Fotos mit richtigen Informationen

Ohne IPTC-Daten können Fotos nicht verkauft werden

Wichtig ist, zu schreiben, was zu sehen ist. - www.biba-bildbank.de
Wichtig ist, zu schreiben, was zu sehen ist. - www.biba-bildbank.de
Wer Fotos im Internet verkaufen will, muss sie mit international üblichen Informationen versehen. Dazu gehören Urheberrechtsdaten und die passenden Stichwörter.

Fotos alleine zum Verkauf anbieten reicht nicht. Nötig sind auch Angaben zum Beispiel zum Fotografen, wo das Bild gemacht wurde, was darauf zu sehen ist, nach welchen Stichworten gesucht werden soll. Denn kein Bildredakteur klickt im Internet Seite für Seite an, um zu schauen, wie die Fotos aussehen. Stattdessen sucht er in Datenbanken. Das noch so schönste Foto wird darin aber nicht gefunden, wenn es nicht mit den Standardvermerken ausgestattet. Agenturen und Bildredakteure orientieren sich an den Bilderläuterungen des International Press and Telecommunications Council (IPTC). Deswegen ist eine Verschlagwortung das A und O eines guten Archivs. Denn: Die Archive werden nach Schlüsselbegriffen durchsucht. Sind die nicht vorhanden, kann das Motiv nicht gefunden werden. Selbst schuld, könnte man sagen, wenn ein Photograph das beim eigenen Internetauftritt oder bei den Metasuchmaschinen versäumt. Agenturen jedoch lehnen ohne Schlagworte und IPTC-Angaben sofort die Bildangebote ab.

Hier die Beschriftungsfelder:

Credit / Bildrechte: Fotografenname und eventuell auch die Agentur.

Fotograf / Name des Autors: Fotografenname und evenuell auch den der Agentur. Hier suchen die Bilddatenbanken nach dem Fotografen.

Datumsfeld: Aufnahmedatum.

Ort: Aufnahmeort. Einige Agenturen pochen auf eine von ihnen standardisierte Schreibweise.

Land: Aufnahmeland nach Kürzel, zum Beispiel DEU für Deutschland.

Suchkriterien: Besondere Merkmal zusätzlich zur thematischen Suche wie zum Beispiel Fischaugen-Motiv, Panorama-Motiv, welche Art von Model-, oder Location-Release.

Zusätzliche Kategorien: manche Agenturen oder Makler kodifizieren hier Themen nach Gewichtung. Jedes Haupt-, Neben- und Untertheme erhält eine Ziffer, so dass eine lange Zahl entsteht, die zum Beispiel in Such-Links angegeben werden kann.

Caption / Objektbeschreibung: Bildbeschreibung nicht mit Stichworte, sondern in ganzen Sätzen. Gut, wenn es neben Deutsch auch auf Englisch ist. Auch weitere Angaben zum Fotografen können in dieses Feld geschrieben werden, zum Beispiel Telefon- und Kontonummer, das zuständige Finanzamt, die EU-Umsazusteuernummer und so weiter. Nützlich ist es, diese Angaben so zu schreiben, dass die Buchstaben jeweils durch eine Leertaste gertennt werden. Sonst wird zum Beispiel bei der Suche nach dem Stichwort "Bank" jedes Motiv als Treffer aufgelistet, egal was auf dem Bild ist. Und das nur, weil der Fotograf "Bankverbindung " und nicht "B a n k v e r b i n d u n g" geschrieben hat. Zweite Möglichkeit: Diese Daten in eckige Klammer setzen. Alles, was dazwischen ist, wird auch nicht gesucht. Hinweis: Das Coypright-Zeichen geht in vielen Datenbanken verloren, weil es ein Sonderzeichen ist. Alternativ (c) verwenden. Weiterer Hinweis: Den deutschen Teil mit einem | vom englischen trennen, den ebenso mit einem | vom Serviceteil.

Stichworte: Einzelbegriffe. Einige Agenturen/Makler geben eine Auswahl vor, an die sich die Fotografen halten sollten.

Personen: Alle Personennamen der Abgebildeten, die dem Fotografen bekannt sind. Spitznamen bei "Caption" eintragen.

Weitere Erläuterungen und eine umfangreiche Liste verschiedener Bildagenturen: www.foto-marketing.info

Klaus Martin Höfer, Robert Frie

Klaus Martin Höfer - Freier Rundfunk-, Print- und Online-Journalist. Ich beschäftige mich mit Hochschul-, Bildungs-, Wissenschafts- und ...

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