Dass Sushi aus Japan kommt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch wer im Sushi-Restaurant oder bei privaten Einladungen Eindruck machen will, dem können einige weitere Einsichten nicht schaden – und das Wissen um Benimmregeln beim Essen der Reis-Fisch-Köstlichkeiten schon gar nicht.
Was Sushi bedeutet
Sushi ist japanisch und stammt vom Adjektiv "sushi" – das bedeutet soviel wie „säuerlich“. Es weist auf den typischen, essigartigen Geschmack hin. Den bekommt der Reis übrigens tatsächlich von einem speziellen Sushi-Essig, in dem unter anderem Salz und Zucker enthalten sind.
Wie Sushi entstanden ist
Die "Erfindung" von Sushi war eigentlich eher zufällig: Früher, lange vor Kühlschrank- und Gefriertruhenzeiten, suchte man nach einer Methode, frischen Fisch länger haltbar zu machen. Und benutzte einen Trick: Der Fisch wurde gesalzen und zu seinem Schutz in einen Mantel aus gekochtem, gesäuertem Reis gehüllt und in ein Erdloch gelegt. Anfangs wurde der Reis anschließend weggeworfen – bis man feststellte, dass die Kombination von säuerlichem Reis mit frischem Fisch ausgesprochen gut schmeckte.
Das Besondere am Sushi-Reis
Wer selbst Sushi herstellt, sollte nicht irgendeinen Reis nehmen. Schließlich ist das Charakteristische an Sushi der klebrige Reis, der zusammen mit Fisch oder Gurke in Algen- bzw. Seetangblätter eingerollt wird. Er wird mit sehr wenig Wasser gekocht und quillt dann auf. Um seinen Glanz zu erhalten, sollte der Sushi-Reis nach dem Kochen möglichst schnell abkühlen – und dann mit einem Handtuch abgedeckt werden, damit er nicht zu schnell trocken wird.
Den speziellen Sushi-Reis kauft man am besten in Asialäden.
Wie Sushi gegessen wird
Sushi gilt als Fingerfood – es ist erlaubt und üblich, Sushi einfach mit den Händen zu essen. Die Alternative dazu sind Stäbchen. Doch dazu gehört einerseits etwas Übung, andererseits auch das Wissen, wie man mit Stäbchen umgeht: In der Zeit, in der sie nicht benutzt werden, soll man sie parallel zur Tischkante ablegen, meinst wird dazu ein kleines Ablagebänkchen angeboten. Und: Bitte niemals mit Stäbchen auf Menschen oder Gegenstände zeigen! Auch das Weitergeben von Stäbchen gehört sich nicht.
Und ganz wichtig: Sushi wird, wenn möglich, nicht abgebissen oder gar klein geschnitten, sondern in einem Stück gegessen. Wenn das nicht geht: Niemals sollte man das angebissene Stück zurück auf den Teller legen, sondern es sofort im Anschluss an das erste Stück essen.
Sojasauce, Wasabi und Ingwer
Wasabi – also die scharfe, grüne Meerrettichpaste und Sojasauce können entweder miteinander gemischt oder aber getrennt verwendet werden. In die Sojasauce wird, wenn man stilecht Sushi essen will, nur der Fisch eingetunkt, nicht der Reis – er zerfällt leicht, und das gilt nicht gerade als vornehm.
Der eingelegte Ingwer, der zum Sushi gereicht wird, wird zwischen den einzelnen Häppchen gegessen. Er dient dazu, den Geschmack zu neutralisieren und den Gaumen für das nächste Stückchen vorzubereiten.
Was man zu Sushi trinkt
In Japan wird häufig Grüner Tee oder Reiswein zum Sushi getrunken – aber auch Bier und Wein sind erlaubt.
