Fotoratgeber Landschaftsfotografie – eine Buchbesprechung

Die Zeitschriften der National Geographic Society sind bekannt für ihre tollen Fotos. Hier verraten die Fotografen ihre Tricks für gute Landschaftsfotos.

Viele Landschaftsfotografen versuchen die vielfältigen Schönheiten unserer Erde einzufangen und einem großen Publikum zu zeigen. Einigen gelingt es dabei so etwas wie eine unverwechselbare Handschrift zu entwickeln. Ihre Bilder sind auf einen Blick zu erkennen. Doch auch diese Fotografien folgen bestimmten Gesetzen und Regeln. Robert Caputo versucht diese in seinem Buch „Der große National Geographic Fotoratgeber Landschaftsfotografie“ dem Amateurfotografen zu vermitteln.

Für analoge und digitale Fotografie geeignet

Die in diesem Fotoratgeber vorgestellten Tipps sind sowohl für den analog arbeitenden Fotografen wie auch für seinen ausschließlich digital fotografierenden Kollegen geeignet.Denn die Auswahl des richtigen Bildausschnitts, der passenden Blenden-Belichtungszeit-Kombination oder des aussagekräftigsten Standortes unabhängig vom benutzten Aufnahmematerial. Wer schon länger fotografiert, wird den einen oder anderen Tipp bestimmt schon einmal in einer älteren Veröffentlichung gelesen haben.

Landschaft als Kunstobjekt

Das besondere an den Fotografien des National Geographic Magazine sind ihre außerordentliche künstlerische Qualität. Sie verwandeln eine einfache Landschaft in ein Kunstobjekt. Um auch selber zu solchen Ergebnissen zu kommen, sollte der Leser die Textkästen mit hilfreichen Tipps studieren. In ihnen sind nützliche Hinweise auf kleine Dinge gesammelt, die häufig eine große Auswirkung auf die Qualität des fertigen Bildes haben. Wer sich diese zu Herzen nimmt wird es bestimmt an den fertigen Fotos sehen können.

Fotografen mit Charakter

Beim National Geographic Magazine fotografieren Menschen mit Charakter. Jeder Fotograf hat seine ganz eigene Handschrift und seinen Stil. Um diesen zu entwickeln setzen sie ganz unterschiedliche Methoden ein. Ihr Wissen aus der Praxis teilen sie in kurzer, oft tabellarischer Form dem Leser mit. Allgemein gehalten gilt es sowohl für den traditionell auf Film Fotografierenden als auch den Digitalfotografen.

Handlich praktisch

Der Fotoratgeber ist in einem Fototaschen freundlichen kompakten Format erschienen. So kann der Landschaftsfotograf im Zweifelsfall es immer dabei haben. Das umfangreiche Register lässt den Ratsuchenden nicht lange im Buch herum suchen. Ein Schnellzugriff mit einem zum Beispiel farbig abgesetzten Beschnitt ist in diesem Fall nicht nötig. Viele, zum Teil auf einer Doppelseite abgedruckte Fotografien illustrieren eindrucksvoll die verschiedenen Themenbereiche. So kann der Leser schön die Schritte zur Erstellung eines Panoramabildes aus fünf Einzelaufnahmen nachvollziehen. Auch die Wirkung von Morgen- oder Abendlicht wird angesprochen. Insgesamt schildert Robert Caputo recht ausführlich die Möglichkeiten in der Landschaftsfotografie. Er geht auf den angemessenen Bildaufbau ein. Auch zum wichtigsten Utensil des Fotografen, dem Licht, und dem Umgang damit gibt er wertvolle Tipps. Nicht zuletzt widmet sich der Autor auch der Ausrüstung. Er vergleicht die unterschiedlichen Systeme und wägt ihre Vor- und Nachteile ab.

Dieses leicht verständlich und immer fundiert geschriebene Buch sollte in keiner Fototasche nicht nur von Landschaftsfotografen fehlen. Denn die meisten Tipps und Hinweise sind auch ganz allgemein in der Fotografie gültig.

Robert Caputo: Der große Fotoratgeber: Landschaftsfotografie, 160 Seiten, zahlreiche Fotografien, 2007, National Geographic

Frank Scholz, Frank Scholz

Frank Scholz - Ich habe 1966 in der Freien und Hansestadt Hamburg das Licht der Welt erblickt. Doch seit über dreißig Jahren lebe ich in der ...

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