
- Auch Buchmessegäste wollen mal was leckeres essen - Frankfurter Buchmesse/Peter Hirth
Die Buchmesse ist eine Buch- und keine Literaturmesse, folglich trifft man sich dort nicht um geistige Nahrung zu sich zu nehmen, sondern um Geschäfte zu machen und zwischendurch etwas zu essen und zu trinken. Das gilt für Verlagsmitarbeiter genauso wie für Autoren und nebenberuflich schreibende Promis, die ein lustiges Büchlein, eine Biografie oder einen Pilates-Ratgeber geschrieben haben. Aber auch Buchhändler, Journalisten oder interessierte Privatbesucher wollen zwischendurch etwas essen und selbst der Mensch, der sich auch auf der Buchmesse nur für schöngeistige Literatur interessiert, lebt nicht vom Buch allein, sondern muss hin und wieder auch nicht-geistige Nahrung zu sich nehmen. Das wissen die Messeveranstalter und so sorgen sie dafür, dass man auf dem Gelände genügend Bars, Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte findet und auch in der Stadt stellen sich die Lokale auf Buchmessegäste ein.
Essen auf der Buchmesse: Sushi, Ribs und Hamburger
In „rustikaler Umgebung“ im Selbstbedienungsrestaurant Switzerland internationale Speisen genießen, Ribs oder Hamburger im „jungen poppigen Fast-Food-Restaurant“ Sky essen, Sushi in der Sushi Bar probieren oder sich im Restaurant Rotisserie bedienen lassen, das sind nur einige Möglichkeiten, die der gastronomische Übersichtsplan der Buchmesse aufzählt. Wer mag, kann sich auch in eines der zahlreichen Ost-, West-, Nord- und Süd-Cafés in den einzelnen Hallen begeben, im Foyer eine Brezel kaufen, auf dem Außengelände einen Flammkuchen testen oder in einem Minimarkt etwas essbares erwerben. Für Verlagsmitarbeiter, die zwischendurch schnell mal was essen möchten, liefert der Gastronomie-Service Accente eine Lunchbox an den Stand, aber auch kalte und warme Speisen samt Getränken für einen Empfang am Verlagsstand kann man dort bestellen.
Nach der Buchmesse: Stöffche und Tango
Gut genährt und müde von einem aufregenden Messetag könnte man sich gleich ins Hotelbett legen, doch darauf haben die wenigsten, die noch in der Stadt bleiben, Lust. Deshalb empfiehlt die Buchmesse den Besuchern diverse Restaurants, etwa eine Apfelweinstube „mitten im Herzen von Sachsenhausen“ in der man Frankfurter Küche und das „Stöffche“ genießen kann. Auch auf der Empfehlungsliste stehen Lokale, die sich der Küche des jeweiligen Ehrengastes widmen, 2010 etwa argentinische Lokale. Wer nach dem Essen noch nicht genug hat: Clubs für die After Work Party werden ebenfalls empfohlen und wo man Tango oder Salsa tanzen oder auch nur anderen dabei zusehen kann, verraten die Buchmesse-Macher ebenfalls.
Gastronomen, deren Lokal nicht auf der Empfehlungsliste der Messe-Veranstalter steht, freuen sich freilich auch auf Buchmessegäste und dann gibt es noch die zahlreichen Verlagsempfänge für jene, die zum Literaturbetrieb gehören, auf denen der Normalbürger jedoch nichts zu suchen hat. Ihm bleibt nur, in der Zeitung nachzulesen, wer auf diesem oder jenem Empfang bei Häppchen und Champagner gesichtet wurde oder das, was der eine oder andere Schriftsteller darüber in verklausulierter Form in seinen Büchern wiedergibt – sofern es ihn denn überhaupt interessiert.
