Fibromyalgie - ganzheitliche Therapie kuriert chronischen Schmerz

Elisabeth S. litt an Fibromyalgie - Schwarzwald MedicalResort
Elisabeth S. litt an Fibromyalgie - Schwarzwald MedicalResort
Stress und Überarbeitung machten aus Elisabeth S. (63) eine kranke Frau: Sie litt an Fibromyalgie und Dauerschmerzen. Eine Immunkur half.

Das Igelbaby hat seine Stacheln dicht an den Körper angelegt. Sanft drückt Elisabeth Swoboda (63) das kleine Wesen an ihre Wange. „Endlich bin ich wieder fit“, freut sie sich. Über ihr Engagement für verletzte Igel hätte die Tierschützerin aus Stocksberg bei Heilbronn beinahe die eigene Gesundheit vergessen: „Ich litt unter Fibromyalgie, konnte mich nur unter Schmerzen bewegen.“ Erst eine ganzheitlich ausgerichtete Therapie befreite sie von den Qualen.

Fibromyalgie und arthritische Gelenkschmerzen sorgten für den Dauerschmerz

Die Ursachen für Elisabeths Gesundheitsprobleme liegen schon rund 20 Jahre zurück: Damals bekam die Apothekenhelferin von einer Nachbarin zwei verwaiste hungrige Igelbabys überreicht, deren Mutter offenbar überfahren worden war. „So hat es angefangen“, lacht die Schwäbin. Vier Jahre später hatte sie eine eigene Igelstation mit Außengehege und Behandlungszimmer. Nach zehn Jahren gab sie ihren Beruf auf und kümmerte sich nur noch um ihre stacheligen Schützlinge. Denn aus der ehemals kleinen Igelstation war mittlerweile ein richtiges Krankenhaus geworden mit rund 300 vierbeinigen Patienten pro Jahr – und Elisabeth war am Ende ihrer Kräfte.

Immer öfter machten ihr arthritische Gelenkschmerzen zu schaffen. Hinzu kam Fibromyalgie, ein schmerzhaftes Muskelrheuma, bei Stress litt sie zusätzlich unter Tinnitus. Nach einer Grippe war ihr zudem eine Schilddrüsenentzündung zurückgeblieben. Heute weiß die engagierte Tierfreundin: „Ich war total überarbeitet, die Jungtiere mussten ja mehrmals pro Nacht gefüttert werden.“ Und Elisabeth musste alles alleine machen. Geld, um Mitarbeiter zu bezahlen, hatte sie nicht. Schließlich gründete einen Verein zum Schutz der Igel. „Mit den Spendengeldern konnte ich dann zwei Teilzeitkräfte anstellen.“

Die übliche Behandlung: Kortison, Schmerzmittel und Antidepressiva

Doch ihr Gesundheitszustand besserte sich nicht. „Manchmal konnte ich mich kaum bewegen.“ Die Ärzte fanden lange keine Ursache für ihre Beschwerden, gaben ihr Kortison und starke Schmerzmittel. Sogar Anti-Depressiva wollte man ihr verordnen. Schließlich hörte sie von einer Klinik, die arthritische Krankheiten mit sanften Therapien äußerst erfolgreich behandelt.

„Wenn die Belastungsgrenze des Abwehrsystems erreicht ist, können Stress und andere Überforderungen das Immunsystem schwächen. Dadurch entstehen Krankheiten“, erklärt Dr. Karl John, stellvertretender Chefarzt am Schwarzwald MedicalResort Obertal in Baiersbronn, einer Privatklinik für Innere Medizin, Orthopädie und Naturheilverfahren. „Zu Schmerzsyndromen kommt es häufig durch ein Übermaß an Schadstoffen, die sich in Sehnen, Bändern und Gelenken ablagern“, so der Ärztliche Leiter der Abteilung Naturheilverfahren weiter.

So funktioniert das Immunsystem - wenn es funktioniert

Das Immunsystem ist wie alle Körperfunktionen einem Alterungsprozess unterworfen. Mit zunehmendem Alter ist die Immunreaktion gegenüber Fremdkörpern vermindert, gegenüber körpereigenem Gewebe dagegen erhöht. Diese „Fehlreaktionen“ können zu einer Reihe von Gesundheitsstörungen führen – Infektionen, Autoimmunkrankheiten, vermutlich sogar Krebs. Der Thymus, in dem die Abwehrzellen geschult werden, bildet sich mit der Zeit zurück, kann dem Organismus nicht mehr ausreichend Immunzellen zur Verfügung stellen. Bestimmte homöopathische Arzneimittel wirken dem Abbau des Thymus entgegen und verbessern die Qualität der Abwehrzellen.

Im Rahmen einer individuellen Kombitherapie wurde zunächst Elisabeths Ernährung auf basische Kost umgestellt, um der Übersäuerung entgegen zu wirken. Hinzu kam eine Infusionstherapie mit Mikronährstoffen, Aminosäuren und Enzymen, die die Entgiftung fördern, sowie eine Homöopunktur-Behandlung. Dabei werden spezifische Homöopathika in bestimmte Akupunkturpunkte injiziert. „Das unterstützt die Entgiftung auf energetischer Ebene“, sagt Dr. John. Um Elisabeths Kreislauf zu aktivieren und ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern, verschrieb er ihr außerdem ein pulskontrolliertes Ergometertraining mit spezieller Sauerstoffzufuhr. Injektionen mit Thymorell, einem Homöopathikum, das die Thymozyten (Abwehrzellen) stärkt, harmonisierten das Immunsystem.

Nach zwei Wochen spürte Elisabeth die ersten Besserungen: Sie kam langsam zu Kräften, fühlte sich fitter, die Schmerzen ließen nach. „Nach vier Wochen ging‘s mir wieder richtig gut“, erzählt sie. Mittlerweile war sie schon dreimal im Schwarzwald MedicalResort, um ihren Behandlungserfolg zu stabilisieren. „Schließlich muss ich bei Kräften bleiben für meine Schützlinge.“

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Brigitte van Hattem, www.starphotografie.de

Brigitte van Hattem - Mein Name ist Brigitte van Hattem. Ich bin Medizinjournalistin, Fernsehredakteurin, Autorin und Texterin und betreibe ein medizinisches ...

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