
- Original-Foto unbearbeitet - Andrea Fettweis
Selten ist ein Foto so perfekt, dass es keine Verbesserungen nötig hätte. Vor allem als Hobbyfotograf hat man oft eine relativ geringe Ausbeute an guten Bildern, weil die Übung fehlt oder die Beleuchtung nicht geeignet war. Aber auch gute Fotos können meistens noch mit einer entsprechenden Bearbeitung optimiert werden, sodass die Ausdruckskraft stärker betont wird. Mithilfe des Computers können digital aufgenommene Fotos schnell und unkompliziert korrigiert werden. Wer eine einfache Kamera hat, kann sich die Fotos auf CD brennen lassen und ebenfalls am PC bearbeiten. Da jedes Programm etwas anders funktioniert, beziehen sich die folgenden Angaben auf Corel Paint Shop Pro Photo X2.
Foto drehen und beschneiden
Sobald Sie das Photo-Bearbeitungsprogramm geöffnet haben, können Sie loslegen. In der Kopfleiste klicken Sie auf „Datei“, dann auf „Öffnen“. Suchen Sie sich das gewünschte Bild aus dem Ordner heraus und holen es mit einem Doppelklick in das Programm. Falls es auf der Seite liegt, können Sie es drehen. Klicken Sie mit dem Cursor auf „Bild“: Nun haben Sie die Möglichkeit, das Foto entweder nach rechts oder links zu drehen. Falls die Aufnahme selbst etwas schief geraten ist, klicken Sie auf die Funktion „Frei drehen“. Hier können Sie das Bild solange in die gewünschte Richtung drehen, bis die Abbildung gerade erscheint.
Anschließend müssen die Ränder neu definiert werden, da auch sie mitgedreht wurden. Dazu suchen Sie sich in der senkrechten grauen Leiste auf der linken Seite das Beschnittwerkzeug aus, dessen Symbol etwa wie ein Viereck aussieht. Nachdem Sie es angeklickt haben, legt sich ein Rahmen über Ihr Foto, den Sie nun beliebig verschieben können, bis die schiefen Ränder außerhalb liegen. Klicken Sie dann auf das Bild, damit der neue Rand übernommen wird.
Lichtstärke und Farben verbessern
Wer noch nicht so recht weiß, was er an seinem Foto verbessern könnte, kann zunächst die Funktion „Fotokorrektur in einem Schritt“ unter „Anpassen“ anklicken und beobachten, ob das Bild tatsächlich an Klarheit und Schärfe gewinnt. Etwas besser kann man diesen Vorgang unter „Anpassen“ und „Intelligente Fotokorrektur“ steuern, da verschiedene Eigenschaften einzeln verändert werden können. Das Foto kann insgesamt heller oder dunkler gemacht, Lichter und Schatten können betont oder Farben und Schärfe nach Wunsch verändert werden. Wenn Sie oben rechts in diesem Fenster die Bildvorschau anklicken, erkennen Sie das Ergebnis sofort an Ihrem Originalbild, ohne es dauerhaft festzulegen. Erst, wenn Sie zufrieden sind, klicken Sie auf „OK“, damit die Einstellung übernommen wird.
Helligkeit und Kontrast verändern
Manchmal ist es nicht nötig, eine komplette Korrektur vorzunehmen oder sie zeigt nicht die gewünschte Wirkung. Dann haben Sie die Möglichkeit, die Helligkeit und den Kontrast separat zu bearbeiten: Gehen Sie unter „Anpassen“ auf „Helligkeit und Kontrast“. Dort können Sie nun beide Einstellungen solange verschieben, bis Ihnen das Motiv gefällt. Bedenken Sie, dass das Bild automatisch ein wenig dunkler wird, sobald Sie den Kontrast verstärken. Um eine Foto besonders dramatisch zu gestalten, kann man den Kontrast mehrmals verstärken, allerdings gehen dabei Details verloren. Hier muss Ihnen bewusst sein, was Sie mit der Veränderung erreichen möchten. Mit dem Werkzeug „Farbabgleich“ unter „Anpassen“ können Sie am Schluss noch die Temperatur des Fotos bestimmen. Das bedeutet, dass Sie die Aufnahme kühler oder sonniger erscheinen lassen können.
Optimalen Bildausschnitt wählen
Nachdem Sie Ihre Aufnahme nun soweit optimiert haben, dass sie einen überzeugenden Eindruck vermittelt, überprüfen Sie am Schluss noch einmal, ob Sie das Bild beschneiden müssen oder wollen. Manchmal erreicht man durch das Herauslösen eines Details eine bessere Wirkung, als durch die Wiedergabe einer sehr komplexen Szene. Nehmen Sie wieder das „Beschnittwerkzeug“ zur Hilfe und schieben Sie den Rahmen hin und her, bis Sie den besten Ausschnitt gefunden haben. Manchmal lohnt es sich auch, verschiedene Varianten zu vergleichen. Sobald Sie sich mit dem Programm etwas vertrauter gemacht haben, können Sie natürlich noch viele weitere Funktionen ausprobieren und anwenden.
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