Fernwanderweg: von München nach Venedig

Auf dem Traumpfad von Bayern an die Adria in 28 Tagen

Von München nach Venedig wandern -  Jens Goetzke
Von München nach Venedig wandern - Jens Goetzke
Von München nach Venedig: Einmal quer durch die Alpen und die Dolomiten wandern. Der Fernwanderweg gehört inzwischen zu den beliebtesten Routen.

Der Weg von Bayern an die Adria gehört inzwischen zu den beliebtesten Klassikern unter den Fernwanderwegen. Kein Wunder führt die Strecke auch an vielen landschaftlich reizvollen Stellen der Ostalpen vorbei. Zudem ist die Route mit 28 Etappen relativ überschaubar und sehr gut in sechs Teilstrecken zu unterteilen.

Von München ins Karwendel: das Voralpenland

Ausgangspunkt der Fernwanderung ist die bayrische Landeshauptstadt. Nach einer Stärkung mit einer bayrischen Brotzeit geht es zunächst immer entlang der Isar in Richtung Süden. Die Etappen dieser Teilstrecke stellen keine große Herausforderung an den Wanderer. Über Wolfratshausen, Bad Tölz und die Tutzinger Hütte geht es in vier Tagen bis Vorderriß, nahe der österreichischen Grenze. Auf den Etappen sind zwar steile Anstiege eher die Ausnahme, dennoch müssen teilweise lange Tagesetappen bewältigt werden, die etwas Ausdauer und Kondition erfordern.

Vom Karwendel ins Inntal: erste Bergetappen

Auf diesem Teilstück stehen nun die ersten Bergetappen an. Es geht von Vorderriß über das Karwendelhaus und das Hallerangerhaus nach Wattens ins Inntal. Auch der höchste Gipfel des Karwendel, die Birkkarspitze kann optional bestiegen werden. Hier verlässt die Strecke endgültig die Isar und die Etappen werden zunehmend anspruchsvoller.

Von Wattens nach Niedervintl: die Zentralalpen

Auf diesem Teilstück wartet der höchste Punkt der gesamten Strecke auf den Wanderer. Die Friesenbergscharte liegt nicht ganz auf 3.000 Metern und ist eine der Höhepunkte auf diesem Teilstück. Vom Inntal geht es zunächst hinein in die Tuxer Alpen, zur Lizumer Hütte. Von hier aus führt die Strecke zum Tuxerjoch Haus, zur Dominikushütte am Schlegeisstausee und über Stein und Pfunders nach Niedervintl in Südtirol. Hier liegen die Alpen nun endgültig hinter dem Wanderer und die Dolomiten sind der nächste große Abschnitt.

Von Niedervintl nach Alleghe: die nördlichen Dolomiten

Auf diesem vierten Teilstück warten die Dolomiten, eine der schönsten Bergmassive Europas auf den Fernwanderer. Von Niedervintl geht es weiter zur Kreuzwiesenhütte und Schlüterhütte. Der Weg führt nun weiter in Richtung Sella mit einer Übernachtung am Grödner Joch und auf der Boehütte. Nun geht es weiter zum Pordoijoch und vorbei an der Marmolada in Richtung Fedajsee bis Alleghe dem Endpunkt dieser Teilstrecke.

Von Alleghe nach Belluno: die südlichen Dolomiten

Auf der vorletzten Teilstrecke warten noch einmal ganz besonders schöne Stellen. In vier Tagesetappen geht es durch die südlichen Dolomiten weiter in Richtung Venedig. Übernachtungsziele sind die Tissihütte, die Carestiahütte, das Rifugio 7° Alpini und schließlich die Stadt Belluno. Für einzelne Etappen wird eine Klettersteigausrüstung benötigt. Wer nicht klettern möchte, weicht ab dem Rifugio Pian de Fontana über das Rifugio Bianchet aus und kommt schließlich mit dem Bus nach Belluno.

Von Belluno nach Venedig: Schlussspurt an die Adria

Die letzten fünf Etappen auf dem Weg zum Markusplatz stehen nun noch aus. Von Belluno führt der Weg weiter nach Ponte Priula, Bocca Callata, Jesolo und schließlich Venedig. Auf diesem Teilstück stehen nicht immer reine Wanderwege zur Verfügung. Hin und wieder führt die Route auch über wenig befahrene Straßen. Dennoch lohnt sich auch dieses letzte Teilstück, denn mit jedem Schritt kommt das Meer näher. So bilden die letzten fünf Etappen einen schönen Abschluss auf dem Weg nach Venedig.

Details zu allen Etappen und Übernachtungsmöglichkeiten finden sich auch im Wanderführer "Traumpfad München - Venedig".

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Almut Winkler, Almut Winkler

Almut Barden - Als freie Autorin und Redakteurin schreibe ich hauptsächlich in den Bereichen Outdoor, Bergsteigen, Klettern und Camping. Neben ...

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