
- Bewegungsspiele fördern die Motorik - G.Spalke
Die Bedeutung der motorischen Fähigkeiten bei der Entwicklung von Kinder ist unbestritten und vielfach wissenschaftlich belegt (1). Bewegung, als Grundlage des kindlichen Lernens, fördert die Entwicklung der Sprache, der Kreativität und der Intelligenz (2). Obwohl die meisten Kinder, wenn man sie fragt, angeben, gerne Sport zu treiben, sieht die Realität anders aus. Kinder verbringen im Durchschnitt bis zu 3 Stunden vor Computer und Fernsehen (3) mit fatalen Folgen für die Gesundheit. Bewegungsspiele können hier entgegen wirken. Hier lesen Sie, mit welchen Spielen man die Motorik von Kindern fördern kann.
Sport und Bewegungsspiele fördern die motorische Leistungsfähigkeit von Kindern
Wenn Kinder sich wenig bewegen und noch dazu falsch ernähren, werden sie dicker. Die KiGGS Studie (4) hat ergeben, dass jedes 6.-7 Kind übergewichtig ist und jedes 16. Kind im Grundschulalter adipös. Das ist eine Zunahme seit 1995 um 50%. Alles was mit körperlicher Bewegung zu tun hat wirkt den gesundheitsschädlichen Folgen von Bewegungsmangel entgegen. Deshalb ist eine Förderung der motorischen Fähigkeiten der Kinder im Schulalter wichtig. Bewegungsspiele sollten Kindern täglich angeboten werden, um die oben genannten Risikofaktoren zu begrenzen.
Sie zielen auf:
- Ausdauer
- Beweglichkeit
- Reaktionsschnelligkeit
- Koordination
- Präzision
- Kraft
Ballspiele fördern Ausdauer und Reaktionsschnelligkeit
Fußball, Basketball, Tischtennis, Federball, Volleyball, all das kann ein Kind im Verein spielen. Für zu Hause können Sie ihrem Kind an passender Stelle ein kleines Basketballnetz anbringen. Spielen Sie ruhig ab und zu mit!
Wurfspiele fördern die Koordination von Kindern
Ein magnetisches Dart ist eine schönes Spiel, dass auch in der Gruppe gespielt werden kann. Jonglierbälle eignen sich zum alleinigen Üben. Zielwerfen mit Kunststoffringen ist eher für den Garten geeignet. Für draußen gibt es auch spezielle Wurfgeräte wie beispielsweise einen Bumerang. Ein anderes innovatives Wurfgeschoss ist der Nerf Mega Heuler. Der eiförmige Schaumstoffball sieht einem kleinen Football ähnlich. Er hat einen stabilisierenden Schwanz mit eingebauten Pfeifen. Das Gerät heult beim Werfen in drei Tonlagen, was Kindern viel Spaß macht.
Hüpfspiele, Seilspiele, Fangspiele verbessern Ausdauer und Kraft
Die Klassiker Gummitwist, Seil springen, Fangen, Verstecken und Hickelhäuschen sind prima geeignet Ausdauer, Kraft und Koordination von Kinder zu verbessern.
Draußen spielen: Bewegung mit Fahrrad und Roller
Das machen alle Kinder gerne: Fahrrad, Roller, Bobby car, Dreirad, Tretauto oder Rollschuh fahren (bitte den Helm nicht vergessen). Mittlerweile gibt es eine Reihe neuartiger Geräte, die mehr das Gleichgewicht trainieren wie zum Beispiel ein Pedalo.
Drinnen spielen: Trampolin und Hüpfball
Im Winter, wenn Schnee liegt, fahren Kinder sehr gern Schlitten. Doch angesichts eines herbstlichen Dauerregens bleibt of nur das Wohnzimmer als Kinderspielplatz. Bringen Sie eine Turnstange im Türrahmen an. Stellen Sie ihrem Kind ein kleines Trampolin auf. Springen macht Spaß und ist auch für Erwachsene gut. Besorgen Sie eine Turnmatte und einen großen Gymnastikball. Es gibt für Kleinkinder auch Gummi Hüpftiere, bei denen sich die Kinder gut festhalten und auf und ab hüpfen können.
Drinnen spielen: Gesellschaftsspiele mit Bewegungsanteil
Spiele wie Twister sind auf Koordination der Gliedmaßen angelegt und geeignet die Motorik von Kindern zu verbessern. Erkundigen Sie sich im Fachhandel nach neuartigen Spielen, die Bewegungsanteile ins Spiel integrieren. Neben der Grobmotorik ist gerade für die Schulfähigkeit auch eine gute Auge-Hand Koordination wichtig. Für die Förderung der Feinmotorik von Kleinkindern eignen sich beispielsweise Spiele mit Bauklötzen.
Hier finden Sie kostenlose Rätsel und Ausmalbilder für Kinder.
Quellen:
(1) Oerter R., Montana L. (2002) Entwicklungspsychologie, 5. vollständig überarbeitete Auflage, Psychologie Verlags Union, München Weinheim
(2) Schönrade, S., Der Lernbaum (2006), Verlag modernes Lernen, Dortmund
(3) Kim Studie, 2005, 1200 Kinder, bundesweit
(4) KiGGS, Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys 2007, Springer Medizin Verlag
