Filmkritik - Insidious

Insidious - Central Film Verleih
Insidious - Central Film Verleih
Dem Macher von Saw, James Wan, ist mit Insidious ein Gruselschocker gelungen der einen das Fürchten lehrt.

Grausame Killer und unheimliche Ereignisse. James Wan, ein Mann für alle Genres.

Vom Tortureporn zum Geisterfilm

Der am 27. Februar 1977 in Malaysia geborene James Wan, erfreute die Horrorgemeinde im Jahre 2004 mit einer bis dato einzigartigen Idee: Er entwarf einen an die Psyche gehenden, dunklen Thriller, um einen Killer der einen die Wahl zwischen Leben und Tod überlies. Mit fiesen Fallen und einer an den Nerven nagenden Story, erblickte „Saw“ das Licht der Welt. Es entstand ein gigantisches Franchise der sechs weitere Teile nach sich zog, und das Genre des Tortureporn wurde geboren. Im Laufe der Jahre jedoch wurde die Filmindustrie von unzähligen schlechten Filmen dieser Art überschwemmt, die von dem gewinnbringenden Genre profitieren wollten. Anstatt Blut, Gewalt und Gedärmehappenings ging Wan nun einen anderen Weg, und wagte sich an das Genre des Mysteryfilms. Im Jahre 2010 entstand somit die Idee für „Insidious“. James Wan fungierte als Regisseur, während sich Leigh Whannell für das Drehbuch verantwortlich zeichnete. Da beide ein eingespieltes Team waren, sie hatten zusammen schon mehrere Projekte verwirklicht, darunter mehrere Teile der Saw-Reihe sowie den Film Dead Silence, stand einem positiven Ergebnis nichts im Wege. So schuf das Dreamteam einen Film mit sehr dichter Atmosphäre und gut platzierten Schockmomenten. „Insidious“ trat seinen Siegeszug an. Da sich die Produktionskosten auf gerade mal 1,5 Millionen US-Dollar belaufen, der Film bisher aber schon über 93 Millionen US-Dollar einspielen konnte, gehört er zu den Sommer-Blockbustern dieses Jahres.

Die Handlung von „Insidious“

Lange müssen Joch Lambert und sein Frau Renai für sich und ihre drei Kinder nach einem geeigneten Zuhause suchen. Dann endlich finden sie ein passendes Einfamilienhaus in das sie auch sofort einziehen. Das Glück jedoch währt nicht lange, und mysteriöse Erscheinungen treten in ihr Leben. Stimmen die aus dem Babyphone zu kommen scheinen, Schritte auf dem Dachboden. Als wäre das noch nicht schlimm genug erschüttert ein tragischer Unfall das Leben des einst glücklichen Paares. Sohn Dalton stürzt aus unerklärlichen Gründen von einer Leiter und fällt in ein Koma. Josh und Renai glauben nun immer mehr das Haus sei verflucht und ergreifen die Initiative. Sie ziehen um, doch kommen vom Regen in die Traufe. Von da an beginnt eine Zeit voller Schrecken und ein Kampf um die Seele ihres Sohnes beginnt.

„Insidious“ rockt

Mit einer sehr dichten Atmosphäre, toller Story und einem Score der das Mark in den Knochen erschüttert, erschufen James Wan und Leigh Whannell einen überragenden Gruselschocker. Die beachtliche Stimmung kann sich Aufgrund der guten Kameraarbeit und der musikalischen Untermalung von Anfang bis Ende halten. Schauspielerisch fällt auch nichts negativ ins Gewicht, so dass man von einem sehr gelungenen Film sprechen kann. Wer also mal wieder Lust hat sich so richtig zu gruseln und von Angstschauern durchgerüttelt zu werden, der kommt an diesem Meisterwerk nicht vorbei. „Insidious“ rockt und verspricht einen unheimlichen Filmeabend.

9/10 Punkte

Infos zu Insidious:

Land: USA

Jahr: 2010

Länge: 102 Min

Altersfreigabe: FSK 16

Verleih: Central/Senator

Infos zu Cast & Crew:

Regisseur: James Wan

Drehbuch: Leigh Whannell

Kamera: David Brewer, John R. Leonetti

Musik: Joseph Bishara

Schauspieler: Patrick Wilson, Rose Byrne, Leigh Whannell, Lin Shaye, Ty Simpkins u.a…

Steffen P., Steffen P.

Steffen Paßen - Hallo. Mein Name ist Steffen, ich bin 28 Jahre alt und ein begeisterter Filmfan. Hauptsächlich bevorzuge ich Splatter- und ...

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