Final Cut, das Kinder- und Jugendfilmfestival Marburg

Filmrollen - Alex Yorke, flickr.com
Filmrollen - Alex Yorke, flickr.com
Bereits zum sechsten Mal laden 2011 das Cineplex-Kino in der Biegenstraße und die Fachdienste Jugend und Kultur zum Filmfestival ein.

Fünf Filme für Jugendliche, fünf Filme für Kinder werden vom 4. bis zum 8. Oktober 2011 im Marburger Cineplex zu sehen sein, und sie werden jeweils für einen Unkostenbeitrag von 2,50 Euro gezeigt. Nichts bezahlen müssen die Mitglieder der Jury. Sie küren in jeder Kategorie den besten Film - eine begehrte Auszeichnung, weil sie direkt von der Zielgruppe verliehen wird.

Der Fachdienst Kultur der Stadt Marburg erklärt, dass auch Sehen gelernt sein will: "Es ist ein propagiertes Ziel des Festivals, die Sehgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen aufzunehmen, ihre Wahrnehmung zu schärfen und damit einen Beitrag zur kulturellen Bildung zu leisten." Er legt Wert auf anspruchsvolle Filmproduktionen vor allem aus dem europäischen Raum.

Schulfrei für die Jury, Schule für die Eltern

Kinder zwischen 10 und 14 Jahren konnten sich um einen Platz in der Kinderjury bewerben, in der die Kinderfilme bewertet werden. Für die Jugendfilmjury mussten die Kandidaten zwischen 15 und 18 Jahre alt sein. Sie alle mussten sich bereit erklären, sämtliche Filme ihrer Kategorie anzuschauen und anschließend gemeinsam zu bewerten. Der Hinweis, dass sich Schulen erfahrungsgemäß für diesen Zweck zu freien Tagen überreden ließen, mag zu einigen Bewerbungen beigetragen haben.

Auch wer nicht in die Jury gekommen ist, kann sich in dieser letzten Schulwoche vor den Herbstferien auf unterhaltsame Stunden freuen. Schulvorführungen sind nämlich ebenfalls ein Bestandteil des Festivals. Im Anschluss an ausgewählte Vorführungen von Jugendfilmen sind Filmgespräche geplant. Und ein medienpädagogisches Programm soll Lehrer, Eltern, Erzieher und andere interessierte Erwachsene schulen.

Die Filme des Jahres 2011

Im Kinderfilmwettbewerb treten die folgenden fünf Filme an:

  • Wintertochter, Deutschland/Polen 2010, Regie Johannes Schmidt. Vorpremiere.
  • Ein Pferd für Klara, Schweden 2010, Regie A. Moberg
  • Anne liebt Philip, Norwegen/Deutschland 2010, Regie Anne Sewitzki, Deutschlandpremiere
  • Liverpool Goalie, Dänemark 2009, Regie Mogens Hagedorn, Deutschlandpremiere
  • Magic Silver, Norwegen 2009, Regie Julenatt i Bläfjell

Diese Filme kämpfen um den Preis der Jugend-Jury:

  • Westwind, Deutschland 2011, Regie Robert Thalheim
  • Ein Tick anders, Deutschland 2011, Regie Andi Rogenhagen
  • Der Himmel hat vier Ecken, Deutschland 2010, Regie Klaus Wirbitzky
  • Shopping Girls, Polen 2009, Regie Katarzyna Rostaniec
  • Sascha, Deutschland 2010, Regie Dennis Todorovic

Der große Tag der Preisverleihung

Am Samstag, dem 8. Oktober wird das Marburger Cineplex dann zur Spielwiese. Von halb zwei bis sechs Uhr abends sind Foyer und Flure voller Spielmöglichkeiten wie Playstation und Trickboxx mit der Möglichkeit, eigene Trickfilme herzustellen. Die feierliche Bekanntgabe der Preisträger ist für 14.30 Uhr vorgesehen.

Wer so viele Filme gesehen hat, hat zum krönenden Abschluss noch einen Film verdient, den es nur noch zu genießen und nicht mehr zu zerpflücken und zu bewerten gilt. In einer Vorpremiere vor dem eigentlichen Filmstart präsentiert das Cineplex am Samstag nach der Preisverleihung den Film Tom Sawyer, Deutschland 2011, Regie Hermine Huntgeburth. Der von der Marburger Kinderjury preisgekrönte Kinderfilm wird am Sonntag um 11 Uhr, der Jugendfilmpreisträger um 11.15 Uhr noch einmal vorgeführt.

Das vollständige Programm und Informationen zu den Filmen gibt es bei reinMein.

Lesen Sie bei suite101 mehr über Marburg!

Eva Finkenstädt, Foto: Thomas Gebauer, Marburg

Eva Finkenstädt - ... ist Jahrgang 1954 und stammt aus einem Dorf in Nordhessen, wo ihr Familienname auf einen Schreibfehler im Kirchenbuch ...

rss