"Falkenburg" - ritterlicher Abenteuerspielplatz des CVJM - Ruf

Die kleinere Kletterburg
Die kleinere Kletterburg "Falkenstein" - S-M. Erdmann
Die "Falkenburg" in Falkenhagen - ein als Ritterburg aufgebauter Abenteuerspielplatz ist auch gleichzeitig Begegnungsstätte des CVJM-Ruf für junge Menschen.

Truzig und imposant ragt die „Falkenburg“ mit ihren Türmen und Zinnen hinter den Bäumen im Pfarrgarten von Falkenhagen auf. Die Burg - kein Relikt aus längst vergangenen mittelalterlichen Zeiten, sondern ein erstaunliches Projekt des CVJM – RUF Falkenhagen, entstanden aus einer Idee des Jugenddiakons Gert Becker. Das Projekt wurde im Jahre 2000 ins Leben gerufen, um junge Menschen aus der ländlichen Umgebung rund um Fürstenwalde, Frankfurt/ Oder und Berlin vom Fernseher wegzulocken und sie auf die wichtigen Dinge des Lebens hinzuweisen sowie ihnen ein Leben mit Gott näher zu bringen.

Die „Falkenburg“ entsteht – ein ritterlicher Abenteuerspielplatz erwacht zum Leben

Beobachtet der Betrachter im Jahre 2011 das rund 2000 Quadratmeter große Areal rund um den Pfarrgarten der kleinen Tausend-Seelen-Gemeinde Falkenhagen, dann scheinen die Anfänge in sehr weiter Ferne zu liegen. Als Gert Becker, Jugenddiakon der evangelischen Kirche und Mitarbeiter des CVJM-RUF im Jahre 2000 mit diesem Projekt angefangen hatte, konnte er sich das Ausmaß dessen, was den Besucher heute erwartet beim besten Willen nicht vorstellen. Die ehemalige „Falkenburg“ bestand in ihren Anfängen aus einem Baumhaus, einigen Sitzgelegenheiten und einer Feuerstelle.

Heute, fast elf Jahre später, übertrifft die Falkenhagener „Falkenburg“ jegliche Vorstellung eines normalen Abenteuerspielplatzes. Neben der eigentlichen Burganlage, welche im Jahre 2004 bei ihrer offiziellen Eröffnung auch ihren Namen erhielt, kommen nach und nach immer mehr Gebäude zum Vorschein. Verschiedene Fachwerkhäuser, eine spannende Waffenkammer, eine Kirche, der Bergfried, ein wenig Abseits die Bogenschießanlage und ein Wasserbombenkatapult. Im Jahre 2008 wurde der Abenteuerspielplatz um einen massiven Grill fürs leibliche Wohl erweitert und mit Hilfe von Spendengeldern konnte die kleine Kletter- und Spielburg „Falkenstein“ gebaut werden.

Die Anfänge im Pfarrgarten – Ein verwilderter Garten wird zum Burghof

Der demographische Wandel hat auch vor Falkenhagen im Märkischen Oderland nicht halt gemacht. Immer mehr junge Menschen ziehen vom Land in die Stadt, verlassen ihre Heimat – zurück bleiben die Alten und ein paar Hartgesottene. Für die ortsansässige Jugend sowie für die dort lebenden Kinder sollte eine sinnvolle Beschäftigung geschaffen werden. Die Idee eines Abenteuerspielplatzes spukte Gert Becker schon lange im Kopf herum und wurde schließlich in der christlichen Gemeinschaft des CVJM Falkenhagen zum Leben erweckt. Herr Becker stand als Jugendleiter im engen Kontakt zu den Jugendlichen, wusste um die Belange und Defizite der Kinder. Computerspiele und die mediale Überflutung durch Internet und Fernsehen „machen die Kinder fantasielos“, so Gert Becker, „ihnen fehlt die Bewegung an der frischen Luft und eine Aufgabe.“ So entstand im Herbst 2000 der ursprüngliche Teil der Burganlage – das Baumhaus mit einer Feuerstelle.

