Federico García Lorca im Portrait

Spanischer Dichter und Schriftsteller - eine Kurzbiographie

Federico García Lorca, ein homosexueller Volksdichter, starb mit nur 38 Jahren im spanischen Bürgerkrieg. Weltweit gilt er als einer der besten spanischen Autoren.

Federico García Lorca wurde am 5. Juni 1898 in Fuentevaqueros (Granada, Spanien) als Sohn des Agrarbesitzers Federico García und der Lehrerin Vicenta Lorca geboren. In Fuentevaqueros verbrachte er die ersten 10 Jahre seines Lebens, bevor er in 1908 mit seiner Familie nach Granada zog.

Die Anfänge der Karriere von Federico García Lorca

In 1919 begann Lorca sein Studium in Philosophie und Literaturwissenschaft. Während dieser Zeit lebte er in einem Studentenwohnheim in Madrid, in dem er unter anderem auch den Maler und später engen Freund Salvador Dalí sowie den Filmregisseur Luis Buñuel kennen lernte. Federico García Lorca schrieb in Madrid seine ersten literarischen Werke: „Libro de poemas“ und das Theaterstück „Mariana Pineda“. Der Schriftsteller beendete sein Studium im Jahre 1929.

Lorca und seine Freundschaft zu Salvador Dalí

Seit der Studienzeit verband den Dichter und den damals bereits für seine surrealistischen Künste hervorstechenden Maler Salvador Dalí eine enge Freundschaft. Die homosexuelle Beziehung, die Lorca mit Dalí führen wollte, lehnte dieser ab. Während Dalís „Manifesto anti-artistico catalán“ in der von Lorca gegründeten Literaturzeitschrift „Gallo“ veröffentlicht wurde, publizierte Federico García Lorca 1926 seine „Ode an Salvador Dalí“ in der Zeitschrift „Revista de Occidente“.

Literarische Werke und der Stil von Lorca

Neben seinen ersten literarischen Werken „Libro de poemas“ und „Mariana Pineda“ sowie seiner „Ode an Salvador Dalí“ veröffentlichte Lorca in 1928 „Romancero Gitano“, 1931 die „Poemas del Cante Jondo“ und 1935 „Llanto por Ignacio Sánchez Mejías“. Ignacio Sánchez Mejías war ein spanischer Torero und Freund Lorcas, der während eines Stierkampfes starb. „Romancero Gitano“ wurde zu seinem bekanntesten und erfolgreichsten Werk.

Der Stil des Dichters ist als eine Kombination aus weltlicher Tradition und Modernismus des 20. Jahrhunderts bekannt. Seine Heimat (zum Beispiel in „Primeras Canciones“), die Stellung der Frau (etwa in „La casa de Bernarda Alba“, „Yerma“ und „Bodas de Sangre“) , die Natur (zum Beispiel in „Poeta de Nueva York) und gesellschaftskritische Themen inspirierten Lorca ebenso wie seine persönlichen Beziehungen.

Lorca in den USA und in Südamerika

Nach seinem Universitätsstudium in Madrid setzte der Poet Federico García Lorca sein Studium an der Columbia University in New York, USA fort. Er hielt Vorträge an der Universität und fasste seine dieserzeit entstandenen Schriftstücke zu dem Buch „Poeta en Nueva York“ zusammen.

Ein Jahr später bereiste Lorca Südamerika, hielt Vorträge in Cuba, beendete dort das Theaterstück „El Público“ und leitete als Regisseur ein Theaterprojekt der damals provisorischen Regierung der Republik. Drei Jahre später feierte er auch in Buenos Aires, Argentinien und Uruguay große Erfolge.

Seit seiner Rückkehr nach Spanien widmete sich der von nun an weltbekannte und mittlerweile meistübersetzte Poet des 20. Jahrhunderts poetischen und theatralischen Werken und hielt öffentliche Vorträge.

Homosexualität und Politik: Lorca wurde ermordet

Am 19. August 1936 – nur einen Monat nach Beginn des spanischen Bürgerkrieges – wurde Federico García Lorca im Rahmen von politischen Aufständen in seiner Heimatregion Granada erschossen. Er war links, homosexuell und „Volksdichter“ – und vermutlich aus eben diesen Gründen den Faschisten besonders verhasst. Die Militärs sollen gesagt haben, er richte mit seiner Feder mehr Schaden an als andere mit einer Pistole.

Texterin und freie Autorin, Sabrina Bodo

Sabrina Bodo - Sabrina Bodo schreibt, konzipiert und korrigiert. Werbetexte und Sachtexte. Für Unternehmen und Privatpersonen. Bei Suite101 ist sie ...

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