
- Feng Shui Gegen das Gerümpel des Alltags - Rowohlt Verlag
Feng Shui ist die Kunst, den Fluss der natürlichen Engergieströme in unserer Umgebung in Balance zu halten und bringen und sie zu harmonisieren. So umschreibt Karen Kingston den Begriff in dem von ihr veröffentlichten Buch.
Die Kenntnisse um die Energieströme und deren Nutzung, die den Vorfahren noch selbstverständlich und im Alltagsgeschehen integriert waren, sind heute erneut zu lernen. Es geht um die Wiederherstellung und Erhaltung von Balance und Harmonie, sowohl im Außen wie im Inneren. Entrümpeln ist einer der Wege.
Gerümpel bremst den Energiefluss
Die Autorin befasst sich in dem veröffentlichten Werk mit dem Energiefluss in unseren Räumen. Ihre jahrelange Praxis sensibilisierte ihre Sinne und weiß, was unternommen werden muss, um die Energie wieder in Fluss zu bringen.
Gerümpel und Unordnung sind Hinternisse im Energiefluss. Gerümpel ist aufgestaute Energie und umgekehrt sammelt sich Krempel an, wenn die Energie nicht mehr im Fluss ist.
Oftmals zeigt sich ansammelnder Krempel als Symptom eines bereits bestehenden Problems. Nachfolgend verselbständigt sich der Prozess, wirkt nach dem Gesetz der Anziehung und vermeht sich, denn stagnierende Energien ziehen stagnierende Energien an.
Das Gerümpel in der Haben-Gesellschaft
Bereits der Psychoanalytiker Erich Fromm, setzte sich mehrfach mit dem Thema von Haben und Sein auseinander und veröffentlicht zu diesem Thema zahlreiche Werke. Noch dominiert die Habengesellschaft, in der materielle Werte hoch im Kurs stehen. Mit ihnen einher gehen die kurzweilig gebrauchten und zum Lagerbestand übergegangenen Gegenstände, kurzum Gerümpel. Darüberhinaus zählt ebenso alles Ungeliebte und Bedeutungslose zum Gerümpel, denen man sich schnellstmöglich entledigen sollte, um die darin gebundenen Energien ihrem Selbstzweck, dem Energiefluss, zurückzuführen. Sich dieser Sachen zu entledigen führt unwillkürlich zur körperlichen, geistigen und spirituellen Erleichterung.
Auch angefangene Arbeiten, die irgendwann beendet werden sollen, bereiten zwischenzeitlich unnötigen Druck, dessen man sich schnellstmöglich entledigen sollte.
Gerümpel in der Wohnung
Beliebte Bereiche, in denen gern Gerümpel in Häusern gelagert wird, sind Keller, Dachgeschosse, Abstellkammern und auch einzelne Schubladen. Die einzelnen Bereiche mit der Bagua unter die Lupe genommen, sind sehr aussagekräftig für die verschiedenen Bereiche des Lebens. Oftmals deuten diese Lebensbereiche, in denen sich ständig Gerümpel ansammelt, auf bereits vorhandene Schwachstellen hin. Diese verlangen eine besondere Aufmerksamkeit.
Sammelt sich Gerümpel gern in Kellern an, lagern hier zahlreiche unbearbeitete Angelegenheiten der Vergangenheit. Wie schwerwiegend diese sind, kann mit der Dauer der Lagerung und des nicht mehr gebraucht worden seins, bestimmt werden. Gerümpel auf Dachböden verhindern das Aufstreben, wohin auch immer. Von daher rät Karen Kingston in regelmäßigen Abständen alles Angesammelte einer Tiefenprüfung zu unterziehen und sich schnellstmöglich von allem Überflüssigem zu verabschieden.
Einfluss des Gerümpels
An Gerümpel anhaften, heißt an der Vergangenheit anhaften und führt geistig wie körperlich zu Verstopfungen, die im schlimmsten Fall das Leben des Betreffenden beherrschen. Meist liegen die Gründe für das Anhaften im Unbewussten. Mit Bewusstheit können derartige Muster aufgelöst und sich dieser beherrschenden Macht entledigt werden.
Das Beseitigen von materiellen Dingen löst Vorgänge im Leben aus, mit denen sich der Betroffene auseinandersetzen muss. Das bietet jedem die Möglichkeit, sich auch der Sachen zu entledigen, an denen er aus Angst festhält, denn sie unterdrückt ebenfalls Lebenskraft. Das schafft mehr Raum für die liebenswerten Dinge des Lebens.
Sachen aus beendeten Beziehungen
Alle Gegenstände beeinflussen in zweifacher Hinsicht. Zum einen sind es die persönlichen Assoziationen und zum anderen die Frequenzen, die der Gegenstand aussendet.
Besonders Gegenständen aus beendeten Beziehungen ist Aufmerksamkeit zu geben, da diese längst abgeschlossen und frei von persönlichen Assoziationen sein sollte.
Immerhin gehört die Hälfte der darin enthaltenen Energie der Vergangenheit an und steht dem Gegenwärtigen nicht zur Verfügung. Schon aus diesem Grunde sollten neue Beziehungen an einem Ort beginnen, an dem keiner der Beteiligten vorher gelebt hat.
Wirksamkeit des Ausmistens
Alles ist der Bewegung und Veränderung unterworfen, die von jedem selbst beeinflusst werden kann. Verändert sich das Äußere, ändert sich unmittelbar auch das Innere. Die Autorin rät beim Begegnen von Neuem, dieses zu genießen, den Nutzen daraus zu ziehen und zum richtigen Zeitpunkt wieder weiterziehen lassen.
Quelle: Karen Kingston "Feng Shui – gegen das Gerümpel des Alltags", rororo tranformation Herausgegeben von Bernd Jost, 18. Auflage Januar 2003, Deutsche Erstausgabe 2000
