Genealogie geniest im Internet einen überaus hohen Stellenwert. Diese Tatsache bietet für Familienforscher die Chance, sich jahrelange Forschungsarbeit zu ersparen. Zahreiche Online-Datenbanken bergen für Genealogen wahre Schätze an Informationen. Doch gerade diese Vielfalt an Daten erhöht das Risiko den Überblick zu verlieren.
Ein guter Einstieg in die Ahnenrecherche im Internet wäre, sich zu informieren, ob sich schon jemand anders mit den relevanten Namenslinien beschäftigt hat. Folgende Internetseiten bieten diese Möglichkeit mithilfe von alphabetischen Namenslisten:
Zum Teil kann kann hier gleich Kontakt mit den Einsendern der Einträge aufgenommen werden, auch Austauschforen werden geboten. Die Internetseiten bieten auch zahlreiche Informationen über spezielle Forschungsgebiete und viele allgemeine Hinweise. Für Anfänger lohnt sich ein Besuch der Seite www.genealogie-forum.de da hier viel Hilfestellung für den Beginn der Forschungstätigkeiten geboten wird.
Die weltgrößte genealogische Datenbank
Die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage", besser bekannt als "Mormonen", sammelt aus religiösen Gründen weltweit Familiendaten. Sie unterhält in der Family History Library in Salt Lake City, USA die größte Datenbank der Welt für Zwecke der Familienforschung. Die Daten sind sowohl auf CD-ROMs in den weltweit 3.700 genealogischen Forschungsstellen der Kirche als auch online im Internet zugänglich unter: familysearch.org.
Im wesentlichen umfasst der Datenbestand der Family History Library folgende Schwerpunkte:
Ancestral File: Eine Datenbank mit etwas 36 Millionen Namen, die in Ahnentafeln und Nachfahrenlisten zusammengefasst sind.
Family History Library Catalog: Ein Bibliothekskatalog, der mehr als 2,2 Millionen Rollen Mikrofilme von Kirchenbüchern, Akten und anderen genealogischen Aufzeichnungen enthält, ebenso wie 742.000 Microfiches, 300.000 Bücher und andere Archivunterlagen aus aller Welt.
International Genealogical Index: Hier sind etwa 600 Millionen Geburts-, Tauf, und Heiratsdaten sowie Ortsangaben gespeichert.
Auswanderer-Datenbanken
Zeitweise gab es in Deutschland wahre Auswanderungswellen: Seit dem 17. Jahrhundert, als vor allem Protestanten das durch den 30jährigen Krieg ruinierte und verarmte Land verließen, um in Amerika religiöse und wirtschaftliche Freiheit zu erlangen, wanderten bis Ende des zweiten Weltkrieges Millionen Menschen innerhalb Europas, aber auch in andere Kontinente aus. Der Informationsaustausch mit den USA ist derzeit am besten organisiert, da dort das Interesse an den europäischen Vorfahren groß ist und die zur Verfügung stehenden Quellen dementsprechend umfangreich sind.
Zur Suche nach verschollenen Vorfahren in den USA empfiehlt sich die Deutsche Auswanderer-Datenbank www.deutsche-auswanderer-datenbank.de, sie enthält Informationen über Reisende in die USA von 1850 bis 1907. Hilfreich ist auch die Einwandererdatei von Ellis Island für nach New York Eingereiste zwischen 1892 und 1924 www.ellisislandrecords.org, mit der eigenen Registrierung wird hier die Möglichkeit geboten, Einsicht in gescannte Orignialdokumente zu nehmen.
Mehr Informationen zu Auswanderern gibt es auch auf folgenden Seiten:
www.hamburg.de/fhh/behoerden/staatsarchiv/link_to_your_roots/index.htm
