Filmkritik - Dead Meat

Dead Meat Cover - Sunfilm
Dead Meat Cover - Sunfilm
In diesem Fun-Splatter aus Irland sind die Zombies los.

Regisseur Conor McMahon hatte 2004 die passenden Ideen und Einfälle, um einen interessanten Funsplatter auf die Beine zu stellen, der sehr lustig und blutig daherkommt.

Von Killerkühen und Zombies

Schon lange war von der Rinderseuche BSE nichts mehr zu hören und dennoch wurde dieses Thema im Jahre 2004 aufgegriffen. In dieser erfrischend anderen Interpretation einer gefährlichen Krankheit, wusste Regisseur Conor McMahon mit seinen Ideen, verknüpft mit herrlich frischen Splattereinlagen, ein nettes Gesamtpaket abzuliefern. Da das Zombiefilmgenre sehr ausgelutscht scheint, in dem sich das Thema Virus immer wiederholt, ist es für den Betrachter geradezu eine Offenbarung, spritzige neue Einfälle vorgesetzt zu bekommen. Perfekt in Szene gesetzte schwarze Comedy mit kuriosen Einlagen, so lässt sich „Dead Meat“ am besten beschreiben. Conor McMahons blutrünstige Kühe sind es nämlich, die in diesem Streifen die unheilbringende Seuche auf der grünen Insel verteilen. Und wenn, mit allerlei Utensilien bewaffnet, den Herrscharen von Untoten der Krieg erklärt wird, bleibt garantiert kein Auge trocken. Man sollte sich jedoch vor Augen halten, dass es sich bei „Dead Meat“ um eine Low-Budget-Produktion handelt. So muss man schon einige Abstriche vornehmen. Sei es an der manchmal desorientierten Kameraführung oder am hin und wieder schwächelnden Drehbuch. Trotz allem bleibt Conor McMahons Werk ein sehr unterhaltsamer Film, dessen Entdeckung sich durchaus lohnt.

Die Handlung von „Dead Meat“

Helena und Martin sind auf der Reise durch Irland. Sie freuen sich auf Erholung und Zweisamkeit, wären da nicht BSE verseuchte Kühe, die getötete Opfer in blutrünstige Zombies verwandeln. Und solch einer läuft den beiden vor den Wagen und beißt Martin anschließend ein Stück Fleisch aus der Schulter. Dieser erhebt sich ebenfalls als Untoter. Helena ergreift daraufhin die Flucht. Sie trifft einen mysteriösen Totengräber und andere kuriose Gestalten. Alsbald sieht sie sich einer Übermacht an Zombies gegenüberstehen und der Kampf ums Überleben beginnt.

Lustige Unterhaltung für zwischendurch

„Dead Meat“ macht Laune. Wenn man Lust hat, etwas abzuschalten und mit einem Grinsen im Gesicht das Abmurksen von Untoten zu bestaunen, macht man mit Conor McMahons Film absolut nichts falsch. Dramaturgie und Musik sind stimmig, die Schauspieler agieren überzeugend und die Landschaften sind schön in Szene gesetzt. Die Splattereffekte können überzeugen und sind zahlreich vorhanden. Nimmt man manche Hänger im Storyaufbau und deplatziert wirkende Kameraeinstellungen nicht zu ernst, steht einem vergnüglichen Filmspaß nichts mehr im Wege.

7/10 Punkte

Infos zu Dead Meat:

Land: 2004

Jahr: Irland

Länge: 79 Min.

Altersfreigabe: FSK 18

Verleih: Sunfilm

Infos zu Cast & Crew:

Regisseur: Conor McMahon

Drehbuch: Conor McMahon

Kamera: Andrew Legge

Musik: John Gillooley

Schauspieler: Anthony Litton, Eoin Whelan, Marian Araujo

Steffen P., Steffen P.

Steffen Paßen - Hallo. Mein Name ist Steffen, ich bin 28 Jahre alt und ein begeisterter Filmfan. Hauptsächlich bevorzuge ich Splatter- und ...

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