"Yes-Man" – Komödie mit Jim Carrey, 2008

Die Komödie mit Jim Carrey ist mehr als nur ein nettes Abendprogramm. Der Film lädt dazu ein, es selbst auszuprobieren und einfach etwas öfter Ja zu sagen.

Carreys Freundin hat sich für einen anderen entschieden. Seitdem lässt er sich auf nichts mehr ein. Freunde haben seine Ausreden satt, keiner kommt an ihn ran. Bis er der Organisation der „Ja-Sager“ beitritt. Die Bedingung: Er muss zu allen Chancen, zu allem was das Leben für ihn bereithält, JA sagen!

Der Film „Yes-Man" lädt dazu ein, selbst öfters Ja zu sagen und bringt neben vielen Lachern eine wichtige Botschaft mit. Denken Sie darüber nach: Wann haben Sie das letzte Mal zum Beispiel einfach einen Zettel abrissen und gesagt: „Ja, ich möchte Suaheli lernen!“

Jim Carrey mutiert vom No-Man zum Yes-Man

Natürlich führt das Ja-Sagen zu allen Möglichkeiten, die das Leben so bietet, irgendwann zum Chaos und Carrey bittet den Gründer der Organisation diesen Fluch aufzuheben. Er findet dabei heraus, dass er die Regel viel zu strickt angewendet hat und dass man auch ab und an nein sagen muss.

Auf der anderen Seite öffnet sein konsequentes Ja zu allem was kommen mag Tür und Tor für neue Erfahrungen und spannende Begegnungen. Er trottet nicht mehr wie gewohnt jeden Abend in die Videothek, um sich nach der Arbeit lustlos und passiv hinter einem Berg von Filmen zu vergraben. Er probiert aus und atmet das Leben in vollen Zügen.

Direkt nach der Veranstaltung scheint sich zu bewahrheiten, wie gefährlich es sein kann, den Ja-Sagern zuzugehören. Er muss einen Wohnungslosen mitnehmen, der sein Handy leertelefoniert und der ihn anschließend höflich bittet, ihm all das Geld zu geben, das er in der Tasche hat. Zu allem Unglück geht ihm auf dem Rückweg auch noch der Sprit aus und er muss zur nächsten Tankstelle laufen, um in einem Ersatzkanister Benzin zu holen. Hier jedoch trifft er die Frau seiner Träume. Die beiden haben gleich einen sehr guten Gesprächsstoff, nach dieser „unglücklichen Geschichte“ und sie fährt Carrey sogar zu seinem Auto auf einem klapprigen Moped, das er zuvor nie bestiegen hätte.

Das Leben des Protagonisten verändert sich grundlegend

Sein Leben verändert sich grundlegend: Er lernt andere Sprachen, ist für jeden Spaß bereit, hilft anderen Menschen und befürwortet sämtliche Kreditanträge für Unternehmer. Das ganze zahlt sich aus: Obwohl die Bank nicht so viele Kredite vergeben will, stellt man in der obersten Geschäftsleitung fest, dass die Geschäfte seit dieser Änderung besser laufen. Carrey wird befördert. Chaotisch wird das Ganze auf einer spontanen Reise mit dem nächstbesten Flug und seiner neuen Liebe. Die Polizei schöpft Verdacht, dass Carrey einen terroristischen Anschlag vorhabe. Zur Verteidigung muss Carrey vor seiner Freundin gestehen, dass er zu allem Ja sagen musste. Sie ist enttäuscht und irritiert. Was wollte er wirklich?

Der Spaß nach dem Film „Yes-Man" – ein kleiner Selbsttest

Der Film „Yes-Man" lädt förmlich zu einem Selbsttest ein: Man stelle sich vor, wie es wäre, sich einmal keine Gelegenheit, die das Leben bietet, entgehen zu lassen. Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Leben ist das was passiert, während wir Pläne machen.“ Wer sich manchmal auch spontan leiten lässt und offen ist für neue Erfahrungen, kann grenzenlose Möglichkeiten entdecken.

Silvia Eggler, Silvia Eggler

Silvia Eggler - Beruferfahrung: Freiberufliche Autorin und Dozentin Hein-Moeller Berufschule Elektrotechnik, Berlin Vertretungslehrerin ...

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