Fastenaktion 2011: sieben Wochen Chancen für Veränderungen

Sieben Wochen ohne Ausreden - Fastenaktion 7 Wochen ohne
Sieben Wochen ohne Ausreden - Fastenaktion 7 Wochen ohne
Die Fastenaktionen der beiden großen Kirchen bieten auch im Jahr 2011 Anregungen, den eigenen Lebensstil zu überdenken.

„Ich war’s! Sieben Wochen ohne Ausreden“ ist das Motto der Fastenaktion der evangelischen Kirche. Damit haben die Initiatoren wieder einen thematischen Schwerpunkt gesetzt, der nicht den Verzicht auf Nahrung und auf Genussmittel in den Vordergrund stellt, sondern den Verzicht auf eingefahrene Verhaltensweisen, die es zu hinterfragen gilt. In der Politik und in der Gesellschaft, in der Familie und in der Arbeitswelt hat es Methode, von eigenen Fehlern, falschen Einschätzungen und misslungenen Ergebnissen abzulenken und stattdessen auf die zu zeigen, die vermeintlich schuld sind. Statt Ausreden zu suchen, Fehler zu vertuschen und die Verantwortung abzuschieben, fordert die Aktion zu einer neuen „Fehlerkultur“ auf: Wer zuerst bei sich selbst sucht und bewusst einübt, Fehler und Schuld einzugestehen, wer auch um Entschuldigung bitten kann, trägt zu mehr Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit in der Gesellschaft bei. Die Aktion beginnt am Aschermittwoch, 9. März, und endet am 24. April, am Ostersonntag. Der Fastenkalender der Aktion „7 Wochen ohne“ ist sozusagen der Leitfaden, eine Art Trainingsprogramm für die Selbsterfahrung mit mehr Ehrlichkeit.

Die sieben Wochenthemen der Fastenaktion

  • Warum hast du das getan?
  • Gott, sei mir Sünder gnädig
  • Fürchte dich nicht
  • Herrliche Taten
  • Es ist nichts verborgen
  • Er war tot und ist wieder lebendig
  • Noch heute im Paradies

Wie schon in den vergangenen Jahren werden sich zur Begleitung der Fastenaktion und zum Erfahrungsaustausch untereinander wieder zahlreiche Gruppen in Kirchengemeinden oder in Vereinen zusammenfinden.

Die Misereor-Fastenaktion plädiert für menschenwürdiges Leben überall auf der Welt

Die Misereor-Fastenaktion der katholischen Kirche hat im Jahr 2011 das Motto ausgewählt: „Menschenwürdig leben. Überall!“ Die katholische Kirche begleitet die Aktion mit Gottesdiensten und mit Fasten- und Aktionsgruppen in vielen Gemeinden. Wie in den vergangenen Jahren lenkt Misereor den Blick wieder auf die Menschen dieser Welt, die in Armut leben. In diesem Jahr stehen die eine Milliarde Menschen im Mittelpunkt, die weltweit in den Armenvierteln der Städte leben. Der Misereor-Fastenkalender gibt Einblick in das alltägliche Leben von Menschen in südlichen Ländern, berichtet von deren Problemen und ihrer Sehnsucht nach einem menschenwürdigen Leben. Meditative Texte regen an, den eigenen Lebensstil zu überdenken, um zu einem menschenwürdigen Leben für alle zu kommen.

Die sieben Themen für jede Woche während der Fastenzeit

  • Aufbrechen
  • Dem eigenen Ersehnen auf die Spur kommen
  • Hinschauen auf das eigene Leben und das Leben anderer
  • Verändern, was nach eigenen Kräften zu ändern ist
  • Aufgehen im Nächsten
  • Auf Gottes Erbarmen mit den Menschen vertrauen
  • Erkennen, worin unsere Aufgaben in dieser Welt liegen

Der Misereor-Fastenkalender bietet außerdem Aktionsvorschläge zum Basteln, Kochen und kreativen Gestalten für Familien oder Gruppen.

Quellen: "7 Wochen ohne" und Misereor

Christa Kaddar, Christa Kaddar

Christa Kaddar - Christa Kaddar ist freie Journalistin und Fotoreporterin. Als freie Mitarbeiterin der Redaktion des Rheingau Echos und der Gesellschaft ...

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