
- Faszination Jahreszeitenfotografie - Stefan Dassler
Fotografiert es sich im blühenden Frühling, im heißen Sommer, im goldgelben Herbst oder im schneereichen Winter besser? Was macht den Reiz einer Jahreszeit aus und welche Motivideen und Umsetzungstipps sind hilfreich und interessant für Hobbyfotografen?
Frühling und Sommer
Wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, geht es darum, Blumen, Blüten, sich sonnende Menschen und Tiere und besondere Wolkenformationen zu fotografieren. Dies sind beispielsweise Narzissen, Schneeglöckchen, Blausterne, Stockenten und Hasen – in der Natur, in einem Wildpark, auf einem Bauernhof. Die folgenden Umsetzungstipps für Frühlings- und Sommerfotos sollen als Anregungen für Hobbyfotografen verstanden werden:
- Belassen Sie die Farben natürlich und setzen Sie die Sättigung nicht künstlich herauf.
- Versuchen Sie bei Blumen und Blüten kleine, besondere Details hervorzuheben.
- Reduzieren Sie Ihr Bild von Blausternen oder Narzissen beispielsweise auf einen Kontrast zwischen zwei Farben.
- Nutzen Sie die sehr geringe Tiefenschärfe im Makrobereich, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Hauptmotiv beispielsweise ein Schneeglöckchen zu lenken.
Herbst
Eine bunte Mischung aus Blautönen, roten, gelben und grünen Farbtupfern und eine Kulisse für beeindruckende Bilder im Herbst bieten zarte Nebelschleier, Landschaftsaufnahmen mit Bergen im Hintergrund, markante Bäume, Kornfelder, Kürbisse und farbenfrohe Feldfrüchte. Wenn die Tage wieder kürzer werden, sind die folgenden Umsetzungstipps für Hobbyfotografen hilfreich:
- Fotografieren Sie eine Landschaft in den Bergen kurz nach Sonnenaufgang, wenn die Sonne noch tief steht und die Herbstlandschaft in ein weiches, harmonisches Licht getaucht ist.
- Benetzen Sie Herbstblätter vor der Aufnahme mit ein paar Wassertropfen, dann wirken die Farben noch intensiver.
- Verwenden Sie Weichzeichnungs-Filter für herbstliche Farbtöne.
- Wählen Sie eine kleinstmögliche Blende – beispielsweise f11 – um eine sehr große Tiefenschärfe bei Herbstaufnahmen zu erreichen.
- An diesig-nebligen Tagen kann man feine Farbabstufungen von einem Baumstumpf, Felsbrockeno.ä. am besten einfangen.
Winter
Eine bezaubernde Stimmung kommt im Winter beispielsweise bei schneebedeckten Holzhütten, roten Skiern im Schnee, glatten, spitzen Eiszapfen und schneebedeckten Bergen auf. Nachfolgend finden Sie einige Umsetzungstipps für Winterfotos für Hobbyfotografen:
- Verwenden Sie einen Polfilter, um Spiegelungen zu reduzieren und Farben bei Schneelandschaften zu verstärken.
- Schneemotive werden von der Kamera tendenziell etwas unterbelichtet. Es empfiehlt sich daher eine leichte Überbelichtung.
- Fotografieren Sie im Winter abends, wenn die Sonne tief steht und die Schatten länger werden. Das Licht ist weicher.
- Das leichte Streiflicht in den Morgen- und Abendstunden sorgt für einen schönen Glitzereffekt des Schnees.
- Fangen Sie das sanfte Licht der Dämmerung auf dem Wasser eines Berges im Winter ein.
- Machen Sie auch Bilder bei einer Schneeballschlacht, beim Schneemannbauen oder beim Skifahren.
