Frankfurter Buchmesse – Brötchengeber für Viele

Aufbau des chinesischen Standes 2009 - Frankfurter Buchmesse/Peter Hirth
Aufbau des chinesischen Standes 2009 - Frankfurter Buchmesse/Peter Hirth
Jedes Jahr im Oktober findet in Frankfurt die Buchmesse statt. Doch von der Messe leben nicht nur Verlage, sondern auch viele andere Branchen.

Für einen Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse müssen Verlage an vieles denken. Das Verlagsprogramm muss angemessen präsentiert werden, die Autoren des Hauses, die auf der Messe zu Gast sind, wollen umsorgt sein, Kontakte müssen gepflegt werden und nicht zuletzt soll auch am Messestand alles reibungslos funktionieren und der Stand einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Da muss die Telekommunikation problemlos klappen, der Stand muss überwacht werden, Elektro- und vielleicht auch Wasseranschlüsse sind nötig, außerdem eine gute Beschilderung und ein paar Pflänzchen am Verlagsstand wären auch nicht schlecht. Um einiges müssen sich die Verlagsmitarbeiter selbst kümmern, doch für die meisten der genannten und für einige Serviceleistungen mehr, stehen Dienstleister zur Verfügung.

Die Messe Frankfurt und die Frankfurter Buchmesse

Einer der wichtigsten Dienstleister ist die Messe Frankfurt GmbH. Sie ist in öffentlicher Hand − Gesellschafter sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent − und eines der weltweit größten Messeunternehmen. Die Messe Frankfurt organisiert nicht nur in der Stadt am Main Messen, sondern weltweit. An ihrem Frankfurter Standort stehen elf Ausstellungshallen zur Verfügung, zu den bekanntesten dort veranstalteten Messen gehörten die Internationale Automobilausstellung IAA und eben die Buchmesse. Wer auf der Buchmesse ausstellt, kann von der Messe Frankfurt beispielsweise PCs oder Kopiergeräte mieten, Licht- und Tonanlagen, Konferenzräume, Möbel, Nachtwachen, Reinigungspersonal, Faxanschlüsse oder eben ein paar Pflänzchen.

Neben der Messe Frankfurt vertraut die Buchmesse auch Privatfirmen, zum Teil schon seit Jahrzehnten. Geimer + Kubik ist der Buchmesse zufolge schon seit 50 Jahren Servicepartner für Wandbespannungen, Sitzkissen und Kabinenvorhänge. Andere Dienstleister stellen Dolmetscher und Übersetzer zur Verfügung oder organisieren Konferenzen, Empfänge und Partys, vermieten Parkplätze, wickeln Transporte ab oder versichern das Messegut.

Buchmesseprofiteure: Hotels, Lokale und und und

Damit sich die Verlage und der Veranstalter, aber auch der jährliche Ehrengast – jedes Jahr steht auf der Messe die Literatur eines Gastlandes oder einer Gastregion, 2010 ist es Argentinien, im Mittelpunkt – angemessen präsentieren können, braucht es also viele Dienstleister, doch auch die vielen Autoren, Buchhändler, Bibliothekare, Journalisten oder Privatbesucher benötigen die eine oder andere Dienstleistung. So wollen etwa alle, ob Verleger, Veranstalter oder Besucher, zwischendurch etwas essen, deshalb gibt es auf dem Messegelände zahlreiche gastronomische Angebote.

Und nach einem anstrengenden Messetag? Da brauchen viele ein Taxi, wollen irgendwo schlafen, nochmal etwas essen und, wenn sie nicht zu müde sind, auch noch ausgehen. Für Letzteres benutzt die Buchmesse den Begriff After-Work-Events und zählt auf ihrer Seite zahlreiche Frankfurter Lokalitäten auf, die sich für den Event nach der Arbeit eignen. Für die Autoren und alle anderen wichtigen Literaturmenschen gibt es ohnehin noch die Verlags- und sonstigen Empfänge, aber das Thema „Buchmesse, Gastronomie und Event“ bietet ohnehin genug Stoff für eine eigene Geschichte.

Angela Fehr - Geboren und aufgewachsen im "Ländle", zog ich später nach München, wo ich eine schöne Zeit verbrachte und an der LMU ...

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