
- Faschingskostüme für den Mann - Thomas Siepmann
Die „tollen Tage“ werden von Männern und Frauen meist sehr unterschiedlich wahrgenommen. Schwelgt die Damenwelt in bunten Kostümen und im Requisitenrausch, so sieht es bei dem Herrn der Schöpfung zumeist ganz anders aus. Sich verkleiden zu müssen, erscheint vielen als lästige Pflicht, die sich manchmal aber partout nicht vermeiden lässt. Große finanzielle Opfer für ein kurzlebiges Vergnügen wollen die meisten auch nicht erbringen. Um sich von einem Alltagstypen in ein Wesen ganz anderer Art zu verwandeln, bedarf es in der Regel nur ein wenig Schminke und einer originellen Kopfbedeckung.
Cowboy
Cowboys sind schon seit Langem bei kleinen und großen Jungen beliebt. Der Wilde Westen wohnt fast bei jedem Mann in einem Winkel seines Herzens. Und wer möchte nicht gern einmal Old Shatterhand sein? Das Outfit hängt zu großen Teilen im Kleiderschrank. Jeans und ein kariertes Hemd, dazu eine Weste, besitzt so gut wie jeder, viele darüber hinaus Cowboystiefel, doch es geht auch ohne. Das Wichtigste ist hingegen der Hut. Ein Hütchen à la Roger Cicero geht gar nicht. Hier muss es schon ein Stetson wie einst bei J. R. Ewing sein. Vom einfachen Kuhtreiber bis zur Amtsperson ist es nur ein kleiner Schritt: mit einem Sheriffstern auf der Brust und einer Pistole im Gürtel. Beides gibt es zu kaufen. Einen Stern kann man freilich sehr gut auch selbst herstellen. Ein Pappstern wird mit Goldpapier aus der Weihnachtskiste beklebt, beschriftet und auf einen Sticker oder Button geklebt. Zur Not lässt sich der Stern auch mit einer Sicherheitsnadel befestigen.
Aus dem Garten
Hobbygärtner zeigen ihre Passion gern auch einmal im Winter. Strohhut, Gummistiefel und eine grüne Schürze – fertig!
Ebenfalls aus diesem Bereich kommen die grünen Vogelschutznetze, ein wunderbares Accessoire für Wassermänner. Ein dunkelblaues Hemd zu einer dunkelblauen Hose, wahlweise auch beides in Grün, blaue bzw. grüne Schminke im Gesicht, und schon ist das Grundkonzept perfekt. Der Clou entsteht durch das Netz: den Kopf locker umwickeln und die langen Enden über Brust und Rücken drapieren.
Der Schwarze Mann
Eine schwarze Hose mit einem schwarzen Hemd ist eine gute Basis für Genießer der närrischen Zeit. Der Pirat für einen Abend knotet ein großes buntes Tuch über den Kopf, so dass die Enden seitlich herunter hängen. Braune Schminke im Gesicht erinnert an abenteuerliche Kaperfahrten in südlichen Gewässern, eine Augenklappe aus der Apotheke oder aus Pappe und Gummiband selbst gefertigt, an martialische Kämpfe.
Vampir oder Zauberer
Ein schwarzer Zylinder ergänzt die schwarze Hose und das ebenfalls schwarze oder auch weiße Hemd. Der Zauberer benötigt zudem eine Fliege und ein Zauberstöckchen. Als Vampir trägt man vornehme Blässe. Weiße Gesichtsschminke und bluttriefende Lippen zeugen von nächtlichen Schandtaten. Ganz stilecht wird es mit einem Gebiss mit spitzen Zähnen aus dem Fachhandel.
Clown
Ganz freundlich kommt dagegen der Clown daher, in einem Kostüm für den etwas rundlich geratenen Herrn mit gelichtetem Haupthaar. Eine rote Nase und ein albernes Papphütchen als Zierrat reichen schon aus. Eine große Schleife, gebunden aus einem Seidenschal rundet das Kostüm ab.
Viel Spaß!
