Euphorbia pulcherrima und Helleborus niger - das sind keine Namen von römischen Göttern. Das sind die botanischen Namen von dem Weihnachtsstern und der Christrose. In der Weihnachtszeit erfreuen sie sich großer Beliebtheit und runden das häusliche Ambiente ab. Die Pflanzen, egal ob Topf- oder Schnittblume, können mit wenigen Handgriffen dekorative Highlights im Wohnbereich setzen. Dabei gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten.
Weihnachtssterne in dekorativ in Szene gesetzt
Mini-Weihnachtssterne kommen besonders gut zur Geltung, wenn man sie in einen großen roten Topf setzt. Dabei sollte der Rand des Übertopfes über den Blätterspitzen liegen. Goldener Draht wird netzartig um und über den Topf gespannt. Die Farbverbindung in rot und gold setzt besondere Akzente. Jeder wird mit gespannter Miene schauen, was sich im inneren des Topfes befindet.
Weihnachtssterne gibt es in verschiedenen Farben und Größen. Die Kombinationsmöglichkeiten der Dekorationen sind vielseitig und reichen von edel bis rustikal. Setzt man einen Stern in ein Glasgefäß und füllt den Zwischenraum mit weihnachtlichen Gewürzen auf, wie z.b. Nelken und Anis, verteilt sich im Haus ein wunderbarer Duft. Der Topf der Pflanze muss jedoch Wasserdicht sein, bevor man diese ins Glas stellt.
Der einfache Tontopf eignet sich besonders gut zur Gestaltung einzigartiger Kunstwerke. Ob mit Farbe bemalt, mit Baumrinde beklebt oder mit Schmuckdraht umwickelt, der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Im schlimmsten Fall verbrennt man sich höchstens die Finger an der Heizklebepistole. Auf den Topfrand wird ein kleiner Kranz gelegt und mit einer abfließenden Schleife versehen und der Stern in den Topf gestellt. Dabei sollte man beachten, dass sich im inneren des Topfes ein Untersetzer befindet, der das Gießwasser auffängt.
So entfalten Christrosen ihre Wirkung
Üblicherweise erhält man Christrosen in kleinen Sträußen. Ihre Schönheit lässt sie, höchstens mit etwas Seidenkiefer aufgebunden, in der Vase zur Geltung bringen. Diesem schlimmen Schicksal ergehen jährlich Millionen von Christrosen, wenn sie von ihrer Wurzel gekappt werden. Dabei wollen die Weihnachtsblumen ihrem tristen Dasein entfliehen und einfach mal ein bisschen abhängen.
Besonders gelingt ihnen das in Verbindung mit einem Glasröhrchen (Reagenzglas). Um das Röhrchen aufhängen zu können, sollte man erst einmal die Voraussetzungen dafür schaffen. Die Mittäterschaft bilden dabei weihnachtliche Schleifenbänder oder die einfache Angelschnur, welche man an dem Röhrchen befestigt. Die einzelne Christrose ist sehr scheu und daher wäre es angeraten, ihr und dem Röhrchen ein schützendes Kleid überzuziehen. Schwarze Ligusterbeeren, roter Ilex (verticillata) oder Mistelzweige auf die gleiche Länge schneiden, um das Glas legen und mit Schmuckdraht oder einfachem Haushaltsgummi befestigen. Verfschönert mit einem Samtband, freut sich die Christrose schon darauf mit ihren floralen Freunden mal wieder richtig gemütlich abhängen zu können.
Einfaches Heu aus der Tierhandlung verspricht der Christrose (im Topf) für den Winter warme Füße. Das Heu mit einer Kordel oder silbrigem Schmuckdraht um einen Tontopf binden oder eventuell mit Heißkleber befestigen, so dass sich die Christrose verstecken kann und kaum noch zu sehen ist, wenn man sie in den Topf stellt. (Vorsicht Verletzungsgefahr) Silberne Weihnachtskugeln und dunkle Tannenzapfen zwischen die einzelnen Blüten legen.
Ganz stark kommen Christrosen im Schnitt zur Geltung, wenn man ihnen einen starken Auftritt gewährt. Die Königsblume des Winters mag es gern schlicht. Vier bis fünf weiße kleine Vasen (nicht durchsichtig) in eine Reihe stellen. Von einem Zweig Seidenkiefer die Nadeln entfernen und diese gut verteilt auf den Rand der Vasen stecken. In jedes Gefäß nur eine Christrose setzen. Um eine optische Verbindung aller Vasen zu erzeugen, kann man mit feinen Gräsern arbeiten oder dünnen Schleifenband arbeiten.
