Wer träumt nicht von einem schönen Ausblick in die Natur, auf einen verträumten Strand, eine schöne Blumenwiese oder vielleicht in einen Bambuswald? Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wohl aber sind die Möglichkeiten, sich in der Traumlandschaft seiner Träume niederzulassen, meist begrenzt und oftmals unerschwinglich. Eine günstigere Variante, sich diese Wünsche dennoch zu erfüllen, sind Fototapeten. Durch die realistische Darstellung der Motive, gelangt man seiner Traumlandschaft um Einiges näher, denn auf den ersten Blick glaubt man sich fast in das Motiv der Tapete versetzt.
Die richtige Motivwahl
Für welches Motiv man sich schlussendlich entscheidet, will gut überlegt sein. Tapeten lassen sich zwar auch wieder abwaschen oder überstreichen, jedoch ist dies abgesehen von den bereits investierten Kosten auch mit Aufwand verbunden. Ob man sich für ein Strandbild, blühende Kirschblüten, riesengroße Ranunkel oder auch eine Mondlandschaft entscheidet, ist wohl neben Geschmack auch eine Typfrage. Auch hängt die Wahl davon ab, wie viel Zeit man in dem Zimmer, in dem die Fototapete angebracht wird, verbringt. Schließlich will man sich ja in seinen eigenen vier Wänden wohl fühlen und dabei ist die richtige Motivwahl nicht unwesentlich.
Ein weiterer Punkt ist auch die übrige Gestaltung des Raumes. Welche Farbe(n) haben die übrigen Wände? Harmonieren auch die Möbel und der Boden mit den Farben der Tapete? All dies will gut bedacht sein denn nichts ist ärgerlicher, als Farben, die sich „schlagen“ und über die man sich tagtäglich auf Neue ärgert. Je dominanter das Motiv der Tapete ist, umso mehr muss die Gestaltung des restlichen Raumes angepasst werden. Wer seine Räume gerne je nach Jahreszeit dekoriert, sollte sich bei der Motivwahl möglicherweise für ein neutraleres Motiv entscheiden. Denn entscheidet man sich für ein sommerliches Motiv, etwa einen blühenden Kirschblütenzweig oder ein sommerlich wirkender Sandstrand, mutet mitunter ein schön dekorierter Christbaum vor der Tapete seltsam an. Jedoch ist dies einzig und allein eine Frage des Geschmacks.
Eigene Fotos als Tapete
Der Motivwahl sind mittlerweile wirklich kaum Grenzen gesetzt denn es ist sogar möglich, eigene Fotos als Fototapeten zu bestellen. Ob die Gesichter der Freunde oder ein besonders gelungenes Landschaftsbild ist, kann man selbst entscheiden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das Foto in guter Qualität aufgenommen sein sollte, damit es auch bei der Vergrößerung auf die Größe der Tapete scharf bleibt.
Die richtige Wand für die Fototapete
Welche Wand eignet sich am Besten für eine Fototapete? Da die Maße vorgegeben sind, muss erstens die geplante Wand groß genug sein und zweitens sollte es möglich sein, die Tapetenwand aus einer gewissen Entfernung zu betrachten. Denn ist die Entfernung zu klein, kommt die Wand mitunter weniger gut zur Geltung oder es kann auch vorkommen, dass man sich von dem Motiv erschlagen fühlt. Auch wenn es vielleicht schwierig ist, empfiehlt es sich, sich die gewünschte Wand mit der Fototapete vorzustellen und abzuwägen, ob Entfernung und Lichteinfall dem zukünftigen Motiv zu Gute kommen.
Türtapeten
Wer keine ganze Wand für eine Fototapete zur Verfügung hat, kann sich auch für eine Fototapete an einer Tür entscheiden. Vielfältige Motive wie beispielsweise eine Londoner Telefonzelle, ein Bücherregal oder die Abbildung einer Glastüre, hinter der es in einen dichten Bambuswald geht, stehen hier zur Auswahl. Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch hierbei die Entfernung zum Motiv, die weit genug sein sollte sowie die übrige Gestaltung des Raumes. Denn hierbei verhält es sich ähnlich wie bei Fototapeten an einer Wand.
Aufkleben will gelernt sein
Als wäre die Motivwahl nicht schon schwer genug, ist es damit noch lange nicht getan, denn die Tapete will auch aufgeklebt werden. Wer schon mal tapeziert hat, weiß, dass ein Tapeziertisch, ein passender Pinsel für den Kleister sowie eine Bürste oder ein Tuch zum Glatt streichen unerlässlich sind. Trotz mitgelieferter Aufklebeanleitung stellt das Aufkleben mitunter auch für geübte Heimwerker eine Herausforderung dar. Denn schließlich sollen ja am Ende nicht die einzelnen Teile der Tapete sondern ein schönes Motiv sichtbar sein. Es empfiehlt sich also, die Teile zumindest zu zweit oder vielleicht sogar zu dritt aufzukleben.
Wie bei allen Heimwerkerarbeiten ist es auch beim Tapeten-Aufkleben wichtig, nicht die Geduld zu verlieren. Wurde ein Tapetenteil gerade schief oder gar falsch aufgeklebt, ist dies solange der Kleister noch nicht angetrocknet ist, kein großes Malheur. Denn in dem Fall zieht man die Tapete einfach wieder ab und klebt sie erneut auf. Dies gilt besonders für ungeübte Tapezierer. Doch auch geübte Tapezierer sollten Fototapeten mitunter nicht unterschätzen denn wenngleich das Aufkleben einer Fototapete zwar dem üblichen Tapezieren ähnlich ist, so stellt das Motiv der Tapete beim Aufkleben eine größere Herausforderung dar. Wer annimmt, dass die Tapetenteile so zugeschnitten sind, dass sie einfach nur nebeneinander oder jeweils gleichmäßig überlappend geklebt werden können, irrt. Denn produktionsbedingt kommt es mitunter zu Fehlern, die aber beim Aufkleben korrigiert werden können. Wichtig ist natürlich in erster Linie, auf das Muster zu achten und die Tapete so aufzukleben, dass das Muster bzw. das Motiv schön und nahtlos verläuft. Je gleichmäßiger vor allem die Ecken und Kanten der Tapetenteile mit Kleister eingestrichen sind, umso besser. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn man nach dem Aufkleben die einzelnen Kanten und Ecken der Teile sieht, die sich womöglich wieder von der Wand lösen. Hat man zuviel Kleister verwendet und quillt er nach dem Aufkleben heraus, wischt man diesen am Besten sofort mit einem sauberen Stofftuch weg und die Sache hat sich.
Die Mühe zahlt sich aus
Trotz der vielleicht aufkommenden Ärgernisse beim Aufkleben ist es dann umso schöner, das fertige Wandmotiv zu betrachten und das besonders Schöne dabei ist, dass man es von dem Zeitpunkt an jeden Tag, den man in dem Zimmer verbringt, wieder aufs Neue genießen kann. Und sollte man das Motiv eines Tages wirklich nicht mehr ertragen, lassen sich auch Fototapeten wie alle anderen Tapeten wieder von der Wand entfernen. In der Regel jedoch erfreut man sich Tag für Tag aufs Neue an ihnen.
