
- Ruhender Engel - Elke A. Sommer
Allerheiligen ist in ganz Deutschland Feiertag, gesetzlicher Feiertag mit Arbeitsruhe aber nur in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Die Bevölkerung gedenkt ihrer Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen. Bei den Katholiken werden Kerzen entzündet, die bis zum darauffolgenden Allerseelentag leuchten: Symbol für das "Ewige Licht". Bei einer Prozession um die geschmückten Gräber, dem sogenannten "Umgang", erteilt der Priester allen Heiligen den Segen.
Gedenktag
Von der Einheit der Lebenden mit den Toten. Am 1. November gedenken sowohl evangelische und katholische Christen, als auch die Anglikaner all ihrer Heiligen. Bei den Orthodoxen fällt dieser Feiertag auf den ersten Sonntag nach Pfingsten. Die armenische Kirche begeht diesen Tag am 3. November. Der älteste Beleg für eines dieser Sammelfeste stammt aus dem 4. Jahrhundert und findet sich bei Johannes Chrysostomos in Antiochien. Am Oktavtag von Pfingsten feierte man dort den "Herrentag aller Heiligen". Andere Bezeichnungen für Allerheiligen sind u.a. Godeshilligendach, Aller sintentag, Helgona messa, helmisse.
Grabschmuck und Gestecke - Die Symbole der Blumen
Efeu, Immgrün: Treue und Ewigkeit. Buchsbaum, Weide, Palmen: Trauer. Rosmarin: Totenblume. Frauenmantel, Mohn: sanfter Tod, gefallener Soldat. Gänseblümchen: Bescheidenheit. Lilie: Reinheit. Golderdbeere (Waldsteinia): Dreifaltigkeit. Disteln, Stechpalmen: Leid und Schmerz. Ob Sie in diesem Jahr den Grabschmuck für Ihre lieben Verstorbenen selbst fertigen, oder, ob Sie den Floristen Ihres Vertrauens damit beauftragen, vielleicht achten Sie darauf, dass Plastik weder der Umwelt gut tut, noch einem ehrenvollen Gedenken gerecht wird?
Halloween und Erntedankfest
Die eigentliche Bedeutung des Wortes "Halloween" ist "all hallow souls" oder "all hallow eve". Hintergrund ist der keltische Neujahrstag am 1. November und das Samhain-, das Erntedankfest am Ende eines jeden Jahres. Noch heute gehört in Irland der Brauch des Wahrsagens zur dieser fröhlichen Feier. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts bildete sich daraus in den Vereinigten Staaten der mittlerweile auch in Deutschland gepflegte Brauch. Vor allem Kinder höhlen mit Begeisterung Kürbisse aus und erschrecken Eltern und Passanten mit gruseligen Kostümen und schaurig bemalten Gesichtern.
Der ausgehöhlte Kürbis
In Irland erzählt man sich die Legende von Jack, dem Trunkenbold. So schlimm war der, dass ihn nicht einmal der Teufel in seinem Reich haben wollte. Aus Mitleid gab ihm der Fürst der Unterwelt eine glühende Kohle mit, die er in eine ausgehöhlte Rübe steckte. Ein klein wenig Licht sollte Jack wenigstens auf seinen dunklen Pfaden haben, und seitdem spukt "Jack-o-Lantern" durch die Kontinente dieser Welt.
Bauernregeln
Wie die meisten solcher Voraussagen, holpern zwar auch die Allerheiligen-Regeln in lyrirscher Hinsicht recht unsauber durch Sprache und Raum, aber oft bewahrheiten sie sich zum Erstaunen aller Andersgläubigen. Hier einige Beispiele: Allerheiligenreif, macht den Winter stark und steif. / Zu Allerheiligen Sonnenschein, tritt der Nachsommer ein. / Der Altweibersommer tut nicht lange gut, und steht er auch in aller Heiligen Hut. / Wenn´s an Allerheiligen schneit, so halte deinen Hut bereit. / Ist zum Allerheiligen der Buchen- und Birkenspan trocken, müssen wir bis zum Winter hinter dem Ofen hocken. / Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini einen Sommer.
