Es geschieht ganz plötzlich: Von einem Moment auf den anderen verlieren fast alle Menschen auf der Erde das Bewusstsein – und werfen einen kurzen Blick auf ihre persönliche Zukunft. Dieses überraschende Szenario ist die Grundlage der neuen Mystery-Serie „FlashForward“ des amerikanischen Senders ABC.
Grundlage für „FlashForward“: 137 Sekunden Bewusstlosigkeit und Visionen
Natürlich geht dieses Ereignis nicht ohne Blutvergießen vor sich. Man braucht sich nur vorzustellen, was passiert, wenn gleichzeitig Abertausende von Autofahrern am Steuer einschlafen. Aber all die schrecklichen Todesfälle und Verletzungen, die das Ereignis mit sich bringt, spielen in der Serie „FlashForward“ nur am Rande eine Rolle.
Viel wichtiger ist, was während der kurzen Bewusstlosigkeit – es sind bei allen Beteiligten genau 137 Sekunden – in den Köpfen der Menschen vorgeht. Jeder von ihnen sieht nämlich seine eigene Zukunft, allerdings nur einen kurzen Ausschnitt daraus – und dieser Ausschnitt zeigt offenbar immer denselben Zeitpunkt, ungefähr sechs Monate in der Zukunft.
Joseph Fiennes als FBI-Agent Mark Benford
Das FBI macht sich unter der Leitung von Mark Benford (gespielt von Joseph Fiennes) daran, Erklärungen für den Vorfall zu suchen. Zu diesem Zweck wird eine Website eingerichtet, auf der jeder Mensch beschreiben kann, was er selbst in der Vorschau erlebt hat. Welches Bild jenes schnell näherrückenden Tages im April 2010 ergibt sich aus den Puzzlestücken? Und wird es der Wahrheit entsprechen?
Ebenso spannend wie die Frage nach den Hintergründen des einzigartigen Vorgangs und den Konsequenzen, die er für das Weltbild der ganzen Menschheit hat, sind die Reaktionen einzelner Betroffener. Wie beeinflusst es eine glückliche lesbische Beziehung, wenn eine der beiden Frauen sich selbst ein halbes Jahr in der Zukunft als schwanger erlebt? Was tut ein Vater, dem seine angeblich in Afghanistan gefallene Tochter quicklebendig erscheint?
Demetri Noh alias John Cho fürchtet um sein Leben
Vor allem aber: Was hat es zu bedeuten, wenn man zu denen gehört, die keine persönliche Zukunft erlebt haben? Vor dieser Frage sieht sich Benfords Partner Demetri Noh (John Cho). Könnte es sein, dass er in sechs Monaten schon gar nicht mehr am Leben ist?
Viel Hin und Her um „FlashForward“
In den USA läuft die Serie „FlashForward“ seit dem 24. September 2009. Produziert wurde sie zunächst von Brannon Braga und Marc Guggenheim. Guggenheim wurde später durch David S. Goyer ersetzt, der aber inzwischen ebenfalls das Handtuch geworfen hat. Nicht weniger Hin und Her gab es um die Länge der Serie – anfangs war von dreizehn Folgen die Rede, später von zweiundzwanzig, gelegentlich auch von mehr.
Bisher liefen jedenfalls erst zehn Folgen. Nach dem 3. Dezember 2010 wurde die Serie in die Winterpause geschickt – anscheinend eine neue Mode, die in Deutschland unlängst auch beim „Haus Anubis“ zu erleben war. Im Falle von „FlashForward“ geschah das nicht nur mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage, sondern auch, um die Konkurrenz durch die olympischen Winterspiele zu vermeiden.
Am 4. März 2010 geht es nun weiter – doch für die Fans in Deutschland, die bisher nur einzelne Ausschnitte auf YouTube erleben konnten, ist der 1. März wichtiger. An diesem Tag nämlich startet die deutsche Version auf Pro7 – zur besten Sendezeit, anders als unlängst „Harper's Island". Wer aber ganz ungeduldig ist und gut Englisch spricht, kann sich die bisher ausgestrahlten Folgen auch im Original auf DVD ansehen – sie erscheinen am 23. Februar.
„Flash Forward“ ist nicht gleich „FlashForward“
Aufpassen muss man allerdings beim Titel: Während die Ausschnitte auf YouTube meist unter der Bezeichnung „Flash Forward“ daherkommen, sollte man bei der Bestellung der DVDs unbedingt darauf achten, „FlashForward“ in einem Wort – also ohne Leerzeichen – zu schreiben. Mit Leerzeichen ist es nämlich der Titel einer Serie, die in den neunziger Jahren auf dem Disney Channel lief.