Bevor allerdings hinter dem Pfarrhaus in der Schulstraße 1 mit dem Werkeln begonnen werden konnte, musste der völlig verwilderte Garten urbar gemacht werden. Alte Pflaumenbäume, Brombeersträucher und ein dichter Dschungel aus grüner Vegetation bildeten das Umfeld für den Abenteuerspielplatz. Die ganze Gemeinde packte mit an. Voller Stolz hämmerten, sägten und werkelten die Falkenhagener Kinder und Jugendlichen an ihrem Spielplatz, so dass sie im Sommer 2001 das erste Mal dort zelten konnten.

Die „Falkenburg“ – eine Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche

Der Burghof änderte mit den Jahren ständig sein Gesicht. Gebäude wurden abgerissen und durch neue ersetzt. Manch ein Haus überlebte die ständig wechselnden Kindergruppen nicht, die dort seit 2002 auf dem Burghof ihre Freizeit zum Spielen, Toben und Entdecken nutzen. Doch mit viel handwerklichem Geschick, viel Liebe zum Detail, mit Hilfe von Spendengeldern und durch die Unterstützung der „Aktion Mensch“ konnte der Abenteuerspielplatz „Falkenburg“ zu dem werden, was er heute ist. Veränderungen sind ja manchmal auch nötig und so wurde zuletzt 2008 die Burganlage um die kleine Burg „Falkenstein“ erweitert. Als Spielburg, zum Klettern und Entdecken wartet „Falkenstein“ mit seinem Labyrinth, der Burgmauer und dem Turm auf tapfere Ritter und furchtlose Burgfräuleins, welche die Anlage erobern. Zum Ausruhen gibt es viel kleine Nischen und für den Feind eine Falltür. Dieses kreative Objekt auf dem Burghof wurde durch Spendengelder der „Aktion Mensch“ 2008 finanziert, was den Ausbau erst möglich machte.

Aktionen auf dem Burghof der „Falkenburg“ in Falkenhagen

Der Abenteuerspielplatz ist in den letzten Jahren zu mehr geworden: Es ist eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Hier können Schulklassen an einem Wandertag in die mittelalterliche Geschichte eintauchen und sich über die Gewohnheiten und Vorlieben der Ritter und Burgleute informieren lassen. Kindergruppen können einen Nachmittag auf der „Falkenburg“ spielen, toben und entdecken, aber auch Kindergeburtstage oder Feste können dort gefeiert werden. Ein besonderes Highlight ist Ende Juli das Sommercamp auf dem Gelände der Burg, wo die Kinder in einer Woche in eine völlig andere Zeit hineingezogen werden. Verschiedene Themen werden von Gert Becker aufgearbeitet und den Kindern in Form von Spielen und Aufführungen näher gebracht. Jedes Jahr zu Karfreitag startet auf der „Falkenburg“ der Kinderkreuzweg, womit die Osterzeit eingeläutet wird und immer am elften November wird auf dem Burggelände der Martinsumzug abgehalten. Ein Frühlings- und ein Herbstspektakel runden die Festlichkeiten auf der „Falkenburg“ ab.

E-Mail-Kontakt:

verein@cvjm-ruf.de

Telefon:

01522/1552646

Adresse:

CVJM Rund um Falkenhagen e.V.

Schulstraße 1

15306 Falkenhagen (Mark)

Öffnungszeiten:

April bis Oktober jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr und jeden 1. und 3. Samstag ab 14 Uhr

Für Festlichkeiten, Schulklassen, Kindergärten oder Kitagruppen werden Termin auf Anfrage vergeben.

Sandra-Maria Erdmann, Sandra-Maria Erdmann

Sandra-Maria Erdmann - Ich bin Jahrgang 1980, geboren und aufgewachsen am Rande des Spreewaldes im Örtchen Cottbus. Während meiner Schulzeit habe ich ...

rss