'Final Cut Pro X' heißt der Nachfolger von Apples professioneller Schnittsoftware 'Final Cut Pro 7'. Laut Konzern wird die Videobearbeitung revolutioniert, der Videoschnitt komplett neu definiert. 'Final Cut Pro X' kostet gerade mal 240 Euro. Zu dem Preis wurde bisher nur die kleinere Version 'Final Cut Express' angeboten, der Kunde bekommt jetzt weitaus mehr für das Geld. Denn Teile des ehemaligen Profi-Pakets für rund 1.000 Euro sind in 'Final Cut Pro X' enthalten. Dazu gehören Funktionen für die Soundbearbeitung, Farbkorrektur und DVD-Erstellung. 'Compressor' zum komprimieren und kodieren der Clips und 'Motion' für Grafikanimationen sind nun eigenständig und kosten jeweils 40 Euro. Auf den ersten Blick bietet Apple damit Kampfpreise an und verkündet, den Videoschnitt zu revolutionieren und neu zu definieren.
Apple verkündet die 'Magnetic Timeline' als Revolution des Videoschnitts
Die 'Magnetic Timeline' ist das Herz der neuen Software, heißt es in der Pressemitteilung. Sie vereinfacht das Verschieben von Video-, Audioclips und Effekten. So können Elemente zusammengefasst und in einem neuen Clip bewegt und an einer beliebigen Stelle abgelegt werden, ohne das Löcher entstehen oder andere Inhalte überschrieben werden. „Damit kannst Du dich darauf konzentrieren, was Du tun willst und musst nicht ausknobeln, wie es zu tun ist“, verspricht ein Werbevideo. Und das sogar schneller als bisher durch die 64 -Bit Architektur. Neu ist auch eine bessere Verschlagwortung und Organisation der einzelnen Videoclips.
Kritik an Farbkorrektur, fehlender Timecode-Anzeige und wegen Programmabstürzen
„Man sollte 'Final Cut Pro X' eher 'iMovie Pro X' nennen, nicht wirklich zu gebrauchen, Schade!“, kritisiert ein Nutzer die neue Software. 'iMovie' ist ein sehr einfaches Videoschnittprogramm von Apple. Ein Anderer Nutzer meint: „So wie es aussieht, verabschiedet sich 'Final Cut' aus dem Profisegment.“ Die früher eigenständigen Programme, wie zum Beispiel 'Color' für die Farbkorrektur sind nur mit vielen Abstrichen in das neue Programm integriert worden, andere Eigenschaften, wie zum Beispiel eine Anzeige des Timecodes fehlen jetzt völlig. Häufig sind es – abgesehen von Programmfehlern, die auch zu Abstürzen führen – Dinge, die Profis vermissen, der Amateur aber nicht benötigt.
'Mediacomposer' und 'Adobe Premiere Pro' als Alternativen
Die Firma 'Avid' bietet auf der Homepage für 'Final Cut' Umsteiger das Schnittsystem 'Mediacomposer' für unter 1.000 Euro an, 'Adobe Premiere Pro' liegt ebenfalls in der Preisklasse. Wer es günstiger haben möchte, muss auf einen PC umsteigen, für die zum Beispiel mit 'Vegas' von Sony für rund 650 Euro und 'Ulead Media Studio Pro' für etwa 350 Euro angeboten werden.
Neues Konzept mit der Hoffnung auf Updates
Mit 'Final Cut Pro X' schlägt Apple einen neuen Weg ein. Sie ersetzt nicht nur die teure Pro- , sondern auch die einfache Express-Version. Für Amateure ist das sicherlich ein echter Gewinn. Profis werden sich nur darauf einlassen, wenn Fehler schnell behoben werden und Funktionen nachgerüstet werden.
