
- Einer der Aufreger: Die Afrikanische Felsenpython - everystockphoto.com
Florida und sein bekanntes Naturschutzgebiet, die Everglades, stehen vor einem massiven Problem. In den vergangenen Monaten bevölkern gigantische Schlangen Floridas Sümpfe. Die Everglades könnten nun aufgrund ihres günstigen Klimas zu einer wahren Brutstätte für riesige hybride Schlangenarten werden, wie Wissenschaftler befürchten.
Tödlicher Übergriff auf zweijähriges Mädchen
Im Naturschutz-Reservat des sonnigen Floridas finden Schlangen perfekte Konditionen, um sich explosionsartig auszurbreiten. Im schwül-heißen "Sunshine State" beobachten Experten seit einiger Zeit, wie sich die Schlangen nicht nur auf die Sümpfe beschränken, sondern nun auch andere Teile Floridas vermehrt bevölkern und somit zur wahren Plage werden. Im Juli 2009 kam es laut sueddeutsche.de zu einem Übergriff auf ein zweijähriges Mädchen, das von einer drei Meter langen Tigerpython im Bett gebissen und erwürgt wurde.
Wissenschaftler befürchten Kreuzung
Vor Kurzem entdeckten Wildschützer die Afrikanische Felsenpython in der Nähe des Feuchtbiotops. Diese Art kann bis zu viereinhalb Meter lang werden. Gerade weil sich die burmesische Python in diesem Gebiet rapide vermehrt (bis zu fünf Meter lang). Sollten sich diese beiden Arten kreuzen, befürchten Herpetologen wie Kenneth Krysko, dass eine neue genetische Riesenschlange entstehen könnte, die deutlich aggressiver und kräftiger sein könnte, als ihre beiden Ursprungsarten. Diese könnte dann auch Jagd auf Menschen machen.
Neue Art könnte agressiver und größer sein
Nach Einschätzungen von Experten leben rund 150.000 Schlangen in Florida. Was die Lage zunehmend prekär macht, ist eine unbekannte Dunkelziffer an ausgesetzten Exoten, die die beiden agressiven Schlangenarten, die Burmesische Python und die Afrikanische Felsenpython, befruchten könnten und hierdurch weitere Kreuzungen entstehen könnten, die sich im schlimmsten Falle in die Wohngebiete der Menschen ausbreiten.
Breitet sich Schlangenplage auf amerikanischen Süden aus?
Insgesamt stießen Forscher bisher auf etwa fünf Afrikanische Felsenpythons. Was sich als relativ nichtig anhört, stellt die Wissenschaftler allerdings vor einer kniffeligen Aufgabe. Denn: Durch die Bevölkerung des instabilen Ökosystems der Everglades durch acht weitere ausländische Konstriktorarten, befürchten die Experten, dass sich eine Schlangenplage über Florida in den weiträumigen Süden der USA ausbreiten könnte.
Maßnahmen der Regierung
Die Regierung Floridas reagierte durch die Erlassung von Jagdlizenzen und der speziellen Ausbildung von Zustellern sowie Post- und Lieferboten zur Erkennung der Kriechtiere. Die "Florida Fish and Wildlife Conservation Commission" versucht zudem, anhand thermischer Bilderkennung die Tiere aufzuspüren. Dennoch wurden seit der im Juli 2009 eröffneten Jagdversion erst 35 Exemplare der Burmesischen Pythong gefunden.
Gerade weil vermehrt Angriffe auf Menschen gezählt werden, macht sich die Regierung nun auch Sorgen um die Sicherheit von Touristen, die im sonnigen Florida Urlaub machen und das Naturschutzgebiet der Everglades erkunden wollen. Die Burmesiche Python greift nach Angaben von Experten sogar Alligatoren an.
