
- FDP - saibo/www.wikimedia.org
Analysiert man die aktuellen Umfragen in der Bundesrepublik Deutschland wo ist auf einem Blick eines klar, die FDP wird durch den Wähler aus dem politischen System der BRD abgewählt. Nach 1949 gehörte die FDP über Jahrzehnte zu den stabilen innenpolitischen Faktoren der BRD. In wechselnden Koalitionen mit der CDU und der SPD war sie Regierungspartei. Auch als Oppositionspartei war die FDP auf Bundes- und Landesebene integrativer Teil der politischen Landschaft. Seit ihrem Wiedereintritt in die Regierung mit CDU/CSU scheint die deutschen Liberalen jedoch der Wählerzuspruch völlig abhanden gekommen zu sein. Die jüngsten Umfragen auf Bundes- und Landesebene zeigen einen erschreckenden Zustand nahe am Rande der statistischen Wahrnehmung.
Bei Bundestagswahlen nur mehr zwischen zwei und drei Prozent Wählerzustimmung
Bewertet man die Umfragen der diversen Meinungsforschungsinstitute, dann liegt die FDP nur mehr zwischen zwei und drei Prozent in der Wählerzustimmung. Während das Institut Allensbach( 25.01.2012) noch von vier Prozent für die FDP ausgeht, liegen alle anderen Institute deutlich darunter. GMS(26.01.2012), Forschungsgruppe Wahlen(10.02.2012), Infratest(17.02.2012) und Emnid(19.02.2012) gehen von drei Prozent Wählerzustimmung aus, Forsa (15.02.2012) sogar nur von zwei Prozent. Wenn man sich das Wahlergebnis vom 27.09.2009 ansieht, wo die FDP nicht weniger als 14,6 Prozent erhalten hat, dann sieht man den völligen Absturz in der Wählergunst bei Bundestagswahlen. Somit verliert man zwischen 10 und 12,6 Prozent gegenüber 2009. Sieht man sich einzelne Länderergebnisse an, dann wird die katastrophale Lage der FDP erst zu richtig bewusst. So liegt die FDP in Berlin etwa bereits unter der statistischen Wahrnehmungsgrenze( Forsa 30.01.2012) in Brandenburg nur bei zwei Prozent(Emnid 08.02.2012). Damit ist man von einem Wiedereinzug in den Bundestag meilenweit entfernt.
Bei Landtagswahlen sieht es für die FDP noch schlechter aus
Bei den Landtagswahlen sieht es noch schlechter aus. Die jüngsten Umfragen sehen die FDP auch aus allen Landtagen abgewählt. Im Saarland sieht das Meinungsforschungsinstitut Emnid(27.01.2012) die FDP bei zwei Prozent, in Schleswig-Holstein sieht Infratest(17.02.2012) die FDP bei 3 Prozent. Im Saarland sind am 25.03.2012 und in Schleswig-Holstein am 06.05.2012 die nächsten Landtagswahlen. Damit wird die FDP aus zwei weiteren Landtagen hinausfliegen. Und im Stammland von FDP Chef Philipp Rösler Niedersachsen wo am 20.01.2013 Landtagswahlen sind, kommt die FDP ebenfalls nur bei 3 Prozent laut Infratest(25.01.2012) zu liegen. Auch bei der in Bayern im Herbst 2013 angesetzten Landtagswahl kommt die FDP laut Infratest(04.01.2012) nur auf 3 Prozent. Vor einigen Tagen hat nunmehr auch der FDP Chef von Hamburg das Handtuch geworfen. Nachdem 2011 die Hamburger FDP noch 6,7 Prozent erreicht, ist dieser Landesverband ebenfalls auf 3 Prozent nach der letzten Umfrage vom Infratest(19.01.2012) abgesackt. Nach den nächsten Landtagswahlen in Saarland und Schleswig-Holstein gilt als sicher, dass es eine neuerliche Führungsdiskussion in der FDP ausbrechen wird. Philip Rösler gilt seit seiner Bestellung im vorigen Jahr 2011 als Wackelkandidat.
