Feldsalat ist ein besonderer Salat

Rapunzel wird einfach mit Dressing zubereitet - wrw  / pixelio.de
Rapunzel wird einfach mit Dressing zubereitet - wrw / pixelio.de
Feldsalat, auch Rapunzel genannt, ist völlig anspruchslos im Garten. Dafür aber in der Küche beliebt mit feinem Dressing als besonders gesunde Salatsorte.

Der Gemeine Feldsalat (Valerianella locusta) ist ein völlig anspruchsloses Gartengewächs, welches schon im zeitigen Frühjahr reichlich Vitamin C liefert. Er gehört in die Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae) und ist auch unter den Namen Ackersalat, Vogerlsalat oder Rapunzel bekannt. Wer ein paar Pflänzchen im Garten blühen lässt, kann den sich selbst aussäenden Feldsalat immer wieder ernten. Feldsalat wird nicht so häufig verwendet wie seine Brüder, der Kopfsalat oder Eisbergsalat. Dafür hat er auch im kleinsten Garten Platz und wächst beinahe ohne Zutun des Gärtners. Die Ernte der kleinen Blättchen erfordert etwas Geduld. Dafür wird der Gärtner mit einen feinen, nussigen Geschmack belohnt. Es lohnt sich, Rezepte für Feldsalat zu sammeln.

Grüne Salate sind gesunde Fitmacher

Alle grünen Salate sind reine Sauerstoff-Fabriken. Ihr hoher Chlorophyllgehalt stärkt das Immunsystem, entgiftet Lunge und Leber und fördert die Körperzellen bei ihrer Regenerierung.

Grüne Salate haben einen starken Basenüberschuss. Dadurch entsäuern sie den Organismus und schützen vor Gicht, Rheumatismus und Infektionen. Gerade für ältere Menschen ist dies besonders wichtig. Zusätzlich bieten grüne Salate wertvolle pflanzliche Eiweiße, entgiftende Ballaststoffe, viel entschlackendes Kalium sowie blutbildendes Eisen und Kalzium.

Beim Feldsalat ist der Kaliumgehalt besonders hoch und an Beta-Karotin übertrifft er die üblichen Kopfsalate fast um das Dreifache. Fettlösliche Beta-Karotine halten die Schleimhäute, also auch die Darmschleimhaut gesund. Salat soll erhöhte Harnstoffwerte und zu hohen Blutdruck senken. Und noch etwas macht alle grünen Salate empfehlenswert. Sie fördern durch ihren Gehalt an Lactucin einen gesunden Schlaf. Lactucin ist ein opiatähnlicher Stoff, der das vegetative Nervensystem beruhigt und die Zirbeldrüse im Gehirn unterstützt, das Schlafhormon Melatonin zu bilden.

Der Anbau von Feldsalat ist völlig unkompliziert

Wer seinen Feldsalat ab August bis zum Oktober aussät, kann im Spätherbst, eventuell im Winter und vor allem im Frühjahr den gesunden Salat ernten. Man kann ihn im Garten im Abstand von 10 cm in Reihen aussäen, oder einfach überall hin, wo etwas Platz ist. Wenn man im Frühjahr zu viel davon hat, lässt er sich gut als Mulchmaterial verwenden. Für Krankheiten und Schädlinge ist der Feldsalat nicht anfällig. Feldsalat kann zwischen Spinat oder den Winterzwiebeln wachsen. Er steht gut in den Erdbeerreihen, auf Baumscheiben oder als Saat unter dem beliebtem Rosenkohl, Grünkohl und Winterlauch. Somit benötigt Feldsalat im Garten keinen extra Platz. Wenn die Pflänzchen drei bis fünf Zentimeter groß sind, erntet man immer nur ein paar Blätter pro Pflanze. Wird er im Winter mit Folie oder Reisig abgedeckt, kann Feldsalat sogar bei Schnee geerntet werden. Er verträgt Frost und ist winterhart. Feldsalat mit Dresing ist im Winter besonders lecker.

Samen kann man im Frühjahr leicht selbst ernten. Wenn es warm wird, schießt der Feldsalat schnell. Dann lassen Sie einfach ein paar Pflanzen blühen. Kurz vor der Samenreife, reißt man die ganze Pflanze aus und hängt sie zum Trocknen auf. Darunter sollte ein Gefäß stehen, um die ausfallenden Samen aufzufangen. Wenn Sie die Pflanzen einfach blühen lassen, sät sich der Feldsalat von alleine aus. Wer über ein Frühbeet verfügt, kann im September hier einsäen. Darin ernten sich die kleinen Blättchen im Winter am einfachsten.

Salate sollte man möglichst frisch essen

Salate sollten so frisch wie möglich gegessen werden. Schon nach einem Tag im Kühlschrank haben die Blätter ein Drittel Ihres Vitamingehaltes verloren. Der Gärtner hat also den Vorteil, seinen Salat unmittelbar nach der Ernte zu essen. Angerichtet mit einem Dressing aus Zitronensaft, Olivenöl und Kräutern wie frischer Petersilie und Schnittlauch sollte er vor der Hauptmahlzeit gegessen werden. Salat sättigt und hat trotzdem nur sehr wenig Kalorien. Er besteht zu 95 Prozent aus Wasser und ist daher im Sommer ein ausgezeichneter Durstlöscher.

Quellen:

  • Praktisches Kursbuch gesunde Ernährung von Claudia Tebel-Nagy – Verlag Weltbild
  • Reiche Ernte aus dem eigenen Garten von Maren Bustorf-Hirsch und Michael Hirsch – Dassermann-Verlag
Heike Dommnich, Heike Dommnich

Heike Dommnich - Heike Dommnich schreibt als freie Autorin für verschiedene Internetportale, fotografiert als gärtnernde Imkerin vor allem ...

rss