Faszination Panoramafotografie für Hobbyfotografen

Faszination Panoramafotografie - Stefan Dassler
Faszination Panoramafotografie - Stefan Dassler
Ausdrucksstarke Panoramafotos gelingen jedem Hobbyfotografen, vorausgesetzt er beachtet ein paar Dinge.

Die Ausgangsbilder müssen richtig fotografiert sein und es muss eine aktuelle Panoramasoftware (Stichingsoftware) zur Verfügung stehen. Die meisten Panoramaprogramme (beispielsweise Photomerge) sind so gut, dass selbst aus der Hand fotografierte Panorama-Serien ganz problemlos zu einem ausdrucksstarken Motiv zusammengesetzt werden können.

Ein angenehmer Nebeneffekt von Panoramaaufnahmen ist, dass die Auflösung enorm steigt. Selbst ein nur fünfteiliges Panorama mit Einzelaufnahmen von je 10 Megapixel erhält eine Gesamtauflösung von rund 35 Megapixel.

Motivideen für Hobbyfotografen

Panoramamotive sind zahlreich zu finden. Hier ein paar Motivideen:

  • Eine traumhafte, einsame und weite Meeresbucht links und rechts von markanten Felsen begrenzt als Panorama fotografieren
  • Ein imposantes Bergpanorama mit tiefblauem Himmel ablichten
  • Einen atemberaubenden Sonnenuntergang am Meer mit Felsenformationen im Vordergrund als HDR-Panorama einfangen
  • Die eindrucksvolle Skyline einer modernen Großstadt von einer Aussichtsplattform als Panorama fotografieren
  • In den engen Häuserschluchten einer historischen, schönen Altstadt ein Panorama von oben nach unten ablichten

Tipps für gelungene Panoramaaufnahmen

Die folgenden Tipps sollen zum Experimentieren anregen:

  • Grundsätzliches zu Panoramafotos

Beginnen Sie mit dem ersten Foto am linken Rand des Motivs. Merken Sie sich markante Punkte am rechten Bildrand – wie Bäume, Häuser oder Straßen. Bewegen Sie die Kamera etwas nach rechts, bis Sie am linken Bildrand die markanten Punkte wiederfinden. Für ein Panoramafoto können Sie so beispielsweise 5-12 Einzelbilder von links nach rechts hochkant anfertigen. Das Hochformat hat den Vorteil, dass das Panorama detailreicher ist. Zwischen zwei Einzelbildern sollte die Überlappung idealerweise ein Drittel des Bildes betragen.

  • Richtige Brennweite wählen

Für die Panoramafotografie empfiehlt sich grundsätzlich eine mittlere Brennweite, da die meisten Objektive in dieser Einstellung am wenigsten kissen- oder tonnenförmig verzeichnen. Idealerweise verwendet man ein Weitwinkelobjektiv mit 28mm oder 35mm Brennweite (Kleinbildformat).

  • Manuelle Funktionen nutzen

Fokussieren Sie manuell auf „Unendlich“ und schließen Sie die Blende auf F15 bis F22. Nachdem Sie Probeaufnahmen gemacht haben, vergleichen Sie die Verschlusszeiten und wählen einen Kompromiss. Stellen Sie jetzt Verschlusszeit, Weißabgleich und ISO fest (manuell) ein.

  • Drehung auf dem Nodalpunkt beim Stativ beachten

Von einem Stativ gelingen Panoramafotos besonders gut. Wenn sich Objekte relativ nahe der Kamera befinden, sollte bei Stativverwendung der Drehpunkt auf dem Nodalpunkt liegen. Andernfalls kann die Panoramasoftware eventuell diese nahen Objekte nicht zur Deckung bringen. Der Nodalpunkt befindet sich meistens im Mittelpunkt des Objektivs. Daher ist der Drehpunkt eines Panoramastativs nicht im Bereich des Gewindes positioniert, sondern kann relativ frei eingestellt werden.

  • Auf bewegte Objekte achten

Wenn sich Menschen oder Fahrzeuge im Überlappungsbereich zweier Fotos bewegen, kann das Zusammensetzen der Bilder mittels Software problematisch sein. Achten Sie daher beim Fotografieren der Einzelbilder darauf, dass sich die bewegten Objekte in der Mitte des jeweiligen Bildes befinden.

  • Mit HDR-Panoramen experimentieren

Wenn sich die Lichtsituation im Motiv stark unterscheidet – beispielsweise bei Sonnenuntergangs- oder Nachtaufnahmen – dann sollte man ein HDR-Panorama (High Dynamic Range) ausprobieren. Fertigen Sie dazu zu jedem Einzelbild eine Belichtungsreihe mit plus/minus 2 EV (Exposure Value) an. Spezielle Software für HDR-Panoramen ist Photomatix und PTGui.

Stefan Dassler, Dipl.-Handelslehrer, Stefan Dassler

Stefan Dassler - Dipl.-Handelslehrer (Studium der Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Organisationspsychologie an der Universität ...

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