebbl.com die Möglichkeit, die abgesandten Botschaften mittels „Channels“ einem bestimmten Adressaten zuzuordnen. Für den User eine praktische Sache, denn er benötigt, um sich bei Bebbl.com einzuwählen, kein neue Registrierung, sondern kann sich einfach, wenn er bei Facebook oder Twitter angemeldet ist, mit den gleichen Anmeldedaten einwählen und dann eben keine Kurznachricht senden, sondern eine Diskussion beginnen oder fortführen.

Bebbl fügt sich gut bei Facebook und Twitter ein

Die Homepage von Bebbl.com ist funktional und unkompliziert gestaltet und einfach zu handhaben. Sie ergänzt die Funktionen von Facebook unt Twitter und verbindet, wenn gewollt, auch die „Follower“ oder Freunde. So ist es in der Diskussion möglich, Experten in das „Gespräch“ mit einzubeziehen oder diesen Fragen zu stellen und die Antwort gleich weiter verwerten zu können. Damit ist es möglich, tagesaktuelle Themen zu besprechen und/oder neue Themenkreise zu eröffnen.

Fachleute wollen in Diskussionsrunden auch mal Klartext oder etwas „im Unreinen“ reden, ohne dass ihre Idee gleich in die Welt hinausposaunt wird. Auch hier ist Bebbl hilfreich. Die Nutzer können in der Kommunikation anonym bleiben oder unter ihrem Klarnamen diskutieren. Günstig ist, dass die gesamte Website von Bebbl für mobile Browser optimiert wurde. Besitzer eines Smartphones können eine für das Gerät angepasste Version herunterladen. Eine Zukunftsvision der Entwickler Art Tevs und Christian Müller ist, dass Bebbl von zahlreichen Internetnutzern angenommen wird und sich neben Twitter und Facebook etabliert.

Das „Karma“ zeigt die Tendenz der Beiträge

Es ist nicht leicht eine Diskussionsplattform zu eröffnen und anstößige, sexistische oder politisch unkorrekte Beiträge von „Trollen“ auszuschließen bzw. zu minimieren. Art Tevs und Christian Müller wollen Beiträge unliebsamer Mitdiskutierer durch eine Bewertungsskala einschränken. Alle Nutzer haben anhand dieser die Gelegenheit, Beiträge anderer Mitglieder zu bewerten. Nach der hinduistischen Denkweise benannten sie diese Bewertungsskala „Karma.

Wer wird voraussichtlich zu welchen Themen diskutieren?

Viele Internetnutzer haben neben dem Mailen, Chatten und Posten wenig Zeit und Lust, weitere Plattformen anzuwählen. Aus diesem Grund ist es besonders für „Digital Natives“, die mit dem Internet und den modernen Kommunikationsmitteln aufwuchsen und die schon auf Facebook und Twitter miteinander verbunden sind, interessant, jetzt auch miteinander diskutieren zu können. Auch Kleinunternehmer haben die Wichtigkeit von Plattformen wie Xing, Facebook und Twitter für sich entdeckt. ( Hier eine Anleitung wie die Nutzer bei Twitter mehr Follower bekommen)Voraussichtlich werden auch sie Bebbl als Bereicherung empfinden. Der Webmaster Art Tevs sagt voraus, dass die weltweite Diskussion um die Atomkraft bestimmt eines der Themen sein wird, die alle Nutzer weltweit gleichermaßen interessiert.

Online-Redakteurin, Gerlinde Ahrend, Gerlinde Ahrend

Gerlinde Ahrend - Ich bin Journalistin, Online-Redakteurin und Autorin, mit eigenem Journalistenbüro In der Vorbereitung meiner Ausbildung zur ...

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