Feine Plätzchen ohne Ei für die Weihnachtsbäckerei

liebevoll verzierte Kakaokugel - Grace Winter / pixelio.de
liebevoll verzierte Kakaokugel - Grace Winter / pixelio.de
Wer Kekse weniger kalorienreich backen möchte oder generell auf Eier verzichten will, hat hier die Wahl zwischen Kakaokugeln und Gewürzplätzchen.

Die meisten Deutschen nehmen in der Zeit um Weihnachten mehr Kalorien zu sich, als sonst. Auf den Weihnachtsmärkten locken Glühwein, Lebkuchen und andere Süßigkeiten. Viele Firmen laden ihre Mitarbeiter zur Weihnachtsfeier ein. Und auch bei privaten Festen machen die angebotenen Köstlichkeiten gute Vorsätze zunichte. Doch so ein gemütlicher Abend mit Punsch und Plätzchen gehört für viele Menschen zur Vorfreude auf Weihnachten einfach dazu. Wer den Glühwein durch Tee oder Früchtepunsch ersetzt, tut dann auch seiner Gesundheit etwas Gutes. Auch bei den Plätzchen geht es etwas weniger gehaltvoll, ohne auf den Genuss zu verzichten.

Backen mit oder ohne Ei?

Viele Menschen denken beim Thema „Eier“ sofort an hohe Cholesterinwerte. Auch wenn diese Diskussion sehr kontrovers geführt wird und Hühnereier viele wertvolle Inhaltsstoffe haben, gibt es gute Gründe, weniger davon zu konsumieren. Immer noch verbringen die meisten Legehennen in Deutschland ihr trauriges Dasein in engen Käfigen oder auf verdreckten Stallböden. Der zweite Grund beim Plätzchenteig auf Eier zu sparen ist dagegen küchentechnischer Art. Buttergebäck und andere Plätzchen aus Mürbteig werden nur dann so richtig schön zart, wenn man nur Eigelb verwendet. Auf ein Pfund Mehl kommen da schnell 6 Eigelb zusammen. Was macht man mit dem Eiweiß. Wer keine Makronen daraus backen möchte, kann es als Suppeneinlage verwenden oder in der Pfanne braten sozusagen als Spiegelei ohne Spiegel. Da diese Art der Resteverwertung nicht alle Hobbybäcker begeistert, sind in den unten angeführten Rezepten gar keine Eier drin.

Zucker ja - Butter nicht unbedingt!

Besonders zart wird das Gebäck durch den Puderzucker. Diesen „Staubzucker“ darf man hier keinesfalls durch normalen Haushaltszucker ersetzen, da die Mengenverhältnisse nicht stimmen. Wer generell auf tierische Produkte verzichtet, ersetzt die Butter durch eine zum Backen geeignete Margarinesorte. Dann dürfen auch Veganer und Menschen mit Milcheiweißallergie die folgenden Rezepte ausprobieren.

Gewürzplätzchen auf die moderne Art

  • 375 g Weizen- (Vollkorn) oder Dinkelmehl
  • 250 g Butter (oder Margarine)
  • 60 g Puderzucker
  • 10 g Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • ½ Tasse Zucker & 1 Esslöffel Zimt (vermischt für die Dekoration)

Die weiche Butter oder Margarine zerkleinern. Mehl, Puderzucker und Gewürze in einer großen Schüssel vermengen. Die Butterflöckchen auf die Mischung geben und alles zu einem glatten Teil verkneten. Vollkornmehl benötigt etwas Flüssigkeit. Ein bis zwei Esslöffel Wasser (oder Milch) reichen, um den Teig leichter zu verarbeiten. Der soll anschließend für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank kaltgestellt werden (in der Zwischenzeit könnte man den Teig für die Kakaokugeln vorbereiten). Nach der Ruhezeit den Teig nochmals kurz durchkneten und ausrollen, bis er etwa zwei bis drei Zentimeter dünn ist. Plätzchen ausstechen – wer mag nimmt weihnachtliche Formen wie Sterne, Tannenbäume, Glocken und Engel. Im vorgeheizten Backofen 10-12 Minuten bei 180°C (Umluft 160°C / Gas Stufe 4) hellbraun backen. Nicht auskühlen lassen, sondern warm in eine Mischung aus Zimt und Zucker tauchen oder mit Puderzucker bestäuben.

Kakaokugeln mit und ohne Glasur

  • 200 g Butter (oder Margarine)
  • 80 g Puderzucker
  • 200 g Speisestärke
  • 60 g Weizen- oder Dinkelmehl
  • 30 g Kakaopulver
  • 40 g gemahlene Mandeln oder Nüsse
  • Kuvertüre oder Puderzucker/Kakao zum Verzieren

Butter mit dem Elektroquirl schaumig rühren und den Puderzucker unterrühren. Stärke, Mehl, Mandeln, Kakaopulver vermischen und mit der Butter zu einem glatten Teig verarbeiten. Der sollte danach mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen. Anschließend den Teig in drei bis vier Stücke zerteilen. Mit den Händen jeweils eine Stange ausrollen. Davon kleine Stücke abschneiden und Kugeln mit einem Durchmesser von ca. 2 cm formen. Auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und ganz leicht andrücken. Zwischen den Kugeln sollte Platz sein, da sie noch etwas breiter werden beim Backen. Im vorgeheizten Backofen 10-12 Minuten bei 180°C (Umluft 160°C / Gas Stufe 4) hellbraun backen. Da die heißen Kugeln sehr leicht zerbrechen, sollten sie auf dem Blech etwas auskühlen, bevor man sie auf einen Gitterrost setzt. Sie müssen noch warm sein, wenn sie mit Puderzucker oder einem Gemisch aus Puderzucker und Kakaopulver bestäubt werden. Wer mag schmilzt Kuvertüre im Wasserbad und bestreicht die Kakaokugeln vorsichtig damit. Dazu sollten sie kalt sein, um nicht zu zerbrechen. Aber eigentlich schmecken die zarten Kekse am besten ganz ohne Überzug.

Die Idee zum ersten Rezept ist einer Tasse Yogi-Tee zu verdanken. Auf der Packung war ein Rezept für Gewürzplätzchen abgedruckt, das von der Autorin abgewandelt wurde. Für die Kakaokugeln standen die traditionellen "Schneefllöcken" Pate, deren Rezept sich im handschriftlichen Schulkochbuch der Mutter fand. Wer lieber diese Schneeflöckchen backen möchte, ersetzt den Kakao durch ein bis zwei Päckchen Vanillezucker. Dann werden die Kugeln vor dem Backen mit einer Kuchengabel leicht flach gedrückt. Weitere Rezepte für Weihnachtsplätzchen ohne Ei finden sich auf Suite101.de.

Die Autorin wünscht den Lesern frohe Weihnachten und alles Gute zum Neuen Jahr.

  • Bildnachweis: © Grace Winter / pixelio.de
Ursula Wyputta, Ursula Wyputta

Ursula Wyputta - Über zwanzig Jahre lang arbeitete ich als technische Assistentin, Gesundheits- und Umweltberaterin. Nach einem Fernstudium ...

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