Fotografieren – vom Anfänger zum Profi

Werbeflyer - Kerstin Schulz
Werbeflyer - Kerstin Schulz
Das Bedürfnis, einzigartige Momente im Bild festzuhalten, kennen viele Menschen. Den Blick dafür zu entwickeln setzt oft jahrelanges Lernen voraus.

Die Entwicklung der Fotografie geht bis ins 18. Jahrhundert zurück, wo man erste Erkenntnisse gewann, dass man durch chemische Reaktionen und entsprechende Lichteinwirkung Veränderungen erzielen kann. Doch erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts war es dann so weit, dass man das erste Mal ein praxistaugliches Verfahren in Paris vorstellte.

Kurze Historie des Fotografierens

William Henry Fox Talbot präsentierte 1840 das erste Verfahren mit einem Negativ, das sich nach Belieben vervielfältigen ließ. Ständig wurde an der Verbesserung der Fotoverfahren gearbeitet und so gelang es dann Ende des 19. Jahrhunderts die bis dahin genutzten Platten durch den von Kodak entwickelten Rollfilm zu ersetzen. Aber auch an den Belichtungszeiten und an den Kameras wurde ununterbrochen gearbeitet, um sie immer weiter zu verbessern. Ständig gab es Neuerungen auf diesem Gebiet. Und so gelangte dann auch 1980 die erste Digitalkamera in den Handel. Mit den heute erhältlichen Modellen lassen sich auch von Laien gute bis sehr gute Erinnerungen im Schnappschuss festhalten.

Fotografieren als interessantes, aber auch kostspieliges Hobby

Bilderschau vom jährlichen Urlaub, von Familienfesten oder von Partys - das sind die Gelegenheiten, die jeder wohl zur Genüge kennt. Doch unter diesen ganz gewöhnlichen Hobbyfotografen heben sich andere ab, die das Fotografieren zu ihrem Hobby gemacht haben. Sie sind ständig auf der Jagd nach besonderen Momenten, die sie festhalten wollen. Dabei gibt es aber auch Hürden zu überwinden: Zum einen besitzt nicht jeder den angeborenen Blick für das Besondere oder Außergewöhnliche. Die meisten müssen dies oft viele Jahre lang trainieren. Dafür benötigt man außer der dazugehörenden Liebe zum Hobby viel Zeit und auch Verständnis der Familie. Auch die ständigen Neuerungen auf dem Markt ziehen die Laienfotografen in ihren Bann. Dabei muss man oft tief in die Tasche greifen, um sich solche Geräte oder Hilfsmittel zu leisten. Schließlich will man doch auch wie ein Profi arbeiten.

Möchte man dann sein Hobby noch zum Beruf machen, glaubt man meist vor unüberwindlichen Bergen zu stehen. Denn gerade in dieser Berufsgruppe ist der Konkurrenzkampf enorm hoch und die Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung noch härter.

Erfolgreich als Hobbyfotograf

Die wenigsten trauen sich an eine berufliche Fotografenausbildung wegen der bereits oben erwähnten Hürden, die es zu überwinden gilt. Ihre Leidenschaft leben sie dann in Vereinen oder lokalen Zirkeln aus. So begann auch der Werdegang des thüringischen Fotografen Andreas Heyne, der im Museum seiner Heimatstadt Zeulenroda seine dritte eigene Ausstellung zeigt. Schon in Kindertagen begann er mit dem Fotografieren. Konsequent widmete er seinem Hobby über Jahre hinweg zeit und vor allem Liebe.

Seit dem 23. Oktober 2011 kann man eine Auswahl seiner Bilder bestaunen. Sie zeigen Schnappschüsse in Natur und Umgebung. Erst durch das Festhalten in seinen Bildern wird dem Betrachter so manche Schönheit bewusst. Alltägliche Situationen zaubern ein Lächeln auf die Gesichter der Besucher. Ein Parkweg, dessen Schönheit man sonst nie wahrgenommen hätte, bringt das Wunder und die Kraft der Natur durch seine Bilder zum Vorschein.

Bevor er seine erste Ausstellung organisierte, präsentierte Andreas Heyne seine Bilder schon in diversen Ausstellungen in Deutschland. So waren seine Bilder unter anderem im Rahmen von Ausstellungen der Fotogemeinschaft "Auslöser" im Rathaus von Zeulenroda, in der Galerie "Hans Steger" und in der Sparkasse seiner Heimatstadt zu betrachten. Ebenso konnten Fotobegeisterte auch seine Werke in der Mühle Endschütz und in Aumühle bei Hamburg besichtigen. Im Saunabereich des Erlebnisbades Waikiki in Zeulenroda waren bereits schon zwei Ausstellungen von Andreas Heyne zu sehen.

Seine erste eigene Ausstellung im Museum seiner Heimatstadt Zeulenroda krönt seine bisherige Arbeit. Ob es für ihn ein Schritt in einen anderen Beruf ist, soll dahin gestellt bleiben, denn der Fotograf ist als Elektrokonstrukteur bei einer lokal ansässigen Firma tätig. Viel eher mag man spekulieren, dass sein Hobby einen Ausgleich in seine berufliche Tätigkeit bringt. Und mit seiner beinahe professionellen Vorgehensweise konnte er auch schon andere vor allem junge Menschen für diese Freizeitbeschäftigung begeistern.

Ein Besuch dieser Ausstellung lohnt sich, da man für viele natürliche Begegnungen einen ganz neuen Blick entwickelt. Und genau das ist auch das Motto seiner Ausstellung: Die Natürlichkeit unserer Umwelt, die uns umgibt, die wir aber in der alltäglichen Hektik verlernt haben zu sehen.

Quelle: TLZ vom 24.10.2011

Kerstin Schulz - Schon seit frühester Kindheit gehörten Bücher zu den Dingen, die ich am meisten liebte. Auch Sprachen waren für mich ...

rss